Oberhofer schütteln wegen Verkehrsexperten den Kopf

Gerd Leutenecker

Von Gerd Leutenecker

Do, 13. September 2018

Murg

Nach Behördentermin werden Wünsche des Ortschaftsrats kaum berücksichtigt / Für eine Tempo-30-Zone auf der Ortsstraße.

MURG-OBERHOF. Mit Ernüchterung und Kopfschütteln haben die Ortschaftsräte von Oberhof die Ergebnisse der jüngsten Verkehrsschau zur Kenntnis genommen.

In der Ratssitzung am Dienstagabend wurde bedauert, dass die Hängepartie mit der Willkommenstafel am Wanderparkplatz Thimosstraße ebenso weitergehe wie die um die geforderte Aufzeichnung einer Mittellinie bei der Einmündung der Orts- in die Landesstraße. Die Experten schlügen eine geklebte oder gedübelte Aufpflasterung vor. Eine vom Ortschaftsrat vorgeschlagene Schranke bei der Einfahrt zum Wirtschaftsweg Sägebachweg soll als Bodenschwelle vorm Beginn der Wohnbebauung kommen. Gleiches am Ortseingang Im Sood. Dort zumindest könnten das Ortsschild und das Tempo-30-Schild um zehn Meter versetzt werden. Über die Bodenschwelle werde die Verkehrsbehörde nach einer dreimonatigen Probezeit entscheiden.

Eine längere Diskussion gab es zur Ortsstraße mit Einmündung zum Schulhausplatz. Noch ist dort eine Spielstraße vorhanden. Aber dann dürfte es eigentlich keinen Gehweg geben. Ebenso seien Park- und Halteverbote anzuordnen. Oder der Straßenzug werde in eine Tempo-30-Zone umgewandelt, wie Ortsvorsteher Roland Baumgartner (FW) ausführte. Angelika Eckert (CDU) stemmte sich gegen einen Schilderwald und mahnte ein bewusstes und dem Verkehrsrecht entsprechendes Verhalten an. Da der Gemeindegärtner eine zeitnahe Neugestaltung vorgeschlagen hat, werden zumindest optische Änderungen eintreten. Letztendlich plädierte der Ortschaftsrat einstimmig für eine Tempo-30-Zone. Der Gehweg bleibt bestehen und auf weitere zu beantragende Haushaltsmittel kann Oberhof damit verzichten.

Für weitere Einstellmöglichkeiten von Spiel- und Sportgeräten bei der Thimoshalle tun Vorschläge Not. Eine Containerlösung erscheint unpraktikabel. Fluchtwege und Nachbarschaftsrecht stehen dem entgegen. Nicht vor 2019, soll ein produktiver Vorschlag erarbeitet werden.

Beim nächsten Dreikönigshock will Baumgartner die Arbeit des Ortschaftsrats summarisch vorstellen und um eine breite und ausgewogene Unterstützung aller Kandidaten in Oberhof bei den nächsten Kommunalwahlen werben.