Zwei Banken fast im Gleichschritt

Martin Pfefferle

Von Martin Pfefferle

Sa, 03. Februar 2018

Müllheim

Die Volksbanken Breisgau-Süd und Müllheim sind mit den Jahresbilanzen vor der anvisierten Fusion zufrieden.

ESCHBACH/MÜLLHEIM. Neben den Fusionsplänen (die BZ berichtete am 1. Februar) ging es bei dem Pressetermin der Volksbanken Breisgau-Süd und Müllheim auch um die jeweiligen Zahlen der Banken aus dem vergangenen Jahr. Im gemeinsam verfassten Fazit stellen die beiden Häuser ihre Beratungsleistungen in den Filialen ins Zentrum der Kundenbetreuung. Viele Schulungstage würden zeigen, wie wichtig den Volksbanken die permanente Weiterbildung sei.

Bei der Volksbank Breisgau-Süd lag die Bilanzsumme im vergangenen Jahr bei 1,1 Milliarden Euro, die Gesamteinlagen betrugen 790 Millionen Euro, die Gesamtkundenkredite 667 Millionen Euro, das betreute Kundenvolumen beläuft sich auf 1,9 Milliarden Euro, der Zinsüberschuss liegt bei 21,1 Millionen Euro, der Provisionsüberschuss liegt bei 7,5 Millionen Euro und der Mitgliederbestand beträgt 23 493. Die letzte Kennziffer ist die einzige, die – wenngleich marginal – gegenüber dem Vorjahr nach unten weist. Prozentual den größten Zuwachs erzielte die Volksbank Breisgau-Süd bei den Gesamtkundenkrediten mit einem Plus von 6,2 Prozent. Der Jahresüberschuss liegt bei 2,9 Millionen Euro – etwa ein Prozent über dem des Vorjahres. Das Eigenkapital liegt bei 111 Millionen Euro.

Mit einem Steueraufwand von 2,7 Millionen Euro profitieren die Kommunen im Geschäftsgebiet durch Gewerbe-, Lohn- und Einkommenssteuer. Derzeit beschäftigt die Volksbank Breisgau-Süd 198 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das sind 13 weniger als im Vorjahr, ausgelöst durch natürliche Fluktuation.

Bei der Volksbank Müllheim liegt die Bilanzsumme bei 693 Millionen Euro, die Gesamteinlagen betragen 531 Millionen Euro, die Gesamtkundenkredite liegen bein 456 Millionen Euro. Das betreute Kundenvolumen beträgt 1,2 Milliarden Euro, der Zinsüberschuss ist um knapp drei Prozent von 134,4 auf 13 Millionen Euro zurückgegangen. Dagegen stieg der Provisionsüberschuss um fast fünf Prozent auf 4,6 Millionen Euro. "Hier haben wir aufgeholt", sagte Karin Ortlieb. Dabei wurde die Zusammenarbeit mit Easy Credit intensiviert. Der Mitgliederbestand stieg leicht auf 15 654. Der Jahresüberschuss liegt mit 2,7 Millionen Euro "auf auskömmlichem Niveau", wie es bei der Vorstellung der Zahl im Verwaltungsgebäude der Volksbank Breisgau-Süd hieß. Das Eigenkapital beträgt 70 Millionen Euro. Vom Steueraufwand von 2,6 Millionen Euro profitieren die Kommunen im Geschäftsgebiet durch Gewerbe-, Lohn- und Einkommenssteuer – im Vergleich zur VB Breisgau-Süd relativ viel. Derzeit beschäftigt die Volksbank Müllheim 101 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – 11 weniger als im Vorjahr, auch hier hat dies natürliche Fluktuation als Ursache. Während bei der Volksbank Breisgau-Süd 11 junge Menschen eine Ausbildung zum Finanzassistenten oder ein duales Studium absolvieren, sind es bei der Volksbank Müllheim sieben, die eine Ausbildung zum Bankkaufmann beziehungsweise zum Finanzassistenten absolvieren.

Auch, was diese Kennwerte betrifft, passen die beiden Banken also zusammen. Diese Botschaft hatten die derzeitigen Chefs Jörg Dehler und Norbert Lange, die sich – so die Vertreterversammlungen wollen – in einem gemeinsamen vierköpfigen Vorstand wiederfinden werden.