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04. Februar 2012
Ohne Spenden geht es nicht
Förderverein hofft auf weitere Unterstützung für die evangelische Kirche in Münstertal.
MÜNSTERTAL (ml). Um ein riesiges Projekt handelt es sich beim evangelischen Kirchengebäude in Münstertal nicht, aber für viele der 700 evangelischen Christen, die heute in Münstertal leben, bedeutete Abriss oder Erhalt des 35-jährigen Gebäudes eine ganz grundlegende, ja existenzielle Frage. Diese hatte sich – ganz unerwartet – endgültig geklärt, als das Regierungspräsidium Freiburg das von Architekt Dieter Poppe 1976 geschaffene Gebäude "als Beispiel für den Kirchenbau der 70er-Jahre und die Zeltform als Symbol für die Kirche unterwegs" unter Denkmalschutz stellte.
Drei Jahre zuvor stand im Zuge des Landessanierungsprogramms noch der Abriss des Kirchengebäudes und der Verkauf des Geländes an die Gemeinde Münstertal zur Diskussion. Eine Sanierung des als "Sommerkirche" errichteten Gebäudes war von der Kirchengemeinde als zu kostspielig und nicht finanzierbar dargestellt worden. Jetzt sollte sich erweisen, dass der im Oktober 2008 gegründete Förderverein zum Erhalt des evangelischen Kirchengebäudes der ganz entscheidende Schritt war für eine doch realisierbare Sanierung des Kirchengebäudes.
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Deren Kosten waren im Sommer 2010 auf 184 000 Euro beziffert worden, wovon jeweils die Hälfte die Landeskirche Baden und die Kirchengemeinde vor Ort tragen sollte. Inzwischen haben Auflagen die Baukosten um weitere 50 000 Euro anwachsen lassen.
Das Kirchengemeindemitglied Siegfried Skusa hat sich bereits 2006 für den Erhalt des Kirchleins im Münstertal eingesetzt und damals die Renovierungskosten für die kleine Kirchenorgel in Höhe von 1400 Euro übernommen. Im Sommer 2008 sprach er sich mit Nachdruck für die Gründung eines Fördervereins aus, den er umgehend mit einer ersten 5000-Euro-Spende auf stabile Beine stellte. Sein damaliges Versprechen für eine gleich hohe Spende in den Folgejahren hat der Spender wahrgemacht und dieser Tage vor dem Kirchengebäude in Münstertal bereits den fünften 5000-Euro-Scheck an den Vorstand des Fördervereins überreicht.
Inzwischen haben sich zahlreiche Privatpersonen, auch die katholische Kirchengemeinde und das Kloster St. Trudpert, mehrere einheimische Geschäftsbetriebe und die Sparkasse Staufen-Breisach mit Spenden und Unterstützungsaktionen solidarisch erklärt. Ziel des Fördervereins ist es, in den von der Kirchengemeinde Staufen-Münstertal aufzubringenden Eigenanteil in Höhe von rund 120 000 Euro annähernd die Hälfte des Betrages einzubringen.
Autor: ml
