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26. Juni 2012

Kommentar

Freiburg und die Kriminalität - eine dramatische Situation

Freiburg ist kriminellste Stadt im Land. Diesen unerwünschten Spitzenplatz hält die Stadt seit Jahren. Eindeutige Erklärungen, warum dies so ist, gibt es nicht. Freiburg hat nun im vergangenen Jahr noch einmal deutlich zugelegt, bei fast allen Straftatbeständen quer durchs Strafgesetzbuch. Für die hohe Zahl der Gewaltdelikte in der Altstadt herrschte vorher schon Alarmstufe rot. Jetzt ist die Zahl der Fälle noch einmal um 30 Prozent gestiegen. Wie lautet die Steigerung von Alarmstufe rot? Diese Frage muss man stellen, wenn man auf die personelle Besetzung der Polizei schaut: Freiburg hat zwar ganz eindeutig am meisten Straftaten, aber dafür eindeutig weniger Polizei als Mannheim, Heidelberg oder Stuttgart. Die Sicherheit in der Stadt und damit die Bürger leiden unter dem fehlenden Personal. Es leiden vor allem aber auch die Polizisten selbst, weil sie unter dem andauernden Druck der Überlastung arbeiten müssen. Das drückt auf die Motivation und macht krank. Und alle Hoffnungen, dass sich diese lange bestehende personelle Schieflage durch die Polizeireform mehr als nur leicht verändert, sind gering. Die Lage bleibt damit also dramatisch. Die Politik ist gefordert, die Zahlen der Kriminalitätsstatistik liefern genug Argumente. Aber auch der Gemeinderat wird neu an das Thema herangehen müssen. Was bisher in die Prävention investiert wurde, reicht bei weitem nicht aus.

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Autor: Joachim Röderer


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