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16. Januar 2015

200 Wochen Protest gegen Fessenheim

Anti-AKW-Montagsaktion.

MÜLLHEIM (BZ). Das deutsch-französische Aktionsbündnis "Fessenheim stilllegen. Jetzt!", lädt ein zur mittlerweile 200. Montagsaktion gegen die atomare Bedrohung durch das Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim und andere Atomkraftwerke ein. Die Mahnwache findet am Montag, 19. Januar, um 18.30 Uhr vor der Sparkasse in Müllheim (Werderstraße) statt.

Rückblick: Am 14. März 2011 hatten sich spontan über 300 Menschen in der Werderstraße in Müllheim versammelt um ihre Betroffenheit und ihr Mitgefühl mit den Menschen in Japan zum Ausdruck zu bringen, über die ohne Vorwarnung mit dem Erdbeben, der Flutwelle und der Havarie von vier Atomreaktoren eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes hereingebrochen war, schreibt das Aktionsbündnis in seiner Ankündigung für die Jubiläums-Montagsaktion.

Schlagartig sei den Menschen im Markgräflerland und im Elsass klar geworden, welch große Gefahr von dem nur wenige Kilometer entfernte Atomkraftwerk Fessenheim ausgehe. Seit dem 14. März 2011 versammeln sich jeden Montag Menschen vor der Sparkasse in der Werderstraße in Müllheim und fordern die Stilllegung des AKW Fessenheim.

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Die 200. Mahnwache sei kein Grund für ein fröhliches Fest, sondern eine ernsthafte Sache, bei der die Trauer und das Gedenken an die Opfer radioaktiver Verseuchung im Mittelpunkt steht, schreibt der Veranstalter. Aber es gebe auch Grund zur Empörung, weil auch 200 Wochen nach der Katastrophe von Fukushima alte und marode Atomkraftwerke, wie das Atomkraftwerk in Fessenheim, aus reiner Profigier der Betreiber immer noch in Betrieb sind und die Gesundheit und die Heimat der hier lebenden Menschen bedrohen.

Deshalb bitten die Veranstalter darum, dass Teilnehmer der Mahnwache an diesem Abend möglichst dunkle Kleidung tragen (und eventuell eine Warnweste). Das Aktionsbündnis hofft, dass am kommenden Montag viele Menschen zur 200. Mahnwache kommen und durch ihre Anwesenheit ein Zeichen setzen gegen den Weiterbetrieb des AKW Fessenheim und anderer Atomkraftwerke.

Autor: bz