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29. Juli 2008

Gabel schlägt Gourmetzange:

MÜNSTERECK: Technologie am Würstchengrill

An dieser Stelle soll endlich Gelegenheit sein, auf die technologische Weiterentwicklung der Menschheit in einem ganz bestimmten Segment hinzuweisen: auf die Fortentwicklung der Grillzange. Fortschrittliche Naturen verwenden an diesen schönen Sommerabenden eine eigens entwickelte "Gourmetzange" mit raffiniertem Verschlusssystem: Hält man die Zange nach oben und drückt sie zusammen, rastet ein Mechanismus ein und die Zange ist zu. Und zwar so fest, dass man damit auch einen Nagel aus der Wand gekriegt hätte. Um die Spitzen wieder auseinander- und ein Würstchen reinzukriegen, muss man die Zangenspitze aber nach unten halten und die Griffe erstmal zusammenpressen. Dann ist die Zange seltsamerweise wieder offen, so lange, bis man die Spitzen wieder nach oben dreht. Narrensichere Sache, eigentlich. Was man allerdings unterlassen sollte, ist die Weitergabe der Zange an Unkundige. So kam es, dass bei einem lauschigen Geburtstagsgrillen im Rieselfeld jede Menge staunender Gäste gesichtet wurden, die das geheimnisvolle Instrument mal rauf, mal runter hielten und sich wunderten, wie das Ding jetzt eigentlich wieder aufgeht. Rauf, runter, auf, zu. Derweil stand der Gastgeber vor der glimmenden Holzkohle und rief nach einer Gabel. Neue Technologie hin oder her, eine alte Erkenntnis währt ewig: Die Würstchen kommen zum Schluss immer weg.

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Autor: Simone Lutz