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30. Januar 2009
Unmoralisch gutes Angebot
Mountainbiker Simon Stiebjahn hat einen Dreijahresvertrag beim Profiteam Bulls unterschrieben
MOUNTAINBIKE (BZ). "So ein Angebot bekommt man nicht zweimal", kommentiert der Neustädter Mountainbiker Simon Stiebjahn seinen Schritt, künftig für das Profiteam "Bulls" zu starten. Im neuen Trikot erkämpfte er sich sogleich einen Platz auf dem Siegertreppchen: Bei einem Wintertriathlon am Kniebis belegte er den dritten Platz.
Für den 18-Jährigen, der bisher für das Bergamont-Team des RSV Hochschwarzwald in die Pedale trat und dem Verein auch weiter treu bleiben wird, kam das Angebot des renommierten MTB-Rennstalls überraschend. "Ich konnte es gar nicht fassen, dass so ein großes und erfolgreiches Team sich für mich interessiert." Lange überlegen musste er deshalb nicht und unterschrieb einen Dreijahresvertrag, der die Karriereplanung erleichtert. Klaus Ketterer, der ihn seit Jahren coacht, wird auch weiter sein Heimtrainer bleiben.Im vergangenen Jahr vertrat Stiebjahn als Junior die deutschen Farben bei der Welt- und Europameisterschaft. In dieser Saison steht ihm der schwierige Schritt in die U 23-Klasse bevor. "Das wird nicht leicht. Aber ich bin sehr zuversichtlich, das hinzubekommen, weil mir das Team Bulls optimale Möglichkeiten bietet. Zudem bin ich natürlich extrem motiviert", sagt Stiebjahn. Künftig wird er mit den deutschen Mountainbike-Größen Karl Platt und Stefan Sahm in einem Team sein und hofft, von ihrer Erfahrung zu profitieren. Für das neue Team treten auch der französische Marathonmeister Thomas Dietsch und der Freiburger Tim Böhme in die Pedale. Das erste viertägige Teamtreffen fand im Dezember statt. "Ich habe mich gleich integriert gefühlt und freue mich schon riesig auf die bevorstehende Saison", sagt Stiebjahn.
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Dass seine Form schon früh in der Saison recht gut ist, unterstrich er bei einem Wintertriathlon (Laufen, MTB, Skilanglauf) am Kniebis. Anfangs hatte Stiebjahn etwas Mühe, das Tempo der besten Läufer mitzugehen. Auf der zweiten Laufrunde fand er aber immer besser in den Wettkampf und wechselte als Zehnter auf das Mountainbike mit nur 90 Sekunden Rückstand. Die hatte er schon bei der Hälfte der Distanz – acht Kilometer waren zurückzulegen – wettgemacht. Stiebjahn schloss zum Führenden und späteren Sieger Valentin Krehl auf und verschaffte sich dank der besten Radzeit einen Vorsprung von einer Minute auf das übrige Feld. Mit Krämpfen kämpfte er sich anschließend bei starkem Schneefall über die fünf Kilometer lange Skatingrunde und musste nur Krehl und einen weiteren Starter noch an sich vorbeiziehen lassen. In 1,10 Stunden erreichte er als Dritter das Ziel.
"So früh wie dieses Jahr bin ich noch nie in eine Saison gestartet. Mit dem Ergebnis beim Wintertriathlon bin ich zufrieden. Wichtig war für mich vor allem, meine Radform zu testen. Dass die schon ganz gut ist, habe ich gesehen", sagt Stiebjahn, der Anfang April sein erstes Rennen für das neue Team bestreiten wird.
Autor: bz
