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09. April 2010
Plädoyer fürs Zechenwihler Hotzenhaus
Fricktalisch-Badische Vereinigung für Heimatkunde legt 83. Ausgabe seiner Jahresschrift vor.
MURG-HÄNNER (mdc). Die mittlerweile 83. Ausgabe der Jahresschrift "Vom Jura zum Schwarzwald" stellte die grenzüberschreitende Fricktalisch-Badische Vereinigung für Heimatkunde jetzt im Café Heimelig in Hänner der Öffentlichkeit vor. Auf 131 Seiten haben Autoren von beiderseits des Rheins kulturelle und geschichtliche Beiträge beigesteuert. Redakteur und Autor Werner Fasolin freut sich über die interessanten Themen. "Gerade auch der Bericht über das Zechenwihler Hotzenhaus ist sehr wichtig, weil es uns am Herzen liegt, diesen Südschwarzwälder Eindachhof zu erhalten". Geschrieben wurde der Beitrag "Das Zechenwihler Hotzenhaus und seine Geschichte" von Fasolin und seinem Autorenkollegen Florian Rauch, die sich intensiv mit dem Hotzenhaus in dem Niederhofer Ortsteil auseinandergesetzt haben und die Ergebnisse nun in einem fundierten Bericht publizieren.
Hauptteil des 83. Jahreshefts ist der Beitrag von Dr. Joachim Rumpf aus Görwihl: "Die Salpetererunruhen im Hotzenwald". Wie sich die häufig als Freiheitskämpfe der Salpeterer bezeichneten Unruhen der Untertanen in der Grafschaft Hauenstein vom 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die Jetztzeit im Alltagsleben auswirkten, ist eine spannende Frage der Volkskunde. Wie dies in der Grafschaft Hauenstein und auf dem Hotzenwald vor sich ging, kann detailgetreu im akribisch aufgearbeiteten Beitrag Rumpfs nachgelesen werden. Die Recherchen zeigen, dass der Begriff "Salpeterer" als Name von Gaststätten bis hin zu Folkloregruppen gebraucht wird und die damaligen Ereignisse für die Gegend zu einer Art Markenzeichen geführt haben.
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Ein unscheinbares Notizbüchlein aus Minseln veranlasste Dr. Eveline Klein, dessen Inhalt zu analysieren. Sie tauchte ein in den Alltag einfacher Bauersleute um die Mitte des 19. Jahrhunderts und zeigt in ihrem Beitrag die Sorgen und Ereignisse sowie das damalige Leben auf. Bei den Beiträgen von Andreas Weiss und Dr. Wolfgang Bocks spielt Väterchen Rhein die Hautrolle. Weiss zeichnet anschaulich die Geschichte der Waldshuter Fähre nach und Bocks erklärt aus aktuellem Anlass in seinem Beitrag die Geschichte des alten und neuen Rheinkraftwerks in Rheinfelden.
VEREINIGUNG UND JAHRESscHriFT
Die Fricktalisch-Badische Vereinigung für Heimatkunde erbringt mit ihren 850 Mitgliedern gemeinnützige Leistungen beiderseits des Hochrheins in Deutschland und in der Schweiz. Sie erfüllt ehrenamtlich seit 1925 wichtige kulturelle Aufgaben wie die Förderung der geschichtlichen und landeskundlichen Forschung und die Verbreitung des Wissens um die kulturellen Werte und Traditionsgüter der engeren Heimat.
Die 83. Ausgabe der Jahresschrift "Vom Jura zum Schwarzwald" umfasst 131 Seiten und ist, hergestellt von der Firma Binkert, Laufenburg/Schweiz, in einer Auflage von 1000 Exemplaren erstmals durchgehend farbig illustriert. Mitglieder bekommen das Buch bei einem Jahresbeitrag von 20 Euro gratis. Für Nichtmitglieder ist die Ausgabe für 25 Euro in den Bad Säckinger Buchhandlungen Schwarz auf Weiß und Zum Gallusturm" sowie im Internet unter der Adresse http://www.fbvh.org erhältlich.
Autor: mdc
Autor: mdc
