"Das Mindeste, was wir tun können"

Volker Münch

Von Volker Münch

Di, 27. März 2018

Müllheim

Die Sparkassenstiftung unterstützt gemeinnützige Organisationen, Vereine, Einrichtungen mit 62 500 Euro.

MÜLLHEIM. Für viele gemeinnützig tätige Organisationen, Einrichtungen und Vereine ist die jährliche Ausschüttung der Sparkassenstiftung ein Segen für die wertvolle ehrenamtliche Arbeit. In diesem Jahr schüttete die Stiftung knapp 62 500 Euro aus, von denen 40 gemeinnützige Einrichtungen im Geschäftsgebiet der Sparkasse Markgräflerland profitieren. Darunter sind auch mehrere an Einrichtungen gebundene Stiftungsgelder.

Die im Jahr 2007 gegründete Stiftung der Sparkasse Markgräflerland, sie war damals mit einem Anfangskapital von 200 000 Euro gestartet, verfügt heute über ein Gesamtkapital von 3,4 Millionen Euro. Im Laufe der Jahre sammelten sich weitere Stiftungen von Bürgern aus der Region unter dem Dach der Sparkassenstiftung. Darunter zählen 17 Stiftungsfonds mit einem Kapital von 2,7 Millionen Euro sowie drei rechtlich unselbständige Stiftungen mit einem Kapital von 440 000 Euro. Seit Gründung der "Stiftung für das Markgräflerland der Sparkasse" addierten sich die Ausschüttungen für soziale und gemeinnützige Zwecke auf einen Betrag von 333 000 Euro. Daraus werden nun 40 gemeinnützige Einrichtungen und Vereine mit 62 454 Euro bedacht, berichtete Sparkassendirektor Ulrich Feuerstein. "Das ist das Mindeste, was wir tun können, um das große Engagement Ihrer Organisationen würdigen zu können."

In den vergangenen zehn Jahren habe sich im Bereich des Stiftungswesens bundesweit viel getan. Heute seien in Stiftungen 67 Milliarden Euro angelegt. Bemerkenswert dabei sei, dass sich auch viele kleine Stiftungen gut entwickelt hätten. Allein bei den Sparkassen seien etwa 800 Stiftungen angesiedelt. Der Ausschüttungsbetrag sei überwiegend von Menschen aus der Region ermöglicht worden, die sich mit ihren persönlichen Stiftungen in die Dachorganisation der Sparkasse eingebracht hätten. Als Motiv für dieses Engagement sei bei vielen Zustiftern der Wunsch, über den eigenen Tod hinaus etwas Gutes für die Menschen in der Heimat zu tun.

Im Geschäftsbereich Müllheim erhielten 17 gemeinnützige Institutionen frei verfügbare Mittel in Höhe von 13 655 Euro. Davon profitierten der Landfrauenverein Auggen für die Einrichtung eines Begegnungsraums in dem neuen Mehrgenerationenhaus in Auggen. Unterstützung gab es auch für die Jugendarbeit des Gesangvereins Auggen, für die Einrichtung eines offenen Generationentreffs des Frauenvereins Badenweiler und für die Aus- und Weiterbildung des Notfallnachsorgedienstes des DRK Kreisverbandes. Hier profitierten vor allen Dingen Menschen, die von gut geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitern nach persönlichen Schicksalsschlägen dringend Unterstützung brauchen. Die katholische öffentliche Bücherei in Schliengen, der Förderverein der Grundschule Auggen und das Diakonische Werk Müllheim erhielten für unterschiedliche Projekte Spenden.

Weitere 33 932 Euro stammen aus zweckgebundenen Stiftungsfonds. Davon profitierten der Frauenverein Niederweiler für die Unterstützung des Kindergartens, der Markgräfler Museumsverein für die Unterhaltung des Mühlenmuseums Frick-Mühle und der Kindergarten Vögisheim wie auch die dortige Feuerwehr. Für die Jugendarbeit bei den Musikvereinen Auggen, Hügelheim und Britzingen und bei der Müllheimer Stadtmusik gab es eine Finanzspritze. Der Förderverein der städtischen Musikschule Müllheim und die Musikschule selbst, der Bürgersozialfonds, die Harmonikafreunde Müllheim und der Gesangverein Feldberg erhielten ebenfalls Spenden. Die meisten dieser Einrichtungen wollen mit dem Geld die Jugendarbeit fördern. Aus den rechtlich unselbständigen Treuhandstiftungen, die an drei Einrichtungen zweckgebunden sind, erhielt im Geschäftsbereich Müllheim das evangelische Sozialwerk einen Teilbetrag aus der Summe von knapp 15 000 Euro.