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26. Juni 2012

Zwei Tage, zwei Rennen, zwei Siege

Mountainbiker Matthias Bettinger aus Breitnau gewinnt am Wochenende die Langstrecken in Pfronten und Waldhaus.

  1. In Topform: Matthias Bettinger eilt derzeit auf seinem Mountainbike von Sieg zu Sieg. Foto: Patrick Seeger

MOUNTAINBIKE (gol/BZ). Der Breitnauer Matthias Bettinger (Team Centurion-Vaude) schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle: Nachdem er beim Black-Forest-Ultra-Bike-Marathon in Kirchzarten auf der Ultrastrecke erfolgreich war, hat er am vergangenen Wochenende gleich zwei MTB-Langstreckenrennen gewonnen: Bettinger siegte bei einem Marathon in Pfronten und gewann einen Tag später auch den Waldhaus-Marathon im Schwarzwald.

Die Strecke in Pfronten war extrem. Auf 70 Kilometern kamen 2600 Höhenmeter zusammen. Bettinger und sein Teamkollege Andi Strobel setzten sich gleich am ersten der vier Anstiege, dem Breitenberg, vom Feld ab. Strobel konnte am dritten Anstieg Bettinger nicht mehr folgen. Als letztes Hindernis war noch einmal der Breitenberg zu bezwingen. "Ich bin meinen Rhythmus gefahren und da der ja zur Zeit nicht so langsam ist, konnte ich mir auf der Abfahrt, die sehr rutschig war, etwas mehr Zeit lassen", sagt Bettinger. Er fuhr als Erster über den Zielstrich und unterbot den bisherigen Streckenrekord um fünf Minuten. Anschließend stand Erholung auf seinem Programm. Denn einen Tag später stand der 28-jährige Breitnauer schon wieder mit 700 anderen Mountainbikern hinter der Startlinie beim Waldhaus-Marathon: 42 Kilometer mit 900 Höhenmetern sind hier zu absolvieren. "Ich freue mich immer sehr darauf. Es ist nach den großen Rennen wie Trans Germany und dem Ultra Bike in Kirchzarten hier in Weilheim-Remetschwiel alles etwas kleiner und familiärer." Auf der 42 Kilometer langen Strecke kann der erste Anstieg schon entscheidend sein: "Wer da nicht bei der Spitze dabei ist, kommt später nicht mehr heran", sagt Bettinger. Er gab deshalb richtig Gas und am höchsten Punkt der Strecke, am Aubächle, bestand die Spitzengruppe nur noch aus drei Fahrern: Bettinger, der frühere Straßenprofi Uwe Hardter und Uli Brucker, der für das Hochschwarzwälder Wheeler-iXS-Team startet. Am zweiten Berg verschärfte Bettinger das Tempo und nur noch Uli Brucker konnte ihm folgen. Auf den letzten zehn Kilometern versuchte Bettinger immer wieder, seinen Kontrahenten abzuschütten, "aber der Uli kam immer zurück". Es kam zum Sprintfinish, Bettinger zog durch und gewann einen Tag nach seinem Sieg in Pfronten auch den Waldhaus-Marathon in 1:21:34,7 Stunden. Es war bereits sein dritter Erfolg bei diesem Wettkampf und er unterbot seine Bestzeit aus dem Vorjahr um eine Minute. Der Hausacher Uli Brucker lag im Ziel nur fünf Zehntelsekunden zurück und musste sich mit Rang zwei zufrieden geben. Rang drei sicherte sich Uwe Hardter (Team Texpa-Simplon).

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Unter den rund 700 Startern waren auch zahlreiche Mountainbiker des Teams Rothaus-Poison. Andreas Kleiber, Bianca Purath und Niklas Grobert holten sich in ihren Altersklassen jeweils Platz zwei. Andreas Kleiber belegte in der Gesamtwertung Rang fünf (1:24:49,4).

Das Rennen der Frauen war geprägt vom Duell zwischen der Lokalmatadorin Helen Grobert (Lexware Racing), die aus Remetschwiel kommt, und Bianca Purath. Beide kamen mit einer großen Gruppe ins Ziel. Nach dem Gedränge auf den letzten Metern, die sehr kurvenreich und abschüssig waren und wenig Raum zum Überholen boten, trennten Bianca Purath am Ende nur wenige Sekunden vom Sieg. Den holte sich Helen Grobert in 1:34:16,0 Stunden. "Natürlich wäre ein Sieg schöner gewesen, aber gegen eine Cross-Country-Fahrerin das Nachsehen zu haben, damit habe ich hier fast schon gerechnet", sagt Purath.

Das Rennen der weiblichen Jugend gewann Hannah Grobert (Remetschwiel) vor Sarah Figy vom RSV Hochschwarzwald. Grobert siegte in 1:48:02 Stunden, Figy war 1:52:45 Stunden unterwegs. Fünfte wurde Lena Hug vom SC Hinterzarten. Bei den Juniorinnen kam Charlotte Binder vom RSV Hochschwarzwald ebenfalls auf den fünften Platz.

Das Rennen der Junioren gewann Henrik Grobert (Lexware Racing) in 1:30:20 Stunden vor Niklas Grobert (Rothaus-Poison), der zwei Minuten zurücklag. Den fünften Platz belegte Yves Ketterer vom Wheeler-iXS-Team. Schnellster Jugendlicher war Lukas Büche von der SG Rheinfelden in 1:34:18 Stunden. Zweiter wurde der Hausacher Matthias Pfundstein vor Lars Reiniger (SG Rheinfelden). Tobias Faschian von der Skizunft Bernau belegte den zehnten Platz.

Autor: goll,bz