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05. Dezember 2011
Jetzt kann ein neuer Pfarrer kommen
Martinskirche in Niederweiler erstrahlt nach Renovierung in neuem Glanz / Feierliche Zeremonie zum Wiedereinzug der Gemeinde.
MÜLLHEIM-NIEDERWEILER. Pünktlich vor Weihnachten ist die evangelische Kirchengemeinde Niederweiler, nach über einem Jahr Gastfreundschaft in Badenweiler, wieder in ihre frisch renovierte Martinskirche eingezogen. Prälatin Dagmar Zobel und Dekan Hans-Joachim Zobel hielten den Festgottesdienst gemeinsam in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche.
In einer feierlichen Zeremonie während des Gottesdienstes wurde der Gemeinde der Kirchenschlüssel übergeben und der neu gestaltete Altar von Mitgliedern des Kirchengemeinderats mit den dazugehörenden Gegenständen ausgestattet. Das waren Altardecke, Kreuz, Blumen, Adventskranz, Bibel, Leuchter und die Abendmahlgeräte. Diese waren während der Renovierung vorübergehend in der Pauluskirche Badenweiler aufbewahrt worden. Dekan Zobel übergab schließlich alles ganz offiziell wieder seiner Bestimmung.Von dem freudigen "Es ist so weit" der Kirchengemeinde schlug Prälatin Zobel in ihrer Predigt den Bogen hin zur erwartungsvollen Freude in der Adventszeit.
In einer kurzen Ansprache ließ Architekt Norbert Glockner die Umbauarbeiten von der Planung bis zum "Amen" auf dem Schlussstein Revue passieren. Martin Schneider, der als Niederweiler Kirchengemeinderat die Arbeiten koordiniert und begleitet hatte, berichtete, dass erst am Samstag der letzte Pinselstrich erfolgt, der Altar an seinen Platz gebracht und die Orgel gestimmt worden sei.
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Dass die Renovierung der denkmalgeschützten Kirche so erfolgreich und in einem überschaubaren Kostenrahmen geleistet werden konnte, ist, so wurden alle Festredner nicht müde zu betonen, in erster Linie dem tatkräftigen Engagement vieler helfender Hände zu verdanken. Auch viele Handwerker hatten unentgeltlich Hand angelegt. Unzählige freiwillige Arbeitsstunden wurden geleistet, um die Kirche zu dämmen, energie- und heiztechnisch auf den neuesten Stand zu bringen, sie mit einem neuen Dach und einem neuen Fußboden zu versehen. Das gesamte Kircheninnere wurde generalüberholt. 60 Prozent der gesamten Baukosten von insgesamt 166 000 Euro wurden aus der Kasse der eigenen Gemeinde sowie aus Spenden finanziert, 40 Prozent kamen von der evangelischen Landeskirche.
Dank an alle Helfer, die beteiligten ortsansässigen Firmen und ganz besonders an den Gesangsverein Niederweiler kam vom Ortsvorsteher Michael Fischer. Der Gesangsverein hatte, quasi als Pate, der Kirche den Erlös zahlreicher Konzerte für die Finanzierung der Renovierungsarbeiten eingebracht. Von der Stadt Müllheim überbrachte Fischer dem Kirchengemeinderatsvorsitzenden Hans-Dieter Grether einen Scheck, mit dem Stühle für die Kirche angeschafft werden sollen. "Hoffentlich ist unser Kirchlein immer so voll", wünschte sich Fischer und ergänzte noch eine weitere Hoffnung, nämlich dass die Pfarrstelle in Badenweiler bald wieder besetzt werde. Dekan Zobel schloss den Reigen der Gratulanten mit einem besonderen Dank an Udo Katzschke, den immer rührigen Hausmeister der Martinskirche, und Koordinator Martin Schneider. "Ihr Leben ändert sich jetzt, sie sind nicht mehr so oft in der Kirche", schloss er launig.
Mit einem strahlenden "Nun danket alle Gott" ging der Gottesdienst, der dem Anlass entsprechend vom Bläserkreis Badenweiler und der Organistin Beata Veres-Nonnenmacher festlich und mit Temperament untermalt wurde, zu Ende.
Autor: Beatrice Ehrlich


