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06. September 2014

40 Prozent sind Diebstahlsdelikte

Armin Schuster informiert sich im Polizeirevier Müllheim.

MÜLLHEIM (BZ). Das Polizeirevier Müllheim bearbeitet Jahr für Jahr 4300 Straftaten. Das erfuhr Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, der die Sommerpause für Gespräche zum Themenkomplex Innere Sicherheit nutzt, bei einem Besuch. Ihm sei dabei wichtig, Themenfelder zu analysieren, die auf Bundesebene relevant seien, aber auch Bezüge zu seinem Wahlkreis aufwiesen, so Schuster.

Revierleiter Dieter Seywald und sein Vertreter Ernst Ranft hießen den Politiker willkommen. Seywald skizzierte die Organisation des Polizeireviers Müllheim mit den Posten in Bad Krozingen, Heitersheim, Neuenburg und Staufen. Bei den Straftaten spiele mit regelmäßig mehr als 40 Prozent die Diebstahlkriminalität eine entscheidende Rolle. Stark entwickelten sich die Wohnungseinbrüche, so Seywald. Waren es 2011 und 2012 im Revierbereich noch knapp unter 100, hatten sich die Einbrüche 2013 mit 203 mehr als verdoppelt. Im ersten Halbjahr 2014 gab es mit 169 Wohnungseinbrüchen erneut eine Steigerung. Im Juli und August gingen die Zahlen zwar deutlich zurück, wie in den Sommermonaten der vergangenen Jahre. Doch erlebe das Polizeirevier Emmendingen derzeit mit 50 Einbrüchen in weniger als zehn Tagen das Gegenteil.

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Weil es offenkundig sei, dass ein großer Teil der Täter aus Frankreich anreise und sich nach den Einbrüchen dort wieder aufhalte, hält es Armin Schuster für besonders wichtig, dass eine intensive und gut funktionierende Binnen-Grenzfahndung stattfindet. Dies sei in erster Linie eine Aufgabe der Bundespolizei, die aber durch den anhaltend hohen Zuwanderungsdruck stark gebunden sei. Für ihn sind auch gemeinsame Einsätze aller Beteiligten (Bundes- und Landespolizei, Zoll) sowie der französischen Nachbarn im grenznahen Raum unverzichtbar.

Autor: bz