Unters Messer statt über Felsen

Erhard Goller

Von Erhard Goller

Di, 13. März 2018

Mountainbike

Mountainbikerin Adelheid Morath verpasst Weltcup nach Kahnbeinbruch / Martin Gluth 44.

MOUNTAINBIKE (goll). Während der Freiburger Martin Gluth zum Weltcup-Auftakt im südafrikanischen Stellenbosch Rang 44 belegte, musste Adelheid Morath ihren Start nach einem Trainingssturz verletzt absagen. Im U-23-Rennen wurde Max Brandl vom Kirchzartener Lexware-Team Sechster.

Die Premiere eines Cross-Country-Weltcups in Stellenbosch war ein Publikumsmagnet. Der kostenlose Eintritt ließ vom Veranstalter geschätzte 20 000 Zuschauer an die 4,3 Kilometer lange Strecke strömen. In dieser feinen Atmosphäre war auch Martin Gluth nach seinem Rennen fast euphorisch. Der 44. Platz mit 5:56 Minuten Rückstand auf Sieger Sam Gaze aus Neuseeland (1:30:14) stellte ihn "super zufrieden". Als 57. war er aus der ersten Runde gekommen und arbeitete sich dann sukzessive nach vorne. "Ich war die ganze Zeit voll im Flow", freute sich der Freiburger. "Die Cape-Epic-Vorbereitung hat mich motiviert", so Gluth, der sein Studium als Wirtschaftsingenieur in Furtwangen inzwischen beendet hat. Das achttägige Cape Epic bestreitet er von Sonntag an gemeinsam mit dem neuen Teamkollegen Raphael Gagné (Kanada). Nicht besonders gut lief es für Lexware-Fahrer Georg Egger bei seinem Elite-Debüt: Er wurde nur 67. (+10:10).

Das Cape Epic geht ohne Adelheid Morath über die Bühne. Die Freiburgerin war im Vorfeld des Weltcups bei einer Trainingsrunde auf einer Fels-Sektion gestürzt. Dabei wurde ihr Bike demoliert und Morath fiel aufs Handgelenk. Morath flog am Samstag nach Hause und wird nun am Dienstag am Kahnbein operiert.

Der U-23-WM-Dritte Max Brandl konnte nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Der Freiburger Student kam nicht optimal in die Gänge und verlor schon in Runde eins von sechs einiges an Boden. "Ich habe mich nicht optimal gefühlt, aber es ist eben noch nicht mein Saisonhöhepunkt, deshalb bin ich zufrieden mit dem Auftakt", bilanzierte Brandl.

Sein U-23-Teamkollege Luca Schwarzbauer verfehlte als 20. (+5:26) sein persönliches Ziel Top 16 um eine Minute. Dabei lag er nach gutem Start zwischenzeitlich auf Rang neun. "Es wäre eigentlich optimal gewesen, wenn ich mich besser gefühlt hätte. So bin ich enttäuscht, dass ich die Vorlage nicht genutzt habe."