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15. August 2014

Firma Hellma stellt Mitarbeiter frei

THW-Präsident Albrecht Broemme würdigt die Kooperationsbereitschaft des Unternehmens.

  1. Mit der Verdienstmedaille für Fluthilfe der Bundesrepublik zeichnete THW-Präsident Albrecht Broemme den Hellma-Mitarbeiter und THW-Helfer Matthias Glatter aus. Mit dabei waren Bundestagsabgeordneter Armin Schuster, THW-Ortsbeauftragter Patrick Winterhalter und Hellma-Chef Lutz Mayer (von links). Foto: Volker Münch

MÜLLHEIM (mps). Ungewöhnlichen Besuch hatte das Müllheimer Unternehmen Hellma: Der Präsident des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme, besichtigte am gestrigen Donnerstag den Globalplayer für Küvetten und optische Komponenten für moderne Analyseverfahren. Der Grund: Hier arbeiten drei THW-Helfer, die in vorbildlicher Weise regelmäßig von der Firma für ihre ehrenamtliche Arbeit freigestellt werden.

Einer davon ist Matthias Glatter, der für seinen Einsatz bei der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr in den Räumen seines Arbeitgebers mit der Verdienstmedaille für Fluthilfe vom Präsidenten ausgezeichnet wurde. Firmenchef Lutz Mayer ist stolz auf seinen Mitarbeiter, der diese von der Bundesregierung geschaffene Auszeichnung erhielt. Präsident Broemme als ranghöchster Vertreter des Technischen Hilfswerks freut sich über die Bereitschaft des Unternehmens, das sich zu den Weltmarktführern zählt, seine Mitarbeiter für Einsätze und Ausbildung freizustellen. Er dankte der Firma dafür.

Lutz Mayer stellte sein Unternehmen vor und erläuterte die Vielfalt der Branchen, für die Hellma ganz unterschiedliche Küvetten entwickelt und produziert, und die besondere Kompetenz seiner Mitarbeiter, die für einen stetigen Innovationsvorsprung sorgen vor. Diese hohe Verantwortung für Produkte schlägt sich nach den Worten Mayers auch auf die Verantwortung für die Gesellschaft nieder. Deshalb sei es für Hellma selbstverständlich, Mitarbeiter für den Hilfsdienst freizustellen. Einsätze, die bis zu einen Tag dauern, würden ohne den Anspruch auf Lohnersatz durch den Bund abgewickelt, betonte Mayer. Für Bundestagsabgeordneten Armin Schuster ist es wichtig, die Unternehmer Deutschlands, die das THW bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützen, für ihr vorbildliches soziales Engagement zu würdigen. Der THW-Präsident war deshalb nicht nur von der Produkt- und Einsatzvielfalt beeindruckt. Er berichtete, dass der Müllheimer Ortsverband einer der wenigen sei, der sich besonders beim Brückenbau mit hoher Kompetenz und mit viel Erfahrung engagiere.

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Stand in der jüngeren Vergangenheit sogar die Auflösung des Brückenbaus beim THW zur Diskussion, so habe man sich mittlerweile eines besseren belehren lassen und die diesbezügliche Ausbildung wieder intensiviert. Erst kürzlich sei beim Bundesausbildungszentrum in Hoya in Zusammenarbeit mit dem Bund eine Brücke gebaut worden, die sogar Güterzüge tragen könne. Was bisher ausschließlich aus Stahl konstruiert ist, wird übrigens seit neuestem durch den modernen Baustoff Glasfaser ergänzt. Die erste Brücke aus Glasfaserteilen, die jeweils maximal 45 Kilometer schwer sind, wurde zusammengebaut. Tragfähigkeit laut Broemme: bis zu acht Tonnen bei einer Spannweite von ungefähr 50 Metern.

Autor: mps