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06. Februar 2012
In Luft eingepackt
Um den Lärm zu dämmen.
MÜLLHEIM-HÜGELHEIM (gb). Die Erdgasverdichtungsstation in Hügelheim wurde am Freitag in eine dicke Luftmatratze gepackt. Nicht etwa um sie warmzuhalten, vielmehr um die von der Anlage ausgehenden Geräuschimmissionen zu reduzieren. Mit dieser Sofortmaßnahme reagiert die Trans-Europa-Naturgas-Pipeline KG (Tenp) auf Lärmbeschwerden aus der Umgebung. Die erhoffte Wirkung soll eingetreten sein.
Jetzt umschließt eine mobile Schallschutzwand die Station. Sie ist siebenteilig und jedes Element 4,40 Meter lang, 3,50 Meter hoch und 30 Kilogramm schwer. Die Wand besteht aus Kunststoff, ist aufblasbar und wird mit Betongewichten beschwert. Sie stelle das Modernste dar, was hinsichtlich der Erfordernisse auf dem Markt zu erhalten sei, sagte Mirco Hillmann, Pressesprecher der Betreibergesellschaft Open Grid Europe. Was aber noch wichtiger ist: Sie reduziere die Lärmimmissionen deutlich, die nun wieder unter dem gesetzlichen Wert lägen. Dieser Wert beträgt 45 Dezibel.
Die Lärmschutzwand ist eine Übergangslösung, bis das Regierungspräsidium Freiburg entschieden hat, welche dauerhaften Maßnahmen zur Lärmminderung getroffen werden sollen. Das könne unter Umständen ein Haus um die Anlage herum sein. Der Behörde liegt das Lärmgutachten vor, das die Schallimmissionen bei extremen Wetterlagen beurteilt. Laut Hillmann wurden vergangene Woche neue Messungen vorgenommen, die eine leichte Überschreitung des gesetzlichen Grenzwertes ergeben hätten. Diese Überschreitung sei aber nicht durchgängig, sondern nur ein punktueller Ton gewesen, dem man nun auf den Grund gehen müsse. Die Erscheinung scheine mit der Witterung zusammenzuhängen. Die Anlage ist 2009 genehmigt worden. Sie unterliegt dem Bundesimmissionsschutzgesetz. Ein Gutachten noch vom März 2011 hatte keine Überschreitungen ergeben. Anwohner aber beschweren sich seit einigen Monaten über den Lärm der Anlage. Das Problem war auch Thema im Ortschaftsrat, der das Lärmgutachten gefordert hatte.
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Autor: gb
