"Adi" blies allen den Marsch

Hildegard Siebold

Von Hildegard Siebold

Mo, 05. Februar 2018

Murg

Murger Narrengötti löst beim Zunft- und Brauchtumsabend die Strafe des Narrengerichts ein / Guggenbeben war ein Erfolg.

MURG. Mit dem Guggenbeben 2.0 und einem Zunft- und Brauchtumsabend nahm das 52. internationale Narrentreffen der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte (VHN) am Samstagabend in Murg seinen Anfang. Das Narrendorf in der Murger Mitte erfreute sich einer ausgelassen feiernden Narrenschar.

Neues und Großes hatte Murgs Narrenzunft-Präsident Roland Ebner im Vorfeld des Narrentreffens angesagt. Und wahrlich, die neue Murger Mitte bot der Narrenzunft einen tollen Rahmen für ihr Narrendorf mit zahlreichen Wirtschaften. Dazu gesellte sich heißer Guggensound von neun Guggen-Formationen. Der Gugge-Brass-Band Murg gebührte der Eröffnungspart des Guggenbebens 2.0, gefolgt unter anderem von den Waldstadtfägern Waldshut, den Ruine Dängler Lauchringen und den Hölledüüfel Degernau. Aus der Schweiz reisten die Funatiker Basel an und ein faszinierendes Feuerspektakel bot das Fröscheloch-Echo Niederhof auf.

Derweil ging es in der Murgtalhalle beim Zunft- und Brauchtumsabend etwas gemächlicher und vor allem wärmer zur Sache. Auf den großen Einmarsch der Murger Narrenzunft folgte ein buntes tänzerisches und musikalisches Programm unter der Moderation von Zerememonienmeister Johannes Dietrich, das von den Mädels des TV Murg mit einer peppigen Tanzchoreografie eröffnet wurde. Einen mitreißenden Auftritt legte der Garde-Nachwuchs aus Todtmoos hin, der von einer solistischen Tanzeinlage des Funkenmariechen Luisa gekrönt wurde. Elf ehemalige Gotten und Göttis versammelte der amtierende Murger Narrengötti "Adi" Schmidle bei der Intonation des Narrenmarsches um sich. Unterstützt wurde Murgs Bürgermeister, der mit seinem Trompetenspiel die Strafe des Narrengerichts einlöste, von Gugge-Brass-Band-Trompeter Harry Widmann. Traditionsreiches Brauchtum brachten die Villinger Brigachblätzle mit den Karbatschen-Schnellen auf die Murger Showbühne. "Mir gönd no lang nit heim", intonierte das Sumpfernie-Orchester Öflingen und sprach damit dem närrischen Publikum aus dem Herzen. Schließlich warteten als besondere Schmankerl noch die Gardedamen aus Görwihl, die Gugger aus Ryburg-Möhlin und eine Trommelshow der Tambouren Ryburg, die unter dem Motto: "Drummle schweißt zähme" pure Begeisterung bei den närrischen Gästen weckten und die Zunftgarde Karsau zu einem spontanen Auftritt animierte. Die Murger Gastgeber freute es, auch dass der Vorabend zum großen Narrentreffen in absolut friedlicher Feierlaune über die Bühne ging.