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02. Februar 2012
Nahwärmenetz soll weiter ausgebaut werden
Münstertäler Rat genehmigt die Erfolgs- und Vermögenspläne.
MÜNSTERTAL. Die bislang selbständigen Eigenbetriebe Wasserversorgung und Nahwärmeversorgung hat die Gemeinde Münstertal seit 1. Januar 2010 zum Eigenbetrieb "Versorgungsbetriebe Münstertal" zusammengefasst. Die Erfolgs- und Vermögenspläne wurden dem Gemeinderat von Rechnungsamtsleiterin Bianca Burgert vorgelegt und von diesem einhellig genehmigt.
Im Wasserwerk-Erfolgsplan stehen die von der Bevölkerung benötigten und zu bezahlenden Wassermengen (jährlich rund 200 000 Kubikmeter), welche das Trinkwasserversorgungsnetz der Gemeinde finanziell absichern müssen. Kalkuliert wird 2012 mit einem Umsatz von 532 000 Euro und einem daraus möglich Gewinn von rund 7500 Euro. Über die Konzessionsabgabe (45 Cent pro Kubikmeter) werden gleichzeitig jedoch 51 000 Euro an den Gemeindehaushalt abgeführt. Beim Wasserwerk-Vermögensplan stehen wie im Vorjahr 44 2000 Euro zu Buche. Dieser beinhaltet nebst Schuldentilgungen für Investitionen im gemeinsamen Wasserwerk Bühl weitere Baukosten in Höhe von insgesamt rund 180 000 Euro für eine Verbindungsleitung Süßenbrunn – Wasen, für eine Wasserleitung auf dem Bahnhofsareal und für Investitionen im Hochbehälter Stampf II.
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Bei dem Eigenwerk Nahwärmeversorgung ist nach dem Anschluss der drei neuen Wohngebäude im Parkweg für 2012 bei einem Haushaltsplanansatz von rund 123 000 Euro und einem dabei kalkulierten Jahresverlust von rund 4400 Euro eine weitgehende Kostendeckung angestrebt.
Im Vermögensplan sind – eine positive Wirtschaftlichkeitsberechnung vorausgesetzt – 100 000 Euro eingestellt für den Neubau einer Verbindungsleitung zum Bahnhofsareal. Bei der für das Nahwärmesystem aufzubringenden Energie wird wie in den Vorjahren mit recht konstanten Kosten von rund 42 000 Euro gerechnet, wovon zwei Drittel auf die Hackschnitzel und ein Drittel auf Erdgas entfallen.
Mitglieder aller drei Gemeinderatsfraktionen plädierten an die Verwaltung, das jetzige Nahwärmenetz weiter auszubauen und dadurch effektiver zu machen, zumal die Kapazität der Ofenanlage vorhanden sei. Auf jeden Fall sollten bei den anstehenden Tiefbaummaßnahmen im zentralen Bahnhofsumfeld Leerrohre eingezogen werden für weitere mögliche Anschlüsse an das Nahwärmenetz.
Autor: Manfred Lange
