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11. März 2016

Leserbriefe

  1. Die Rheintalbahn bleibt weiter in der Diskussion. Foto: Dpa

RHEINTALBAHN
Enttäuscht vom Desinteresse in Müllheim
Zu den Diskussionen um die Rheintalbahn, hier auch in Zusammenhang mit dem Protest vor dem Stuttgarter Landtag und dem Besuch von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Staufen, erreichten uns noch folgende Leserzuschriften.

Wir waren, wie Sie richtig geschrieben haben, 230 Bürger, die sich gegen die Planung der Bahn wehren wollen und für eine bessere Lösung in unserem Abschnitt kämpfen. Was jedoch nicht zum Ausdruck kam, war, dass etwa ganze 30 Personen aus dem Mittelzentrum Müllheim waren, was sehr bedauerlich ist. Bei dem Verteilen von Flyer und Informationsblättern zur Planung sowie der Unterschriften Sammlung am Bahnhof waren die Bürger Müllheims desinteressiert, daher muss ich davon ausgehen, dass sie mit neun Meter hohen Schallschutzwänden und der Durchfahrt des ICE mit 240 Stundenkilometer, um acht Minuten Zeit zu sparen, einverstanden sind. Auch unser Bahnhof wird abgerissen und zu einem Haltepunkt, durch den der ICE dann braust. Ich kämpfe als Hügelheimer Bürgerin für eine bessere Lösung, die Herr Kaiser von der MUT und seine Mitstreiter erarbeitet haben zum Schutz von Mensch und Natur, des Kleinklimas und vor allem zum Erhalt meiner wunderschönen Heimat, dem Markgräflerland, und bin von den Bürgern in Müllheim und auch Oberweiler und Badenweiler sehr enttäuscht, denn sie leben vom Tourismus – dem kann diese Planung der Bahn auch nicht zuträglich sein. Wenn dieses Bauwerk steht, ist es für die nächsten 100 Jahre so; dies sollten die Mitbürger unserer Region einmal bedenken.

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Liane Reister, HügelheimEin falsches "Basta!"
Sie berichten, dass beim Bürgerdialog des wahlkämpfenden Ministerpräsidenten auch die höchst umstrittene Bahnplanung im Abschnitt Hügelheim-Auggen gestreift wurde: "Das Bauen von Schienen ist Aufgabe des Bundes und der Bahn. Der Landeshaushalt ist dafür nicht gemacht." Im anschließenden direkten Gespräch mit Vertretern des Bürgerbündnisses Bahn Markgräflerland bekräftigte er diese Behauptung mit einem schroffen "Basta!" Falsch ist sie trotzdem: Das Land beteiligt sich mit namhaften Beträgen an der Finanzierung sowohl der Südbahn Ulm-Friedrichshafen-Lindau als auch des S-Bahn-Netzes im Großraum Stuttgart als auch der Hochrheinbahn, darunter ein ganz neuer Bahnhof in Merklingen auf der Alb, stets mit der richtigen Begründung, dies diene einem zukunftsfähigen Schienenpersonennahverkehr. Warum also nicht auch für den Knoten im Bahnhof Müllheim?
Wolfgang Heinz, Bad Krozingen

Autor: Liane Reister, Hügelheim