Musik, Genuss und Wissenswertes zur Ortsgeschichte

Roland Vitt

Von Roland Vitt

Di, 11. September 2018

Endingen

Veranstalter der 19. Kiechlinsberger Weintage ziehen eine rundum positive Bilanz / Große Resonanz auf Ausstellung zur Kirche .

ENDINGEN-KIECHLINSBERGEN. Das Winzerdorf Kiechlinsbergen hat wieder ein großes Stück an Bekanntheitsgrad dazu gewonnen. Bereits zum 19. Male lockten edle Weine, offener Winzerkeller mit Kellereiführungen, historische Bauernaufstand-Aufführungen, ein geschichtlicher Rundgang durchs Dorf, eine Ausstellung zur Kirche, Musik und Gaumenfreuden Besucher aus nah und fern zu den Weintagen nach Kiechlinsbergen.

Von Mal zu Mal wird das Fest beliebter. Die Mühen, die sich die Kiechlinsberger Bürger und Vereine in den zurückliegenden Wochen anlässlich der 19. Weintage auf sich genommen, haben sich bezahlt gemacht. Es war ein sonnenbeschienenes Fest mit einer Fülle von Highlights, Attraktionen und vielen Farbtupfen.

Über alle drei Festtage erwiesen Tausende von Festgästen dem Wein- und Feriendorf die Reverenz. Den stärksten Besucheransturm erfuhr das Fest am Samstag und am Sonntag. Aufgrund des schönen Wetters und der lauen Spätsommernächte waren alle Tischgarnituren in den Winzerhöfen und Lauben sowie auf der Feststraße ständig besetzt. Vereinssprecher Rainer Vogel betonte am Sonntagabend im Pressegespräch: "Der Festbesuch war super – trotz der vielen Feste in der Region. Die Vereinsgemeinschaft sagt Danke an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Wunderbares Wetter mit tausenden zufriedenen Besuchern, das ist einfach etwas Schönes." Der Dank der Vereinsgemeinschaft galt aber nicht nur den Gästen für ihren Besuch, sondern auch den Anliegern der Feststraßen für ihr Verständnis angesichts der Umstände, die eine so große Veranstaltung mit sich bringt. Vogel: "Besonders freut es uns, dass es keinerlei Ausschreitungen gegeben hat."

Die Bands "Unit 5" aus Freiburg am Freitagabend und die Band "Skyline" am Samstagabend begeisterten mit toller Stimmungs- und Tanzmusik für Jung wie Alt.

Am Sonntag gab es dann eine geballte Ladung Blasmusik. Die "Linzgau-Brass", ein Bläserquintett aus der Bodensee-Region, erfreute ab 11.30 Uhr beim Frühschoppenkonzert mit Klassik, Blues, Rock- und Popmusik. Von 15.30 bis 18.30 Uhr waren es die Blechbläser von der Katharinen-Kapelle, die auf der Festbühne musikalisch das Sagen hatten und mit Märschen, Polkas und toller Stimmungsmusik für einen flotten Ausklang der 19. Weintage sorgten. Um 19 Uhr wurden bei der Festbühne die Gewinner der großen Tombola von einer "Glücksfee" ermittelt. Die ersten beiden Hauptpreise waren Geldpreise in Höhe von 350 und 200 Euro. Außerdem winkten noch zahlreiche Sach- und Weinpreise.

Eine Sonderausstellung zur Kirche gab es in der "Alten Schule" in der Grienerstraße. Carola Mutschler und das Team vom Heimatverein Kiechlinsbergen hatten Ausstellungsraum "Alten Schule" mehr als 60 zum Teil großformatige Fotos von der derzeit wegen dringender Sanierungsarbeiten geschlossenen Kirche und zahlreiche Texte an sechs Stellwänden angebracht, die am Samstag und Sonntag von 14 bis 18 Uhr im Rahmen des offenen Heimatmuseums besichtigt werden konnten. Carola Mutschler, Lothar Gerber und Vereinsmitglieder führten durch die Ausstellung, erläuterten die Fotos und standen den Besuchern Rede und Antwort.

Die Ausstellung erlaubte es, mehr über die Ausstattung der Kirche zu erfahren, ohne das aus Sicherheitsgründen gesperrte Gotteshaus betreten zu müssen. Auf Fotos konnten Interessierte die Deckengemälde der Pfarrkirche, die 14 Nothelfer und die Seitenaltäre mit entsprechenden Erklärungen in aller Ruhe anschauen. Die Seitenaltäre in der Pfarrkirche St. Petronilla wurden 1815 aus dem aufgelösten Zisterzienserstift Tennenbach erworben.

Die Vorsitzende Carola Mutschler zog am Sonntagabend begeistert Bilanz: "Wir sind überwältigt von der großen Resonanz, die die Ausstellung zur Kirche bei der Bevölkerung und den auswärtigen Gästen gefunden hat." Besonders die Senioren freuten sich, die Pfarrkirche einmal aus ganz anderer Sicht anschauen zu können.

Außerdem war am Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr "Offener Winzerkeller" in der Winzergenossenschaft mit Weinverkostung und Kellerführungen.