Nachhaltigkeit ist A und O

Ralf Staub

Von Ralf Staub

Sa, 30. November 2013

Grenzach-Wyhlen

Am Donnerstag werden die Kriterien für das Gutachten der Kesslergrubenumspundung festgezurrt.

GRENZACH-WYHLEN. Wenn sich an den BASF-Plänen zur Umspundung der Kesslergrube noch etwas in Richtung Totalaushub bewegen soll, wie ihn Bürgerinitiative und Gemeinderat fordern, dann wird dies in starkem Maß von einem Termin am kommenden Donnerstag abhängen: Dann kommen Vertreter des Landratsamts, der BI, der Gemeinde und der BASF zusammen, um die Kriterien für das Gutachten festzulegen, das die Nachhaltigkeit der Umspundung untersuchen soll.

Die Umweltabteilung des Landratsamts, der das Verfahren obliegt, hat zu dem Treffen eingeladen, bei dem die verschiedenen Kriterien abgestimmt und vor allem gewichtet werden sollen. "Von der Gewichtung wird vieles abhängen", sagt Georg Lutz, der die Fäden in der Hand hält. Das Gutachten, das auf Druck aus Grenzach-Wyhlen erstellt wird, weil es erhebliche Zweifel gibt, dass dem Aspekt der Nachhaltigkeit in den bisherigen Gutachten genügend Rechnung getragen worden ist, könnte Einiges bewegen.

Sollte das Gutachten zu dem Ergebnis kommen, dass alle Aspekte ausreichend gewürdigt worden sind, dann werde der Sanierungsantrag seitens der BASF mit der Umspundungsvariante gestellt und die Firma werde den entsprechenden Bescheid erhalten. Sollte der Gutachter tatsächlich aber zu dem Schluss kommen, dass die bisherigen Analysen Mängel hinsichtlich der Nachhaltigkeitsbetrachtung aufweisen, "dann beginnt das Spiel von Neuem", so Lutz. Er betont: "Das ist keine Show-Veranstaltung."

Etwa sechs bis acht Wochen wird der externe Experte für eine Analyse der bisherigen Gutachten und seine daraus zu ziehenden Schlüsse benötigen, Ende Februar rechnet Lutz mit einem Ergebnis.

Die Bürgerinitiative "Zukunftsforum" belässt es am Donnerstag nicht bei der Besprechung mit den anderen Beteiligten und der anschließenden Besichtigung des als Perimeter 2 bezeichneten Grubenteils, den die BASF umspunden will, sondern plant am Abend noch eine Mahnwache. Zwischen 17.30 Uhr und 19.30 Uhr ist die Bevölkerung eingeladen, auf dem Hof der Bärenfelsschule ein Zeichen zu setzen.

Die Aktion soll "ein friedliches hoffnungsvolles Zeichen im Advent darstellen, getragen von einer Bevölkerung, der die Totalsanierung am Herzen liegt, weil damit auf dem Gelände alle Nutzungsarten im Sinne eines innovativen Wirtschaftsstandorts möglich wären und damit der Weg frei für eine neue Zukunftsgestaltung unseres Ortes", heißt es in einer Mitteilung. Es gibt Musik, sowie Glühwein, Tee und Lebkuchen. Ein Verkauf findet nicht statt, aber Spenden sind erwünscht.