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19. Juli 2011

Abenteuer-Sportler trotzen der Nässe

Trotz Dauerregen: Fast 100 Teilnehmer aus sieben Nationen messen beim "Adventure Race Schwarzwald" ihre Kräfte.

  1. Teamwork war beim Adventure Race gefragt – auch bei dieser ganz schön hohen Strohballenhürde. Foto: Manfred lange

MÜNSTERTAL. Das Multisportereignis "Adventure Race Schwarzwald", das am Wochenende zum dritten Mal in Münstertal stattfand, hat seine Anziehungskraft nicht verloren. Mit knapp 100 Aktiven aus dem Münstertal, der nahen Raumschaft und dem Ausland (Frankreich, Schweiz, Italien, Schweden, Ecuador und erneut auch aus den USA) war das Teilnehmerfeld sehr international.

Die Initiatoren Bernd Achtnich und Dominik Zunftmeister von der Evorhei-group hatten mit ihrem Organisationsteam ein Programm entwickelt, das hinsichtlich Können und Ausdauer, Kooperation und Teamgeist im Zweier- oder im Viererteam eine reizvolle Herausforderung darstellte. Das schwedische Profiteam Thule Adventure (momentan unter den Top 3 der Weltrangliste) wollte unbedingt beim internationalsten Adventure Race Europas mitmachen und schickte seinen Teamkapitän Martin Flinta und seinen Navigator Per Vestling an den Start der Master Class, wobei das Duo erwartungsgemäß den ersten Platz belegte.

Bei dem Multisportereignis wurden die Disziplinen Trailrunning und Mountainbiking ergänzt durch eine dritte Disziplin – nämlich durch acht Abenteuer-Elemente. Dazu gehörten Orientierungsaufgaben ebenso wie die Bewältigung eines Rad- oder Hindernisparcours, das Krabbeln über eine fünf mal zwanzig Meter messende Holzdüne, das gemeinsame Gehen mittels Team-Ski sowie das Abseilen von einer 18 Meter hohen Felswand.

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Sehr gut bewährt hat sich die Differenzierung der sportlichen Anforderungen in verschiedene Schwierigkeitsklassen, womit auch die Absicht verbunden war, die Extremsportart "Adventure Race" in Richtung Breitensport zu öffnen. In der anspruchsvollsten Leistungsklasse, der Master Class, gingen zwar nur einige Teams an den Start, doch diese mussten 45 Kilometer mit dem Bike zurücklegen und nach ihrer Rückkehr noch 20 Kilometer talauswärts laufen. In der etwas weniger strengen Challenge Class (25 Kilometer Mountainbiking, zehn Kilometer Trailrunning, acht Adventure-Elemente) wagten sich die meisten der Athleten auf die Strecke. Den ersten Platz belegte das einheimische Evorhei-Team mit Mirco Wiesler und Marco Geiger, auf Rang zwei platzierte sich das Sulzburger Bergwachtteam Joscha Putzger und Annika Stoll dicht gefolgt vom Duo der Bergwacht Münstertal mit Lukas Mangold und Manuel Schuble. In der Freshmen Class für Einsteiger machte sich schließlich die kleinste Gruppe auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke, um die eigenen Kräfte in Kondition und Teamfähigkeiten sowie in drei Adventure-Elementen zu messen.

Zwar hatten sich am Sonntagmorgen bei Start und Ziel auf dem Wiesengelände am Bahnübergang Breitmatte angesichts der wenig einladenden nasskalten Wetterlage nur wenige Zaungäste eingefunden, doch ein gut vorbereiteter Adventure-Aktiver ist stets auf alle Eventualitäten eingerichtet. Das gut eingespielte Evorhei-Team erwies sich als versierter Startgeber für die drei Leistungsklassen, die in geringem Zeitabstand auf die Strecke geschickt wurden. Die im Laufe des Mittags bei Start und Ziel eintreffenden Biker erwartete hier drei Geschicklichkeitsprüfungen, bei denen Fahr- und Zeitfehler vermieden werden sollten, bevor sie sich nach dem Kleiderwechsel auf die 10- oder 20-km-Laufstrecke aufmachten.

Bei ihrer Rückkehr am Nachmittag erwartete sie eine total aufgeweichte "Breitmatte", wo nochmals drei Adventure-Elemente über vier Meter hohe Hindernisse oder knapp über dem Boden gespannte Seile zu überwinden beziehungsweise zu unterkriechen waren. Der allerletzte Rest an trockenem Bekleidungsstoff war spätestens jetzt klitschenass – doch das Ziel war erreicht. Zu früher Sonntagabendstunde fand im (trockenen) Omnibushof der Firma Sutter die mit Spannung erwartete Siegerehrung und Sachpreisverlosung (im Gesamtwert von 3500 Euro) statt. Verlierer gab es keine – denn bei der Extremsportart Adventure Race ist der Weg das Ziel. Die Athleten wollen alle im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn es über das anspruchsvolle Höhenprofil des Südschwarzwaldes geht.

Infos im Internet unter http://www.adventure-race.org

Autor: Manfred Lange