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21. März 2017

Grundlegende, aufwändige Sanierung

Bauarbeiten an der Breslauer Straße und der Königsberger Straße in Müllheim offiziell abgeschlossen / Gelungene Kooperation.

  1. Mit dem Durchschneiden des Bandes die Straße freigegeben (von links): Bauleiter Helmut Fotteler, Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich, Bauingenieur Adolf Himmelsbach und Michael Sattler von den Stadtwerken, flankiert von zwei jungen Anwohnern. Foto: Volker Münch

MÜLLHEIM. Nach rund einem Jahr Bauzeit erstrahlen die Breslauer Straße und die Königsberger Straße in neuem Glanz. Besonders die Erneuerung "unter der Haut", also der Straßenoberfläche, sorgte für einen großen Aufwand. Am Ende haben bei dem Gemeinschaftsprojekt die Stadt Müllheim und die Stadtwerke Müllheim-Staufen rund 1,2 Millionen Euro investiert.

In dem südöstlich gelegenen Wohnquartier der Müllheimer Innenstadt hat sich einiges getan: Vor mehr als drei Jahren wurde die Brunnmattstraße generalsaniert. Jetzt folgten die Breslauer Straße und die Königsberger Straße. Dort war nicht nur der sichtbare Straßenbelag in die Jahre gekommen, sondern auch die Technik im Untergrund der beiden Straßen war marode. Schließlich stammten die Leitungen und Kanäle für Trinkwasser, Löschwasser und Abwasser aus dem Jahr 1956 – die Funktionsfähigkeit war nicht mehr gewährleistet.

Die besondere Straßenführung erforderte Bauarbeiten in einzelnen Bauabschnitten, um die unvermeidlichen Einschränkungen und Zugangsbehinderungen für die Anwohner weitgehend zu minimieren. "Ganz ohne ging es leider nicht. Deshalb danken wir den Anwohnern für die Geduld und für so manches offene Wort und den einen oder anderen Hinweis", betonte Bürgermeistern Astrid Siemes-Knoblich bei der offiziellen Einweihung der sanierten Straßen.

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Die Gesamtkosten beinhalten den Straßen- und Kanalbau, die Erneuerung der Straßenbeleuchtung, die Verlegung der Leerrohre für den späteren Breitbandausbau. Dafür nahm die Stadt einen Geldbetrag von rund 791000 Euro in die Hand. Die Stadtwerke erneuerten die Abwasserleitungen, die Trinkwasserleitungen, die Hausanschlüsse und sie übernahmen die Erdarbeiten für eine neue Gasleitung, die wiederum von der Badenova installiert wurde. Dafür wandten die Stadtwerke einen Betrag von knapp 218 000 Euro auf.

"Die Investition ist auch ein Beitrag in Ihre Lebensqualität", stellte die Bürgermeisterin an die Adresse der Anwohner fest. Deutlich verbessert und auf einen aktuellen Stand gebracht wurde mit der neuen Trinkwasserleitung auch die Löschwasserversorgung. So haben die Stadtwerke die Dimension der Leitungen von 80 auf 100 Millimeter Durchmesser erhöht. "Die Wasserleitungen waren nicht nur zu gering dimensioniert, sondern über die Jahrzehnte hinweg im Innern verkrustet", berichtete der planende Ingenieur Adolf Himmelsbach. Er verwies auch auf den Einbau der Leerrohre für die Breitbandversorgung mit Glasfaserkabeln, die mit Ausnahme von vier Anwesen bereits bis in die Häuser gelegt wurden.

Im Zuge der Arbeiten bis in die Häuser, das ergänzte der technische Leiter der Stadtwerke Müllheim-Staufen, Michael Sattler, seien auch die Hausanschlüsse neu geordnet worden. "Die neuen Kanäle und Leitungen sind gut angelegtes Geld", stellte Siemes-Knoblich fest. Ein positives Echo gab es von den anwesenden Anwohnern, die das ausführende Bauunternehmen Christian Pontiggia für die umsichtige Arbeitsweise lobten. Tatsächlich gab es immer wieder an verschiedenen Stellen Überraschungen, die schnell und in der Regel konfliktfrei mit den betreffenden Anwohnern geklärt werden konnten, sagte Bauleiter Helmut Fotteler.

Bis auf ein paar wenige Meter wurden auch die Bordsteinkanten neu gesetzt. Durch die Sanierung der Hausanschlüsse und den Straßenuntergrund kam es auch zu Beeinträchtigungen an den Grundstücksrändern. Das führte dazu, dass an vielen Stellen die Grundstückseinfassungen durch Hecken beseitigt werden mussten. Der Bestand wurde zuvor aufgenommen und durch neue Ersatzpflanzen wieder ergänzt. Manche Anrainer wollten lieber einen finanziellen Ausgleich und kümmerten sich selbst um eine Neubepflanzung. "Es war ein Gemeinschaftsprojekt von Anwohnern, Stadt, Ingenieurbüros, Firmen und Stadtwerke", sagte Michael Sattler und unterstrich die gelungene Kooperation aller Partner.

Zurzeit läuft eine ähnliche Sanierung in der benachbarten Straße "Im Enzengarten". Auch dort werden Leitungen ausgetauscht und der Straßenraum für die Zukunft fit gemacht.

Autor: Volker Münch