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08. Dezember 2008

38 Jäger, 14 Treiber, aber kein Schwein

Das Schwarzwild im Hännemer Wald verkroch sich vor dem Regen und den Flinten der Jäger

MURG-HÄNNER . (chy). "Sau tot" hätten die Jagdhornbläser der Bewegungsjagd im Hännemer Jagdrevier am Samstag am Ende des Jagdvormittags lieber geblasen. Stattdessen erklang "Begrüßung, Jagd vorbei, Essen". Das Wetter hatte den Jägern und Treibern einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Als die Jäger um 10 Uhr an den ihnen zugewiesenen Plätzen bei gut besuchten Wildwechseln in Stellung gingen und die Treiber mit ihren Hunden losmarschierten, regnete es in Strömen. Doch anstatt sich aus der Deckung locken zu lassen, verkrochen sich die Wildschweine wohl noch tiefer im Dickicht. Jedenfalls kam den Jägern kein einziges Stück Schwarzwild vor die Flinte. Lediglich fünf Stück Rehwild gerieten ins Visier, denen aber "nachgesucht" werden musste, so dass zum Ende der Bewegungsjagd auch noch keine "Strecke" mit den erlegten Tieren gelegt werden konnte.

Zur Jagdhütte in Hänner, wo Jagdpächter Volker Liebich das Hauptquartier aufgeschlagen hatte, kamen Jäger und Treiber nach der Jagd gerne, um sich bei einem heißen Schluck aufzuwärmen. Insgesamt 38 Jäger, 14 Treiber und acht Stöberhunde aus der ganzen Region, bis Freiburg und auch aus der Schweiz, waren bei dieser Dezemberjagd im Einsatz. Sie sollten vor allem dem Schwarzwild zu Leibe rücken. Der Bestand sei groß und dementsprechend groß auch die Schäden an den Feldkulturen und den Wiesen, so Volker Liebich, Pächter des 800 Hektar großen Jagdreviers Hänner. Weil Wildschweine viel auf Wanderschaft sind, lässt sich ihr Bestand allerdings nicht einordnen und beziffern. Indizien sind angerichtete Schäden und gesichtete Wildschweinfährten. Jüngst im Schnee seien sehr viele auszumachen gewesen, erklärte der Jagdpächter.

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Autor: chy