Orgelspiel für Kinder in Nigeria

Michelle Güntert

Von Michelle Güntert

Di, 08. Mai 2018

Murg

Musiker Stephan Kreutz unterstützt mit einem Benefizkonzert das Schulbusprojekt von Pfarrer Philip Omenukwa in Afrika.

MURG. "Der Schulbus wird eine große Hilfe für die Kinder in Nigeria sein. Jeden Tag müssen sie zu Fuß zwischen 14 und 20 Kilometer zurücklegen, um zur Schule und wieder nach Hause zu gelangen. Stephan Kreutz unterstützt mich dabei, diese Hilfe realisieren zu können." Pfarrer Philip Omenukwa von der Kirchengemeinde St. Magnus Murg, der aus Nigeria stammt, bedankte sich bei Organist Stephan Kreutz, der zur Unterstützung des Schulbusprojektes ein Benefizkonzert in der St. Magnus Kirche in Murg veranstaltete.

Stephan Kreutz stieg mit einer Sonate in f-Moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy in sein Programm ein. Das Stück ist in vier Sätze untergliedert und bleibt vor allem wegen der stetig wechselnden Dynamik und dem aufgeregten Finale im Gedächtnis der Zuhörer. Mit der Air aus einer Orchestersuite ließ Kreutz besonders liebliche Töne aus den Orgelpfeifen ertönen. Die Höhepunkte seines Konzertes stellten zwei Eigenimprovisationen der Lieder "Der Mai ist gekommen" und "Komm, lieber Mai, und mache" dar.

Kreutz ist im Bereich der Orgelimprovisation und dem liturgischen Orgelspiel als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik in Freiburg tätig und gewann zudem den Internationalen Wettbewerb für Orgelimprovisation 2007 in Schwäbisch Gmünd. Er führt im In- und Ausland eine rege Konzerttätigkeit und engagiert sich im Vorstand des Aargauischen Katholischen Kirchenmusikverbandes. Die beiden bekannten Mai-Lieder erhielten so die ganz persönliche Note von Stephan Kreutz.

Den Schluss seines Konzertes bildeten eine Fanfare von Jacques-Nicolas Lemmens sowie ein Auszug aus der fünften Sinfonie von Charles-Marie Widor, die typischerweise im Adagio ruhig und getragen ist und im Toccata beschleunigt wird. Der Forderung der Zuhörer nach einer Zugabe kam Kreutz mit einem Barockwerk nach.

Durch die Idee des Benefizkonzertes und die Spenden der rund 60 Zuhörer, die komplett für das Projekt eingesetzt werden, ist Pater Omenukwa seinem Ziel, der Anschaffung eines Schulbusses, ein kleines Stück näher gekommen. Allerdings konnte der Pater aufgrund einer Terminkollision nicht bis zum Ende des Konzertes anwesend sein.