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12. September 2010 13:50 Uhr

Weltmeisterschaft in Müllheim

15,10 Meter –Rekord beim Fahnenhochwurf

Die Weltmeisterschaft im Fahnenhochwerfen, die am Samstag in Müllheim stattfand, war schon ein wenig skurril – bestritten doch fast nur Fahnenschwinger aus Baden-Württemberg den Wettbewerb. Dafür gab es gleich drei Weltrekorde.

  1. Vor dem sportlichen Ereignis zeigten die Fahnenschwinger ihr Können bei einem Umzug durch Müllheim Foto: Volker Münch

  2. Vor dem sportlichen Ereignis zeigten die Fahnenschwinger ihr Können bei einem Umzug durch Müllheim Foto: Volker Münch

  3. Vor dem sportlichen Ereignis zeigten die Fahnenschwinger ihr Können bei einem Umzug durch Müllheim Foto: Volker Münch

  4. Vor dem sportlichen Ereignis zeigten die Fahnenschwinger ihr Können bei einem Umzug durch Müllheim Foto: Volker Münch

  5. Über die Messlatte musste die Fahne, und zwar vollständig ausgerollt. Foto: Volker Münch

  6. ...dafür musste sie mit einigem Schmackes und guter Technikm,in die Luft geworfen werden Foto: Volker Münch

Dass das Fahnenhochwerfen ein ernstzunehmender Sport ist, wurde den zahlreichen Zuschauern eindrucksvoll demonstriert.

Der baden-württembergische Landesverband der Fahnenschwinger zählt 700 Mitglieder, gilt als der größte Landesverband in der Bundesrepublik und hat als zweitgrößter Verband großes Gewicht in Europa. Nicht ohne Stolz präsentierte Vorsitzender Gerhard Schlaich die in Uniformen und Trachten gewandeten Fahnenschwinger beim Umzug durch die Fußgängerzone, der musikalisch vom Fanfarenzug Heitersheim begleitet wurde. Da flogen die Fahnen mit den Wappen der Vereine und Kommunen in den blauen Himmel, sie wurden im Gleichtakt geschwungen – und boten für die Zuschauer ein buntes und beeindruckendes Bild.

Mit diesem Umzug als Vorgeschmack warben die Fahnenschwinger für den folgenden Wettbewerb im Eichwaldstadion. Da ging es dann ganz sportlich zu. Mit großer Kraft und präziser Technik wurden die Fahnen geworfen. Dabei mussten die Fahnen vollends entrollt über eine Messlatte fliegen und wieder aufgefangen werden, bevor sie den Boden berühren. Für manchen der 70 Wettkampfteilnehmer kein leichtes Unterfangen. "Ich glaube, es werden wieder Rekorde aufgestellt", orakelte Gerhard Schlaich im Vorfeld. Und er sollte Recht behalten: Mit einer Höhe von 5,50 Metern stellte Leon Lösslin aus Rust in der Altersgruppe der Zwölf- und Dreizehnjährigen den ersten Rekord auf. Die Mädchen waren sogar noch ein bisschen besser: Svenja Freimoser aus Konstanz warf ihre Fahne mit 6,10 Metern zum neuen Weltrekord. Bei den Herren ab 16 Jahren war es Bernd Gahr, der mit 15,10 Metern den Rekord des Tages aufstellte.

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Das Fahnenhochwerfen scheint eine Domäne der Baden-Württemberger zu sein: Zwar hatten die Landesverbände Sachsen und Hessen Teilnehmer gemeldet, sie zogen sie aber kurz vor Wettkampfbeginn wieder zurück. Andere seien der Einladung erst gar nicht gefolgt, berichtete Schlaich. Ausländische Gruppen kannten die Ausschreibung zwar, verzichteten aber ebenfalls auf eine Teilnahme. So glich die Weltmeisterschaft eher einer Landesmeisterschaft – aber auf höchstem Niveau.

Im Vorfeld gab es noch eine Auszeichnung: Die Fahnenschwingergruppe aus Rastatt und deren Fähnrich Peter Thom erhielten die Landesverbandsfahne für ihre außerordentlichen Verdienste.

Autor: Volker Münch