Neustart mit großer Zuversicht

Michael Gottstein

Von Michael Gottstein

Do, 06. September 2018

Laufenburg

Die Schulen in Laufenburg und Murg sind vorm Wiederbeginn des Unterrichts mit Personal- und Raumsituation durchweg zufrieden.

LAUFENBURG/MURG. Die Schulen in Laufenburg und Murg sehen dem Schuljahr 2018/19 zuversichtlich entgegen. Die Anmeldezahlen entsprechen den Erwartungen, und mit der Personalsituation sowie den Räumlichkeiten zeigen sich alle vier Schulleiterinnen zufrieden. Erleichterung herrscht allenthalben auch darüber, dass die Umstellung auf den neuen Bildungsplan weitgehend abgeschlossen ist.

Hans-Thoma-Schule Laufenburg

Die Hans-Thoma-Schule, die Grund-, Werkreal- und Realschule umfasst, verzeichnet eine starke Nachfrage und gestiegene Schülerzahlen – zum einen, weil Laufenburg wächst, zum anderen, weil Kinder aus dem Umland kommen, da etwa Murg keine Sekundarstufe mehr hat und manche Eltern ihre Kinder lieber auf eine Real- oder Werkreal- als auf eine Gemeinschaftsschule schicken. Vier Lehrer gingen in Pension, darunter die beiden Konrektoren Gabriele Meier-Hähnle und Manfred Fögele, dafür verstärken neun neue Pädagogen das Kollegium, darunter die neuen Konrektoren Fabian Zoller-Wunderlich und Jennifer Keil. Die Arbeit des scheidenden Hausmeisters Raimund Huber übernimmt Michael Pierl, mit Julia Tifferl steht eine FSJ-Kraft (Freiwilliges Soziales Jahr) zur Verfügung. "Wir können damit alle Stunden abdecken und haben eine kleine Reserve für Krankheitsausfälle", sagt Rektorin Janine Regel-Zachmann. Den Stundenplan kann man neuerdings über eine App einsehen.

Für die Grundschule, die insgesamt 73 Schüler zählt, wurden nur 13 Kinder angemeldet, da das Einzugsgebiet der Hans-Thoma-Grundschule recht klein ist. "Mit dem neuen Bildungsplan sind wir in Klassenstufe vier angekommen, daher werden künftig alle Jahrgänge nach dem neuen Plan arbeiten", sagt die Rektorin. Für die Werkrealschule (mit insgesamt 149 Schülern) gibt es 23 Anmeldungen, so dass problemlos eine Klasse gebildet werden kann – die Klassenstufen acht und neun werden sogar zweizügig geführt. Die beliebte Realschule, die durchgängig dreizügig geführt wird und 424 Schüler unterrichtet, verzeichnete 67 Anmeldungen. Wegen der hohen Nachfrage bekam die Schüle ein zusätzliches Klassenzimmer, das im ehemaligen Jugendraum eingerichtet wurde. Zusätzlich gibt es eine Vorbereitungsklasse, in der zehn Kinder zwei Jahre lang gesonderten Unterricht erhalten, bis sie in die Regelklassen integriert werden.

Hebelschule Laufenburg

Mit 280 Schülern ist die Hebelschule die "große" Grundschule von Laufenburg. Sie wird seit 2017 am Standort Rhina als Ganztagsschule in offener Wahlform geführt, und rund die Hälfte aller Rhinaer Schüler macht von diesem Angebot Gebrauch. Angemeldet wurden 72 Kinder, so dass es zwei erste Klassen in Rhina und eine in Luttingen gibt. "Wir haben 19 Lehrkräfte und sind mit der Personalsituation zufrieden", sagt Schulleiterin Stefanie Brand. Neu ist, dass nach einem Erlass des Kultusministeriums die Erstklässler keinen Englischunterricht mehr haben; diese Fremdsprache steht künftig erst ab Klassenstufe drei mit zwei Wochenstunden auf dem Lehrplan. Zur besseren Integration von Flüchtlingskindern bekam die Schule ein zusätzliches Stundenkontingent. Es gibt keine separate Vorbereitungsklasse, vielmehr werden die betreffenden Schüler in die Regelkassen aufgenommen, wo die Vorbereitungslehrer eingesetzt werden. "Wir sind froh, dass alles seinen gewohnten Gang läuft, und wir fühlen uns von der Gemeinde gut unterstützt", meint Brand.

Murgtalschule Murg

Für die Murgtalschule, die nunmehr eine reine Grundschule ist, haben sich 25 Kinder angemeldet. Die erste und vierte Klasse werden ein-, die zweite und dritte Klasse zweizügig geführt, erklärt Schulleiterin Stefanie Hikisch. Auch sie ist mit der Personalsituation zufrieden, und es gibt adäquat ausgebildete Lehrkräfte, so dass das Italienisch-Projekt (ein Alleinstellungsmerkmal) weitergeführt werden kann. Die Murgtalschule ist eine Grundschule mit verlässlicher Betreuungszeit, das heißt, vor und nach dem Unterricht kümmert sich ein von der Gemeinde eingestelltes Team um die Schüler. Der Weggang von Schulsozialarbeiterin Stefanie Behringer hat eine Lücke hinterlassen. Derzeit deckt die Schule den Pflichtunterricht ab, bietet aber keine Arbeitsgemeinschaften mehr an. "Wenn die Stelle des Schulsozialarbeiters neu besetzt wird, sprechen wir natürlich gerne über neue Angebote", so Hikisch.

Naturparkschule Niederhof

Auf die Frage, ob sie mit der Personalsituation zufrieden sei, antwortet die Niederhofer Schulleiterin Xenia Hertel eindeutig mit "Ja, uneingeschränkt, und auch mit den Räumlichkeiten sind wir absolut zufrieden". Dank 41 Anmeldungen werden zwei erste Klassen gebildet, so dass die 166 Schüler zählende Einrichtung durchgängig zweizügig geführt wird. 13 Lehrkräfte unterrichten an der Schule, die seit 2011/12 eine Ganztagsschule in offener Angebotsform ist. Etwa jeder zweite Schüler nutzt diese Möglichkeit.

Die Naturparkschule ist auch eine Inklusionsschule. In einer dritten Klasse werden acht Kinder "mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten", so Hertel, unterrichtet. Eine Sonderpädagogin unterstützt die Fachlehrer. Im neuen Bildungsplan wurde die Stundenzahl, die ein Grundschüler in seiner Bildungslaufbahn besuchen muss, von 98 auf 102 Wochenstunden (à 45 Minuten) erhöht. Vor Unterrichtsbeginn wird eine Betreuungsstunde angeboten, und nachmittags gibt es von Montag bis Donnerstag, von 14 bis 16 Uhr, Hausaufgabenbetreuung oder Arbeitsgemeinschaften; freitags endet die Schule um 14 Uhr.