Die römische Kulturnacht

RHEINFÄLLE: Da weint der Sonnenkönig

Winfried Dietsche

Von Winfried Dietsche

Sa, 08. September 2018

Laufenburg

Laufenburg ist ja so quasi zum Synonym für Kultur geworden. Gerade die Waldstadt frönt der Erkenntnis des irischer Lyrikers, Dramatikers und Bühnenautors Oscar Wilde (lebte von 1854 bis 1900): "Wer in schönen Dingen einen schönen Sinn entdeckt – der hat Kultur." An Rhein und Andelsbach hat die Kultur immer Konjunktur. So ist nach den Kulturtagen immer vor der Kulturnacht. Und die Kultur ist da nie entrückt, abgehoben. Dass es dennoch auch etwas getragen sein darf, beweisen die Kulturnachtmacher per Durchnummerierung des Anlasses mit römischen Zahlen. So erleben wir denn heute, Samstag, nicht die 14. Kulturnacht, sondern – so das Logo auf der Titelseite von Amtsblatt 35/2018 – die XIIII. Die XIIII.? Was, so lässt sich kulturbeflissen fragen, würde etwa Louis/Ludwig XIV., der 1638 geborene und 1715 verblichene französische Sonnenkönig, dazu sagen? Oder auch Clemens XIV., der bis anhin letzte Papst dieser lfd. Nr. (auf dem Stuhl Petri sitzend von 1769 bis 1774)? Vermutlich würden sie sich 14-mal im Grab umdrehen oder aber sich auf den 14 Stationen des Kreuzwegs wähnen. Sei’s drum. Es ist nur ein verzeihlicher kleiner Kult(o)ur-Stolperer. Zumal da ja u.a. das Amtsblatt 36/2018 (bzw. XXXVI/MMXVIII) es nun auf Seite IV richtig macht, wollen wir frohgemut nach vorn blicken. Denn nach der Kulturnacht ist ja auch wieder vor den Kulturtagen. Und die feiern nächstes Jahr ein schickes Jubiläum. Mit der Ausgabe Numero XIIIIIIIIII.