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20. Juli 2012
Jung und alt in Chromglanz im Gewerbepark Breisgau in Eschbach
Supermoto Inter-Race und Freiburg Klassik am Wochenende im Gewerbepark Breisgau in Eschbach.
MOTORSPORT (BZ). Auf der Supermoto-Rennstrecke des Freiburger Motorsport-Clubs (FMC) im Gewerbepark Breisgau/Eschbach findet am Wochenende die zweite Auflage des "Inter-Race" statt. Das Inter-Race ist ein international offenes Supermoto Rennen, speziell um den Breitensport, die Basis des Supermoto-Sports, zu fördern. Am Start sind zwei Amateurklassen: Die AMA-Trophy-Süd eine deutschlandweite Rennserie) sowie die Amateure regional, in der die Lokalmatadoren zeigen, dass auch mit ihnen nicht zu spaßen ist. Gerne nutzen auch einige Profi-Fahrer das Inter-Race zur Vorbereitung auf den Supermoto DM-Lauf, der im September auf der gleichen Strecke ausgefahren wird. Für sie wird zusätzlich eine offene Klasse ausgeschrieben. Insgesamt sind mehr als 90 Starter aus drei Nationen eingeschrieben. Der FMC ist mit über 20 Startern aus der Region in allen drei Klassen stark vertreten.
Klassensieger wird der Supermoto-Pilot, der universelle Fähigkeiten mitbringt. Supermoto bedeutet Kampf um die besten Plätze auf einer ganz speziellen Rundstrecke. 70 Prozent der Piste sind asphaltiert, auf den restlichen 30 Prozent geht es ins Gelände, gespickt mit mehreren Sprüngen. Supermoto vereint das Beste aus den zwei Welten des Motocross und des Rundstreckensports. Die speziellen Motorräder basieren auf Cross-Bikes, sind jedoch für den Asphalt optimiert und mit Slicks bestückt. Nur etwas über 100 Kilogramm Fahrzeuggewicht steht eine Leistung von häufig weit über 60 PS entgegen. Nur wer in beiden Welten perfekt mit dem speziellen Supermoto-Motorrad umgehen kann, wird am Ende ganz oben auf dem Treppchen stehen.
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Neben den Hightech-Supermotos kommen dieses Jahr auch die Klassiker der Motorradbaukunst nicht zu kurz. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein Probelauf mit historischen Motorrädern gestartet und stieß auf enormes Interesse und positive Reaktionen beim Publikum. Dieses Jahr sind zum Inter-Race zwei Oldtimer-Klassen mit knapp 50 Fahrern am Start. Angetreten wird zur Gleichmäßigkeitsprüfung gegen die Uhr oder zu einer Präsentationsfahrt. Das älteste Motorrad am Start ist eine Gilera Saturno von 1948, die neben vielen weiteren absoluten Klassikern auf die Strecke geht. Insgesamt wird ein Querschnitt von fast 50 Jahren Motorradtechnik zu sehen sein, aber nicht wie im Museum hinter dem Absperrband sondern live auf der Rennstrecke. Auch neben der Strecke wird wieder einiges geboten. Zum Beispiel im Fahrerlager, wo sowohl die hochgezüchteten Boliden der Supermoto-Fahrer wie auch die mit viel Liebe und Sachverstand restaurierten und gepflegten Maschinen der Oldie-Klassen bestaunt werden können. Das Inter-Race ist Motorsport zum Anfassen, hier kommt das motorsportinteressierte Publikum noch in direkten Kontakt mit den Akteuren.
Erinnerungen werden wach, wenn man die älteren Herren auf ihre Motorräder anspricht. Geschichten werden erzählt, wie sie zu dem edlen Fahrzeug kamen, mit welcher Mühe es restauriert wurde und warum sie so an dem alten Stück hängen.
Die knapp 50 Teilnehmer sind in die verschiedenen Hubraumklassen und Kategorien eingeteilt. Rennmaschinen der Baujahre 1950 bis 1999 werden auf der 1,1 Kilometer langen Strecke ihre Runden drehen. Eine Gruppe fährt in der Präsentationsklasse. Da geht es in erster Linie darum, ein paar Runden zu drehen und sich dem Publikum zu zeigen. Die andere Gruppe fährt eine Gleichmäßigkeitsprüfung, auch "Regularity" genannt. Wie der Name schon sagt, will man das alte Material schonen: Nicht der schnellste Pilot gewinnt, sondern der, der alle Runden gleichmäßig schnell gefahren ist.
Für Kenner gibt es eine Menge zu sehen und zu bestaunen. Längst vergessene Motorradmarken tauchen da auf: Aus Deutschland die Adler, Maico und NSU, aus England die Triumph, Norton und Matchless, aus Italien die Aermacchis, MV Agusta, Morini, Ducati und schließlich die älteren japanischen Modelle von Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha.
Bereits am Samstag beginnen am Mittag die Trainingsläufe und am Sonntag folgt die Gleichmäßigkeitsprüfung. Mit dabei sind auch die Driftspezialisten der Super-Moto-Szene, die mit ihrem spektakulären Fahrstil die Fans begeistern.
Autor: bz





