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13. Juli 2012

Musicalbilder werden dank "Chorios" hörbar

Stimmungsvolles Kirchenkonzert des Vörstetter Chors.

  1. Singend und mit Puppen spielend boten „Chorios“-Sänger hier Disneys „The Lions King“. Foto: Pia Grättinger

VÖRSTETTEN (piz). Der Gesangverein Chorios hat einmal mehr eine große Herausforderung mit Bravour gemeistert: Das Sommerkonzert "Musical Nacht – Can you feel the love tonigth" wurde in der Dorfkirche gegeben. Dirigentin Hanna Roos hat die vier Medleys mit den Sängerinnen und Sängern so arrangiert, dass das Auditorium die Arbeit der Komponisten und Texter gut erfassen konnten. In dem begleitenden Pianisten Daniel Roos hatten Chor und Dirigentin einen ebenbürtigen Mitwirkenden, der souverän am Flügel agierte.

So gelang ganz sicher der Einstieg in Medleys von Andrew Lloyd Webber – dank der Solistinnen Gabi Henle, Peter Peltz und Christine Allersmeier-Mächtel. Es waren "Best of Stücke", aus "Jesus Christ Superstar", "Don’t cry for me Argentina" oder aus dem "Phantom of the opera". Am lautmalenden Einsatz der Gesangspartien wurde deutlich, wie gut Hanna Roos die Stimmen einzusetzen wusste. Die Vielstimmigkeit des Chores harmonierte innovativ- kreativ. Vorgetragen wurden die Lieder in der Originalsprache Englisch, was wiederum auch eine Klangbereicherung bedeutete. "Beauty and the Beast", eine Auswahl aus Walt Disneys "Die Schöne und das Biest" wurde eindrucksvoll durch ein junges Schauspielerteam aus den Sängerreihen in Szene gesetzt, wovon die Zuschauer mehr als begeistert waren. Als Solisten wirkten Kirsten Scheffel, Priska Stopper und Frank Domonell mit.

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Bereits zwischen den Medleys honorierte das Publikum – in der Kirche war kein Platz mehr frei – die Beiträge immer wieder mit kräftigem Beifall, vor allem nach dem erstklassig vorgetragenen Medley aus "Les Miserables". Zuvor hatte es einen geschichtlichen Einblick in die Gesellschaftsstruktur des französischen Volkes gegeben, ein Volk im Kampf um Gerechtigkeit, das die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht aufgibt. Als Solisten brillierten hier Christine Allersmeier-Mächtel, Gabi Henle, Roland Bechtloff, Stefan Leschzinski und Bruno Meyer. Den Abschluss dieses fast zweistündigen Konzerts bildete Disneys "The Lions King". Einige Sänger des Chores führten mit witzigen Tierhandpuppen und vor einer bemalten Fahnenwand die Geschichte des Königs der Löwen "Simba" vor. Als Solist tat sich hier Stefan Leschzinski vor.

Für die begeisterten Zuhörer wurde der Abend zu einer eindrucksvollen Hörschau voller Gefühlsregungen. Dass die jeweiligen Eigentümlichkeiten in knapp zwei Stunden für den Hörer so nachvollziehbar wurden, war auch Ergebnis einer kompetenten und straffen Chorarbeit. Dirigentin Hanna Roos wusste den Klangkörper differenzierend einzusetzen, um die Stimmungen und Bilder musikalisch zu übersetzen. Dass die Choristen selbstbewusst agierten und auf das Dirigat eingehen konnten, spricht für lange Jahre Erfahrung, für gediegene Stimmbildung und professionelle Anleitung. Manch anderer Chor wird die Vörstetter um ihre kraftvollen Männerstimmen beneiden. Und dass das ausgewählte Programm neben allem interpretatorischen Anspruch auch Spaß machte, war im Augenblick der Aufführung den Sängerinnen und Sängern deutlich anzumerken. Der lange Beifall in der Kirche nach einer vielseitigen Aufführung und Momenten nachwirkender Stille zeigte, dass die Leistung aller Interpreten stark beeindruckte. Einige Zugaben waren selbstverständlich.

Autor: piz


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