Ein Debüt mit viel Bewegung

haka

Von haka

Mo, 09. Januar 2017

Murg

Die Feuerwehrmusik Murg bot unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Robert Rüegsegger ein gelungenes Jahreskonzert.

MURG (haka). Erstmals unter der Leitung ihres neuen Dirigenten Robert Rüegsegger bestritt die Feuerwehrmusik Murg ihr Jahreskonzert. Aufgelockert wurde der Abend in der Murgtalhalle, der unter dem Motto "Bewegung" stand, durch eine Harlekin-Einlage. Das Jugendorchester von Murg und Niederhof eröffnete das Konzert.

Unter der Leitung von Sabrina Kurz spielten die jungen Musikerinnen und Musiker die Filmmusik "Star Wars"" von John Williams im Arrangement von Carl Stommen, "Let it go" von Kristen Anderson-Lopez sowie "Surfin’ USA" von Brian Wilson (Beach Boys). Natürlich wurde auch eine Zugabe geboten. Vereinsvorsitzender Michael Bäumle lobte den Einsatz der Dirigentin im Jugendorchester und gratulierte fünf Kindern zum grünen Abzeichen. Bäumle freute sich auch, dem Publikum den neuen musikalischen Leiter Rüegsegger vorstellen zu dürfen. Mit dem Motto "Bewegung" sei nicht nur die körperliche, sondern auch die "geistig-emotionale" Bewegung gemeint, erläuterte er.

Die Feuerwehrmusik Murg eröffnete ihren Konzertreigen mit "Spaziergang im Park" von Pavel Stanek. Bei der "Russian Dance Suite" von Kees Vlak wurde im ersten Satz die große Armut in Weißrussland musikalisch beschrieben, danach die "Petruschkas", die Gaukler, und den Schlusssatz bildete ein "Trepak", ein schneller russischer Tanz, ähnlich der italienischen Tarantella. Die Besucher in der etwa zu zwei Dritteln gefüllten Murgtalhalle applaudierten den Musikern und dem energiegeladenen Dirigenten entsprechend lebhaft.

In der weltbekannten Melodie "Dance of the Harlequins" ging es um das Privileg, ein Harlekin zu sein. "Virginia" von Jacob de Haan beschrieb eindrücklich die einstige Hochburg der Sklaverei, schwermütig wurde die Schwerstarbeit zum Ausdruck gebracht, und vom Bürgerkrieg kündeten die Blechbläser. Kurzum: es war eine Darstellung amerikanischer Geschichte. In der "Gaukler-Ouvertüre" von Josef Lampi mit typisch mittelalterlichen Fanfarenklängen überzeugte David Sommer als Solist am Flügelhorn. Sehr beeindruckt und auch optisch angesprochen wurden die Zuschauer von der Einlage der Gaukler unter der Leitung von "Gauklermama" Larissa Völkle.

"Flyin’ to the Skies" von Christoph Walter eröffnete den zweiten Konzertteil der Musiker. Mit "Je t’appartiens" von Gilbert Bécaud brachte das Orchester den französischen Charme ins Zentrum der Musik, und Hans Döbele gab ein Solo auf dem Tenor-Saxophon. "It’s a beautiful Day" von Michael Bublé kam ebenso gut an wie das abschließende "Auf Adlers Schwingen" von Alexander Pfluger , das speziell die Freunde der Marschmusik ansprach. Etliche Zugaben folgten.

Vorsitzender Bäumle nahm auch zwei Ehrungen vor. Silvia Stoll wurde für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehrmusik ausgezeichnet, Matthias Döbele für 25 Jahre. Bezirksvorsitzender Peter Matt übergab Döbele die silberne Ehrennadel und kündigte an, dass Stoll in einer zentralen Ehrungsveranstaltung im Verbandsgebiet offiziell geehrt werde.