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23. Juli 2010
Erleuchtung auf dem "Köpfle"
Drei Münstertäler Handwerksbetriebe ergreifen Eigeninitiative und statten das Gipfelkreuz mit LED-Beleuchtung aus.
MÜNSTERTAL. Am Eröffnungsabend des Laurentiusfests am heutigen Freitag wird gegen 22 Uhr erstmals das Gipfelkreuz auf dem "Köpfle" in der Dunkelheit erstrahlen – dank 600 Leuchtdioden. Möglich gemacht haben dies drei einheimische Handwerksbetriebe, die einige tausend Euro an Sachkosten und allerhand unbezahlte Arbeitsstunden investiert haben.
Eine kleine Gruppe einheimischer Handwerker – angeführt vom Elektro-Fachbetrieb Joos – ergriff mit praktischer Unterstützung durch den Bauunternehmer Hanspeter Glatter und durch Malermeister Albin Riesterer die Initiative zur Beleuchtung des Gipfelkreuzes. Und das unter Einsatz der allerneuesten und sparsamsten Lichttechnik, die es heute gibt – der LED-Leuchtdioden (Light Emitting Diode). Auf insgesamt zehn Meter Balken wurden in den vergangenen Tagen rund 600 Dioden mit einer Gesamtleistung von 100 Watt installiert.Da diese zwar auch Strom, wenn auch sehr wenig, benötigen, war zu allererst die Stromzuführung zu klären. Diese soll – im Einvernehmen mit der Gemeindeverwaltung, die in diesem Bereich eine Jungviehweide unterhält – über ein erdverlegtes Kabel von der Viehhütte auf etwa 550 Metern Höhe bis zum Gipfelkreuz erfolgen. Hierzu müsste auf dem Hanggelände ein rund 350 Meter langer Erdgraben aufgebaggert werden, um in etwa 40 Zentimetern Tiefe ein Elektro- und ein Blitzschutzkabel zu verlegen.
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Für die bau- und elektrotechnische Seite investierten bisher die Mitarbeiter der drei Handwerksbetriebe etliche unbezahlte Stunden ihrer Frei- beziehungsweise Dienstzeit. Um die 600 Leuchtdioden auf zwei mal zwei Meter Länge am Querbalken und auf insgesamt sechs Metern am senkrechten Kreuzstamm bis auf die zehn Meter hohe Spitze gefahrlos anzubringen, hatte der Malerbetrieb Albin Riesterer seine Hubarbeitsbühne mit Auslegerkorb bis zum Standort des Gipfelkreuzes gefahren und dort sicher fixiert. Elektromeister Ernst und Christian Joos beziffern den bisher investierten reinen Materialwert des Projekts auf rund 3500 Euro, weshalb die Initiatoren hoffen, noch einige Sponsoren für diese Idee zu gewinnen. Das warmweiße Licht des Gipfel-Kreuzes wird weit bis ins obere Münstertal hinein zu sehen sein.
Seit vielen Jahrzehnten – so erzählen die ältesten Bürger im Tal – stand auf dem Hausberg des unteren Münstertals, dem "Köpfle", ein Gipfelkreuz, das im Laufe der Zeit mehrfach erneuert werden musste. Das aktuelle Gipfelkreuz wurde am Karsamstag des Jahres 2004 aufgestellt – diesmal aus dem Holz einer hundertjährigen Lärche aus dem Gewann Wildsbach. Der senkrechte Kreuzstamm hat eine Länge von zehn Metern, der Querbalken misst fünf Meter. Dieser erhielt eine Kupferblechverkleidung, um den Witterungseinflüssen in 600 Metern Höhe besser standhalten zu können. Ein Edelstahlring über der Kreuzbalkenmitte sorgt außerdem für zusätzliche Stabilität.
Der Gemeinderat Münstertal, der sich in der Montagabendsitzung nichtöffentlich mit der Thematik befasste, will während des Laurentiusfests zunächst die Wirkung des strahlenden Gipfelkreuzes abwarten, bevor eine weitere Entscheidung bezüglich Stromkabelverlegung oder stationärer Batterieversorgung vor Ort erfolgen wird. Die Anlage setzt sich – gekoppelt an die Außenlichtverhältnisse – bei Dämmerung automatisch in Betrieb.
Autor: Manfred Lange
