Ein närrischer Hexenkessel

Fotografiert von Hildegard Siebold

Von Fotografiert von Hildegard Siebold

Mo, 05. Februar 2018

Murg

Das VHN-Narrentreffen in Murg bestach bei bestem Wetter durch Farbenpracht und Maskenvielfalt.

Murg glich am Sonntag zum 52. Narrentreffen der Vereinigung Hochrheinischer Narrenzünfte einem Hexenkessel. Tausende kamen zum großen Umzug.

Menschen, wohin das Auge blickte. Dazu ein Wetter, genau so, wie es die gastgebende Murger Narrenzunft bestellt hatte. Mehr als vier Stunden zog der närrische Bandwurm mit rund 4000 Hästrägern aus 99 Fasnachtszünften und -cliqen sowie Musikgruppen vom westlichen Ortseingang durch die Hauptstraße bis zur Murger Mitte, angespornt von einer Zuschauermenge, die sich dicht an dicht am Straßenrand drängte und ihre Freude hatte am Schabernack der Narren. Vor allem die Hexen, Teufel und Dämonen wurden nicht müde, junge Närrinnen in ihren Konfettibadewannen einzuseifen. Daneben gaben sich fantasievoll geschminkte Guggenmusiken ein rhythmisches Stelldichein.

Begeisterung bei den Murgern weckte ihr Bürgermeister, der als amtierender Narrengötti viele ehemalige Göttis und Gotten um sich geschart hatte, um vom Narrengött(i)erwagen dem närrischen Volk zuzujubeln. Spaß hatten auch die kleinen Besucher, denn die Hästräger hatten jede Menge Süßes im Gepäck. So ein Bonbon aus der Narrenhand weckt Vertrauen selbst bei finster dreinblickenden Gesellen. Das Bild des närrischen Zugs war bunt und bestach durch farbenprächtige Kostüme und vielfältige Maskenpracht. Und inmitten der großen Narrenschar erklang urplötzlich fröhliches Meckern einer kleinen Ziegenschar. Die Steinegghöfler aus Rüttehof waren eine echte Augenweide, nicht nur wegen des Ziegengespanns, sondern auch wegen ihrer originellen Kostüme, die aus rauem Leinenstoff, Leder, Kopftüchern und Schürzen bestehen.

Weitere Fotos: mehr.bz/narrentreffen