Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

13. Oktober 2017

Leserbriefe

WINDKRAFT IN MÜNSTERTAL

Ein unsinniges Junktim und pure Demagogie
Zur Diskussion um Windkraftanlagen in Münstertal erreichte uns eine weitere Zuschrift:

Da meint der Ex-Abgeordnete der FDP und Geschäftsführer der Bürgerenergie Münstertal GmbH Dr. M. Vohrer bei der Inforveranstaltung der Gemeinde Münstertal er "würde es nicht gerne sehen, wenn bald mit der Kurkarte Jodtabletten verteilt werden". Damit liegt er wohl ziemlich daneben. Jodtabletten (die leider nur bezüglich Schilddrüsenkrebs und nicht gegen andere Radionuclide nützlich sind) haben wir schon lange im Haushalt gelagert. Sollte Vohrer aber meinen, dass die EDF den Schrottreaktor Fessenheim – eine tickende Zeitbombe – abschalten würde, wenn in Münstertal und Umgebung mehrere Windkraftanlagen (wahrliche Industriemonster von voraussichtlich über 200 Meter Höhe und die Landschaft dominierend) gebaut würden, so ist dieses suggerierte, unsinnige Junktim "entweder Fessenheim oder Windmühlen in Münstertal" pure Demagogie und Irreführung, die nichts mit der Realität zu tun haben. Die EDF wird versuchen noch den letzten Profit aus dem Auslaufmodell Fessenheim herauszuholen. Der vehemente Einsatz von Vohrer und Co. für die gigantesken WKA offenbart aber, dass man bereit ist Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, da ja nur einzelne beziehungsweise nicht so viele Bürger betroffen sind. Purer Kapitalismus mit einem Ökologie-Mäntelchen. Naturschutz, Landschaftsschutz, Menschenschutz sind von untergeordneter Bedeutung; Achtsamkeit und Sensibilität, sowie der Blick für die zugegeben sehr komplexen Zusammenhänge, fehlen völlig. Man weiß doch zu genau, welch' enorme Kapazitäten bezüglich Energiesparen und Energieeffizienz noch ungenutzt sind. Dieter Kohlhepp, Münstertal

Werbung

Autor: Dieter Kohlhepp, Münstertal