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13. April 2011 15:46 Uhr

Gottenheim

Multikulti der Wissenschaft am Tuniberg

In diesen Tagen steht Gottenheim Kopf. 240 Wissenschaftler aus 37 Ländern kommen seit Montag in die Gemeinde, um bis Freitag an der internationalen Konferenz, organisiert durch das International Journal of Arts and Science (IJAS), teilzunehmen.

  1. Bunter Betrieb im Unternehmen: Teilnehmer der internationalen Konferenz besichtigen die Firma Merkle, Hersteller von Hydraulikpumpen. Foto: Paulina Grimm

  2. Eröffnung im Feuerwehrhaus durch Bürgermeister Volker Kieber und Joseph Azzopardi von der University of Malta. Foto: Paulina Grimm

  3. Hier geht’s lang: Bürgermeister Volker Kieber weist den Besuchern aus aller Welt den Weg. Foto: Paulina Grimm

  4. Großes Interesse an den Unternehmensstrukturen der Firma Merkle in Gottenheim. Foto: Paulina Grimm

  5. Eine Pädagogin aus Saudi-Arabien hält in einem Klassenzimmer in der Schule einen viertelstündigen Vortrag. Foto: Paulina Grimm

  6. Bürgermeister Volker Kieber und Joseph Azzopardi, der Leiter der vierten internationalen Konferenz in Gottenheim. Foto: Paulina Grimm

  7. „We are the Egyptian group“: Wissenschaftler aus Ägypten bedanken sich für die deutsche Gastfreundlichkeit. Foto: Paulina Grimm

  8. Elvira und John Allison aus den USA von der State University New York, Teilnehmer der internationalen Konferenz in Gottenheim. Foto: Paulina Grimm

  9. Sogar aus Dubai sind Gäste angereist: Ali, Fachgebiet Qualitätsmanagement. Foto: Paulina Grimm

GOTTENHEIM. Bereits zum vierten Mal findet die Konferenz in Gottenheim statt. "Dieses Jahr ist das Limit erreicht. Mehr können nicht kommen", lacht Volker Kieber, Bürgermeister von Gottenheim. Er freut sich über die Gäste: "Die Gastronomie profitiert sehr von der Veranstaltung. Und es macht Spaß, die verschiedenen Kulturen hier bei uns zusammenzuführen."

Am Montag wurde erst einmal nur die Hälfte der Teilnehmer begrüßt. Mehr hätten auch kaum in das Feuerwehrhaus gepasst. Nach einer kurzen Ansprache von Kieber und Joseph Azzopardi aus Malta – er leitet die Konferenz – steht die Besichtigung der Firma Merkle, Hersteller von Hydraulikpumpen, auf dem Programm. Der Bürgermeister führt die kleine Völkerwanderung unterschiedlichster Nationen an. "Come on", ruft er gut gelaunt, aber die Besucher lassen sich Zeit. Es haben sich schon kleine Grüppchen unter ihnen gebildet, sie unterhalten sich auf englisch über die schöne Landschaft, das gute Wetter und die deutsche Gastfreundlichkeit. Die Stimmung ist spitze. Als alle in der Firma angekommen sind, gibt Christian Merkle in einer Präsentation einen Überblick über das Unternehmen, von den Anfängen in einer Garage bis heute. Anschließend werden drei Gruppen gebildet, die durch den Betrieb geführt werden. Das Interesse ist groß, es werden laufend Fotos geschossen.

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Dann geht es wieder zurück, nun beginnt der wissenschaftliche Teil. In zwei Klassenzimmern der Schule und im Feuerwehrhaus halten die Teilnehmer 15-minütige Vorträge zu ihrem Forschungsfeld. Dabei kommen Referenten und Zuhörer zum Teil aus völlig verschiedenen Disziplinen. Eine Pädagogin aus Saudi-Arabien erzählt Physikern aus Asien von verschiedenen Lerntypen und Unterrichtsmethoden. "It's so special, because it's not specialized", erklärt Azzopardi begeistert. Das öffne den Blick für andere Perspektiven und mache die gesamte Veranstaltung viel interessanter .

Die Teilnehmer freuen sich besonders auf das touristische Programm. Sie werden nicht nur Freiburg, sondern auch Basel, Colmar und Straßburg besichtigen, einen Ausflug an den Titisee machen und im Schwarzwald wandern. Warum sie sich unter den Konferenzen des IJAS, die auch in Rom, Las Vegas oder Toronto stattfinden, für Gottenheim entschieden haben? Deutschland ist ganz offenbar beliebt, man lobt die gute Organisation und persönliche Atmosphäre, viele sind ganz verliebt in den Schwarzwald. Der ausschlaggebende Grund ist aber: Hier bekommt man drei europäische Länder auf einmal. Elvira und John Allison aus den USA, State University New York, nutzen das aus und werden im Anschluss an die Konferenz noch ein paar Tage in Paris verbringen.

Autor: Paulina Grimm