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14. September 2017

Das Semester kann kommen

Die VHS Markgräflerland hat ihr neues Programm rausgebracht.

  1. Stefanie Heuberger mit dem neuen Programm vor dem VHS-Gebäude in der Gerbergasse in Müllheim Foto: Susanne Ehmann

MÜLLHEIM. Das Programm ist verteilt, das neue Semester der Volkshochschule Markgräflerland kann kommen. Offiziell los geht’s am 25. September – aber bereits jetzt können Kurse, Vorträge und Veranstaltungen gebucht werden.

21 000 Exemplare des nagelneuen Programms der Volkshochschule (VHS) Markgräflerland wurden gedruckt und unter anderem in den Haushalten der Mitgliedsgemeinden Auggen, Bad Bellingen, Badenweiler, Buggingen, Müllheim, Sulzburg und Schliengen verteilt. Es ist das dritte Heft in neuem Layout, frischer, moderner, mit einem großen bunten Bild als Blickfang – und einheitlich. Der Deutsche Volkshochschul-Verband hat vor etwa eineinhalb Jahren ein eigenes Logo entwickelt. Eine Marke, sagt die Leiterin der VHS Markgräflerland, Stefanie Heuberger, der man sich nicht unterordnen müsse, viele hätten es aber getan, wegen des Wiedererkennungswerts. "Das neue Layout kommt unglaublich gut an, wir bekommen viele positive Rückmeldungen."

380 Kurse, Vorträge und Veranstaltungen werden in diesem Semester angeboten, das Angebot schwanke immer zwischen 350 und 380, erklärt Stefanie Heuberger. Das Programm beinhaltet außerdem Kurse der Jugendkunstschule Markgräflerland, ein eigener Fachbereich innerhalb der VHS.

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Im Bereich Allgemeinbildung gibt es Kurse zum Thema soziale Kompetenz wie etwa Rhetorik oder Stressmanagement. Außerdem zu Umwelt, Natur und Garten, einem Bereich, der sich gut entwickelt, sagt Stefanie Heuberger. "Der Imkerkurs etwa war vergangenes Semester sehr erfolgreich, und es zeichnet sich wieder ab, dass Interesse da ist." Hinzu kommt "Rat und Tat" mit Hilfestellungen in verschiedenster Form, etwa einem Motorsägengrundlehrgang, um selber Holz aufarbeiten zu können, oder einen Selbstverteidigungs-Kurs für Frauen und Mädchen zusammen mit einem Mitglied des Polizei-Sportvereins Freiburg. Seit vielen Jahren mal wieder im Programm ist ein Angebot zum Thema Philosophie, bei dem die Teilnehmer anhand geometrischer Figuren das Denken schulen und in philosophische Gefilde eintauchen können.

Im Fachbereich Kultur bietet die VHS Markgräflerland unter anderem einen Kurs zum kreativen Schreiben, "das hatten wir schon länger nicht mehr"; außerdem einen Kurs zur Malerei in großen Formaten im neu eröffneten Atelier von Diane Dill in Britzingen und, ganz neu, Salsa- und Bachata-Tanzkurse. Der Fachbereich Gesundheit werde mit seinen Angeboten wie etwa Entspannungstechniken, Naturkundliche Schmerztherapie, Babymassage oder Yoga immer differenzierter, sagt Heuberger, und wachse weiter. "Wir könnten noch mehr anbieten, aber wir haben nicht genug Räume und teilweise fehlen auch die Dozenten. Die Nachfrage ist größer als das, was wir realisieren können."

Dazu gibt es Kochkurse zu bestimmten Nahrungsmitteln wie Kräuter, Nüsse und Saaten und Pilze. Und natürlich den großen Bereich der Sprachen. Der sei immer schon gut gelaufen, sagt Heuberger, auch durch die Grenznähe. Der Anteil der Fremdsprachen, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, sei dabei auf gleichenbleibendem Niveau, neu sind Schnupperkurse zu Chinesisch, Neugriechisch und Türkisch. Fast ein Drittel seien allerdings Deutschkurse, ein Bereich, der vergangenen Jahren unglaublich gestiegen sei, so Heuberger. Auch, aber nicht ausschließlich wegen der Flüchtlinge. Und schlussendlich gibt es noch den Bereich der beruflichen Bildung, darunter etwa kombinierte Kurse zu Word und Excel oder Kurse für Senioren.

Gibt es neue Angebote, so ist entweder jemand auf die VHS zugekommen mit einem Themenvorschlag, woraufhin diese prüft, ob es ins Programm passt und ob Seriosität und Qualifikation des Anbieters stimmen; oder innerhalb des VHS-Teams entwickeln sich Ideen, und es sucht jemanden, der diese umsetzen kann. Insgesamt ist Stefanie Heuberger mit der Entwicklung der VHS Markgräflerland sehr zufrieden, die Zahlen tendieren nach oben, sagt sie. Der Landeszuschuss habe sich in den vergangenen vier, fünf Jahren fast verdreifacht, er bildet innerhalb der Gesamtfinanzierung aber immer noch den kleinsten Teil. Der größte mit fast 70 Prozent sind die Teilnehmerbeiträge, hinzu kommen noch Zuschüsse der Mitgliedsgemeinden, die außerdem noch Räume zur Verfügung stellen. Letzteres sei ein hochbrisantes Thema, sagt Heuberger, denn Räume gebe es grundsätzlich zu wenige. "Unser Angebot ist in den letzten zehn Jahren um mindestens ein Drittel gestiegen, wie haben aber räumlich die gleiche Kapazität wie vorher." Das Problem sei es, überhaupt geeignete Räume zu finden, sagt sie. Und auch das VHS-Haus in der Gerbergasse habe, nachdem es vor 25 Jahren für die VHS ausgestattet und seitdem kaum verändert wurde, "die Zeit ein wenig eingeholt". Personell sei die VHS Markgräflerland gut aufgestellt, vier Hauptamtliche arbeiten dort, davon drei in Teilzeit, dazu kommen ein Hausmeister und etwa 150 freiberufliche Dozenten mit unterschiedlichen Deputaten.

Das VHS-Programm liegt in den Ortsverwaltungen, im Rathaus Müllheim, in der Mediathek und in anderen öffentlichen Einrichtungen sowie in der Buchhandlung Beidek aus. Außerdem ist es unter http://www.vhs-markgraeflerland.de im Internet abrufbar. Anmeldung mit Anmeldekarten aus dem Programmheft, per E-Mail (info@vhs-markgraeflerland.de), Fax (07631/16499), über das Anmeldeformular auf der Internetseite der VHS Markgräflerland, telefonisch (07631/16686) oder persönlich in der Geschäftsstelle, Gerbergasse 8, in Müllheim, geöffnet montags, dienstags, donnerstags und freitags, 9 bis 12 Uhr, dienstags, 14 bis 16 Uhr, donnerstags 14 bis 18 Uhr.

Autor: Susanne Ehmann