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08. Februar 2012

"Das kriegen wir schon hin"

BZ-INTERVIEW: Zunftpräsident Armin Eschbach ist vor dem Narrentreffen in Murg bester Dinge.

  1. Murg ist bereit für den großen Ansturm der Narren am kommenden Sonntag. Foto: Winfried Dietsche

  2. Kann zuversichtlich sein, von „Sauwetter“ verschont zu bleiben: Zunftpräsident Armin Eschbach Foto: Siebold

MURG. 5200 Umzugsteilnehmer und eine fünfstellige Zahl an Zuschauern erwartet die Murger Narrenzunft zum 46. internationalen Narrentreffen der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte (VHN) am kommenden Sonntag, 12. Februar, ab 13.11 Uhr. Zunftpräsident Armin Eschbach ist sich sicher, für die organisatorische und logistische Herausforderung perfekt gewappnet zu sein, wie er BZ-Redakteur Winfried Dietsche erklärt.

BZ: Herr Eschbach, 104 Zünfte mit 5200 Umzugsteilnehmern haben sich zum Narrentreffen angemeldet. Viele Gäste werden schon am Samstag anreisen. Wo und wie bringen Sie die alle unter?

Eschbach: Wir haben sehr viele Rückmeldungen für den Zunft- und Brauchtumsabend am Samstag erhalten. Zahlreiche Teilnehmer werden jedoch am Sonntag erneut anreisen, so dass wir mit rund 200 Übernachtungen rechnen. 120 von ihnen bringen wir in einem – so auch gewünschten – Massenquartier in der Murgtalschule (im Musiksaal im Neubau und in der alten Schulturnhalle) unter, die anderen in Gaststätten und Hotels in Murg, Laufenburg, Bad Säckingen und Rickenbach. Dort ist im "Alemannenhof" allein die Moorochsen-Zunft aus Bad Buchau mit 40 Leuten untergebracht.

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BZ: Der rekordverdächtig lange Umzug stellt sich am Sonntag in der Königsberger Straße auf. Wie lässt sich das bei einer Länge, die sich gewiss nach Kilometern bemisst, logistisch regeln?

Eschbach: Wie lang der Umzug genau ist, lässt sich in Kilometern nicht sagen. Aber es stehen uns ja neben der Königsberger Straße auch die gesamten Seitenstraßen in dem Viertel als Aufstellungsbereich zur Verfügung, die Ortsteinstraße teilweise, Schwarzwaldstraße, Helgenacker, die Eglerstraße bis zum alten Sportplatz. Die ganzen Straßenzüge sind insgesamt schon zwei Kilometer lang. Da werden sich die Gruppen versammeln und dann jeweils auf der Königsberger Straße postieren, wenn sie an der Reihe sind. Das kriegen wir schon hin.

BZ: Im Bereich Murgtalhalle/Bürgerplatz/Schulhof löst sich der Umzug auf. Auch dort wird’s dann wohl ziemlich eng.

Eschbach: Wir haben die Murgtalhalle und zusätzlich das Riesenzelt hinter der Schule für jeweils rund 1000 Leute, dazu Buden und Verpflegungsstände auf dem Schulhof und dem Bürgerplatz, außerdem sind die Kneipen geöffnet. Beim letzten Narrentreffen in Murg waren es 4600 Teilnehmer, die haben locker Platz gehabt. Aber klar ist: Ohne des Zelt wäre es diesmal sicher zu wenig Platz.

BZ: Auch die zeitliche Länge des Umzugs dürfte enorm sein.

Eschbach: Beim Narrentreffen vor fünf Jahren waren wir mit 84 Gruppen in zweieinhalb Stunden durch, so dass wir diesmal von rund drei Stunden ausgehen. Wenn alles normal läuft, werden wir bei einem Beginn um 13.11 Uhr also allerspätestens um 16.30 Uhr durch sein.

BZ: Könnte das für die Zuschauer – zumal bei eisigen Temperaturen – nicht zu viel des Guten sein?

Eschbach: Das denke ich nicht. Es wird für Kurzweil und viel Abwechslung gesorgt sein. Und wir hoffen, dass die Zuschauer sich auch innerlich wärmen und reichlich Gebrauch machen von den vielen Verpflegungsständen entlang der Umzugsstrecke.

"Alles, was in unseren

Möglichkeiten steht,

haben wir im Griff."

BZ: Wie viele Zuschauer erwarten Sie?
Eschbach: Letztes Mal hatten wir bei ausgesprochen schlechtem Wetter rund 7000, so dass es diesmal durchaus 10 000 bis 12 000 werden können.

BZ: Bis auf das Wetter, das wohl kalt und trocken sein wird, sehen Sie also keine Unwägbarkeiten?

Eschbach: Alles, was in unseren Möglichkeiten steht, haben wir im Griff. Wir gehen davon aus, dass das Narrentreffen unter organisatorischer Federführung von Umzugsleiter Günter Butz ohne große Verzögerungen über die Bühne geht. Und was das Wetter angeht, haben wir vor Kälte und eventuell Schnee keine Angst. Das ist besser als Sauwetter mit Regen und Wind, wie wir es 2007 hatten.

Armin Eschbach, 48 Jahre alt, wurde im Mai 2010 zum Präsidenten der Murger

Narrenzunft gewählt und war zuvor schon vielfältig fasnachtsaktiv, ob als Zeremonienmeister oder Akteur der Bunten Abende.

Autor: di