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02. Februar 2012

Ohne Behringer wär’s ärmer

Mit der Schulsozialarbeiterin hat Murg etliche Probleme an der Wurzel gepackt / Rundum Lob.

  1. Vorbildliches leistet Stefanie Behringer in der Schule und im Jugendcafé. Foto: Claudia Leber

MURG. Das Lob des Rektors fiel eindeutig aus. "Ohne Stefanie Behringer wäre es um einiges ärmer an der Murgtalschule, denn sie kann vieles abfangen", meinte Armin Brutsche, nachdem die Schulsozialarbeiterin im Gemeinderat ihren Jahresbericht vorgestellt hatte. Auch Bürgermeister Adrian Schmidle bescheinigte, dass es weniger Vandalismus gebe: "Durch die Sozialarbeit haben wir das Problem an der Wurzel gepackt."

Stefanie Behringer ist zu 80 Prozent in der Schulsozialarbeit beschäftigt, 20 Prozent ihrer Dienstzeit entfällt auf die offene Jugendarbeit. Sie zeigte sich erfreut, dass immer mehr Kinder und Jugendliche die Angebote annehmen. Ab 7 Uhr gibt es an der Schule eine Frühbetreuung, die den Schülern einen gleitenden Einstieg in den Unterricht ermöglicht. Regelmäßig nehmen zehn Kinder daran teil. Zwischen zehn und 13 Kinder nutzen das Mittagessen, das montags und donnerstags angeboten wird – an diesen Tagen gibt es Nachmittagsunterricht. Zur Mittagsbetreuung im Jugendcafé (von Montag bis Donnerstag) kommen regelmäßig 20 Schüler.

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"Auch die Nachmittagsbetreuung an der Grundschule hat sich etabliert", so Behringer. Die Angebote umfassen Kurse in der Bücherei (17 Teilnehmer), zweimal Basteln (mit zehn respektive sieben Kindern) sowie Handball (zehn). Für Hauptschüler gibt es Nachmittagskurse, unter anderem Fußball (22) und Tischtennis (acht).

Zur Schulsozialarbeit zählt die Hausaufgabenbetreuung, die von 15 Kindern genutzt wird. Je nach Bedarf bietet Stefanie Behringer auch Einzeltermine an. "Es vergeht fast kein Tag ohne Beratungsgespräch, und mittlerweile kommen die Kinder von selbst auf mich zu." Themen wie Mobbing, Familie, psychische Probleme, Freunde und Schule stünden im Vordergrund. Außerdem erteilt sie Unterrichtseinheiten im Tandem mit den Klassenlehrern zu Themen wie soziale Netzwerke, Cybermobbing, Menschenrechte, Sexualpädagogik oder Rechtsradikalismus. Viele Kurse werden in Zusammenarbeit mit Vereinen und Bürgern angeboten. Insgesamt sind zwölf Personen an der Murgtalschule ehrenamtlich tätig.

Neu ist Buspatenschaft für Viertklässler

Immer mittwochs hält Stefanie Behringer Sprechstunden an der Grundschule Niederhof ab. Sie ist in die Präventivklasse einbezogen und bietet auch da Unterrichtseinheiten zusammen mit den Lehrern an. Neu ist die Buspatenschaft, bei der Viertklässler aus Oberhof und Hänner die jüngeren Schüler bei der Busfahrt nach Niederhof an die Hand nehmen.

Das Jugendcafé, das dienstags und donnerstags für die Zeit von 18 bis 20 Uhr seine Tore öffnet, "ist immer voll", so Behringer, besonders beliebt sei der von Jugendlichen selbst gestaltete Medienraum. Der Rapper Sascha Jüngst wird in die Jugendarbeit einsteigen und dienstags im Jugendcafé sein. Zur offenen Jugendarbeit zählen Konzerte, ein Kickerturnier mit den KJGs Murg und Niederhof, Straßenfußballturniere und Projekte mit der Jugendsozialarbeit der benachbarten Gemeinden oder die rauch-, alkohol- und gewaltfreien Triple-F-Partys.

Autor: Michael Gottstein