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21. März 2017

Leserbriefe

WINDKRAFT IN MÜNSTERTAL
Mehr Sachkompetenz bei Entscheidungsträgern
Zur Infoveranstaltung der Windkraftgegner in Münstertal (BZ vom 20. März "Windkraft ist kein Selbstläufer mehr") erreichte uns folgende Zuschrift:

"Wenn da so ein Auerhuhn kräht, ist das doch kein Argument gegen Windräder", meinte Carolin Pfefferle, Freie Wähler-Gemeinderätin aus Münstertal und frisch gebackene "Fachfrau" für Artenschutz an diesem Abend. Obwohl die gelernte Industriekauffrau durch demonstratives Zuspätkommen ausgerechnet den Vortrag des studierten Landschaftsplaners Ulrich Bielefeld verpasste, "überzeugte" sie später mit einer sehr eigenwilligen, fragwürdigen und grob subjektiven Bewertung der Landschaft rund um das Münstertal: Ihre drei Kinder würden nach Bau der Windräder das bisherige Landschaftsbild nicht vermissen. Ach ja, dann meinte Sie noch erstaunlich unverblümt, dass die Dauer der Diskussion um die Windkraft Ihr auf die Nerven gehe. Das ist es, was die grün-roten Erfinder des Windenergieerlasses beabsichtigten, als Sie die Entscheidungen den Kommunen übertrugen: Ehrenamtliche Gemeinderäte mal mit, mal ohne Kompetenz durch komplexe Materie wie die Windkraftplanung in der Regel zu überfordern und unter Zugzwang zu setzen. Dass dabei fast immer unsinnige Entscheidungen zugunsten der Windradindustrie herauskommen, ist Bestandteil des großen Plans zur flächendeckenden Verspargelung Deutschlands beziehungsweise zur Erlangung von Milliardenprofiten. Die Entscheidung der Freien Wähler-Fraktion, Frau Pfefferle unter anderem für den Schwerpunkt Tourismus zu benennen, sollte dringend revidiert werden, denn viele, viele Touristen mögen partout keine Windräder im weltberühmten "Black Forest" sehen.
Hermann Kurz, Gutach

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Autor: Hermann Kurz, Gutach