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05. November 2008

Bahn lässt Reisende stehen

Zug fällt wegen Krankheit aus.

MÜLLHEIM (gb). Im wahrsten Sinn des Wortes ließ die Bahn die Reisenden und Frühpendler am Montagmorgen auf dem Bahnsteig stehen. Weil ein Schaffner plötzlich erkrankte, konnte der Zug 31044 von Basel, Abfahrt 5.19 Uhr, nach Offenburg nicht fahren. "Die Personaldecke ist dünn", sagt Heiko Focken, zuständig für die Verkehrsplanung bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg in Freiburg, die den Verkehrsbetrieb Südbaden der Bahn AG unter Vertrag hat.

Ein Bahnsprecher der DBB Stuttgart erklärt, dass bei dem eingesetzten Zug ein Zugbegleiter aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich ist. Der Mitarbeiter habe sich kurz vor Arbeitsbeginn krank gemeldet, so dass Ersatz so schnell gar nicht organisiert werden konnte. Und Reserven könnten nicht an jedem Standort bereitgehalten werden. Die Einschränkung sei für die Bahnreisenden ärgerlich gewesen, aber der nächste Zug sei bereits eine halbe Stunde später gefahren. Für den Bahnsprecher ist der Zugausfall die Ausnahme. Er erklärt: "Der Verkehrsbetrieb Südbaden ist bestrebt, die Kunden zufrieden zu stellen." Das waren diejenigen nicht, die am Montagmorgen zu spät zur Arbeit kamen oder einen Fernanschluss verpassten.

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Heiko Focken hat in diesem Fall nicht nur Verständnis für den Vertragspartner, sondern unterstreicht seine generelle Zuverlässigkeit. Ausfälle aus technischen, oder wie jetzt, aus personellen Gründen, kämen vor, aber nicht in einer solchen Häufung, dass die Partnerschaft in Frage gestellt würde. Kritisch wäre es, so Focken, wenn derselbe Zug zwei- bis dreimal pro Monat ausfallen würde.

Der Fahrgastbeirat Süd hat eine etwas andere Sicht der Dinge. Für ihn ist dieser Fall ein Beleg für die dünne Personaldecke der DB-Regio. Er fordert die Bahn auf, ihr Personalmanagement zu optimieren und die Personaldecke aufzustocken, so dass eine Personalreserve sicher gestellt sei.

Autor: gb