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11. August 2017

Morath und Schelb siegen

Verkürztes Einzelzeitfahren beim Bike Giro Hochschwarzwald.

  1. Marathonspezialist Matthias Bettinger belegte im Prolog Rang 25. Foto: Sauser Event GmbH Ralf Pfründer

  2. Adelheid Morath, hier beim Verlassen der Startrampe, hat den Bike-Giro-Prolog in Rothaus vor Helen Grobert gewonnen. Es war die erste von vier Etappen im Hochschwarzwald. Foto: Sauser Event GmbH / Ralf Pfründer

MOUNTAINBIKE. Beim MTB-Etappenrennen Rothaus Bike Giro hat Adelheid Morath, die in St. Märgen aufgewachsen ist, mit ihrem Sieg beim 15 Kilometer langen Auftaktzeitfahren die Führung übernommen. Simon Stiebjahn aus Langenordnach belegte in Grafenhausen-Rothaus bei den Männern Rang drei und hat sich somit eine gute Ausgangsposition erarbeitet.

Der Kampf gegen die Uhr ist für Mountainbiker ungewohntes Terrain. Die Kürze der Distanz von 15 Kilometern ebenso. Fast vier Kilometer hatten die Veranstalter kurzfristig herausgenommen, weil die Regenfälle einen Singletrail in eine Schlammwüste verwandelt hatten. Bei den Frauen erzielte Adelheid Morath mit 36:44 Minuten die schnellste Zeit. Bei der Zwischenzeit bei etwa der Hälfte der Strecke hatte sie noch fünf Sekunden hinter Helen Grobert aus Weilheim-Remetschwiel gelegen. Die hatte sich kurzfristig angemeldet, will aber nur die ersten beiden Etappen bestreiten, bevor sie ins Trainingslager fährt. Dagegen ging die gemeldete Olympiasiegerin Sabine Spitz nicht an den Start. Morath war 34 Sekunden schneller als Grobert und eine Minute schneller als Elisabeth Brandau aus Schönaich. "Es ging erstaunlich gut, nachdem ich letzte Woche ein paar Probleme hatte und zuletzt eigentlich nur an der Basis gearbeitet habe. Ich bin erst mal super happy nach dem Erfolg", sagte Morath im Ziel.

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Bei den Männern lieferte der Münstertäler Julian Schelb die Bestzeit ab. Nach 30:37 Minuten passierte Schelb die Ziellinie. Er liebt nassen Untergrund genauso wie seine beiden schärfsten Konkurrenten. Der Freiburger Markus Bauer wurde mit 25 Sekunden Rückstand Zweiter, 1,7 Sekunden vor seinem Kumpel Simon Stiebjahn. Der Langenordnacher haderte ein wenig mit sich: "Ich habe am Schluss Zeit verschenkt, weil ich zu zaghaft um die Kurven bin. Ich hätte es als Streckenplaner eigentlich besser wissen müssen."

Der Breitnauer Matthias Bettinger belegte Rang 25 (2:04 Minuten zurück): "Das war für mich als Marathonspezialist eine ganz neue Erfahrung." Heute geht es in Rothaus mit der zweiten Etappe weiter.

Autor: Erhard Goller