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13. September 2017 14:48 Uhr

Murg-Oberhof

Bürgermeister Schmidle verliert Ortswette

Es sollte spannend bis zum Schluss bleiben. Gelingt es im Rahmen der Dorfwette anlässlich der Festwoche tatsächlich, 400 Bürger von Oberhof zu einem Jubiläumsbild zu versammeln?

  1. Foto: Chymo

Es sollte spannend bis zum Schluss bleiben. Gelingt es im Rahmen der Dorfwette anlässlich der Festwoche tatsächlich, 400 Bürger von Oberhof auf der grünen Weise neben der Thimoshalle zu einem Jubiläumsbild zu versammeln? Am Ende waren es 445 Oberhofer, die gekommen sind, womit Bürgermeister Adrian Schmidle seine Ortswette verloren hat.

Es war 18.30 Uhr am Dienstag, als Ortschaftsrätin Sonja Eckert an ihrer Zählstelle vor dem Rathaus signalisierte: "Bei mir sind 100 Personen drin." Und dass es noch mehr werden würden, daran war nicht zu zweifeln. Ganze Familien marschierten entlang der Rathausstraße Richtung Einlass. Etwas ruhiger ging es an der anderen Zählstelle in der Nähe des Kindergartens zu, wo die beiden Ortschaftsräte Angelika Eckert und Rolf Jehle ebenfalls jeden der Ankommenden mit einer Nummer versahen und weiter zum Freigetränk schickten. "Das wird knapp", meinten da die beiden noch.

Ortschaftsrat hätte Hotzenhaus putzen müssen

Aber je näher die Zeiger auf 19 Uhr rückten, desto mehr staute es sich an der Schulstraße. Die Oberhofer boten im wahrsten Sinne des Wortes Mann und Maus auf, um den Ortschaftsrat davor zu bewahren, das Zechenwihler Hotzenhaus blitzblank zu putzen. Denn genau diesen Wetteinsatz hatte sich Bürgermeister Adrian Schmidle als Wettpartner für den Fall ausgeheckt, dass die magische Zahl 400 nicht erreicht werden würden.

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Am Ende waren es dann sogar 445 Oberhöfer Bürger. Der Jüngste war gerade mal zwei Wochen alt, der älteste 96 Jahre. Mittendrin im Pulk der Menschen hielt ein Fernsehteam des SWR die historische Dorfwette fest. Auch jene Momente, als Ortsvorsteher Roland Baumgartner die Oberhöfer auf die grüne Wiese rief, um sich auf einer vorgezeichneten 2017 zu einem Erinnerungsbild aufzustellen – wirklich zu erkennen natürlich nur von hoch oben. Deshalb surrte auch eine Drohne am Abendhimmel, und fuhr der SWR mit der Drehleiter der Laufenburger Feuerwehr in 20 Meter luftige Höhe.

Derweil freute sich der Ortsvorsteher über die gewonnene Wette und dankte den Bürgern: "Wir können stolz auf uns sein." Bürgermeister Adrian Schmidle, der nun als Wettverlierer die Oberhofer zu einem Stelldichein bei Kerzenschein einzuladen hat, freute sich mit: "Toll, dass Ihr das geschafft habt." Als Dankeschön für die Teilnehmer hatte der Ortschaftsrat Süßes parat, gespendet von Edeka Sulger.

Mehr Bilder gibt es im Internet: http://mehr.bz/ortswette-oberhof

Autor: Brigitte Chymo