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02. Dezember 2009

20 Tage werden angerechnet

Schweizer in Libyen verurteilt

TRIPOLIS (AFP/dpa/BZ). Nach gut einjährigem diplomatischem Tauziehen sind in Libyen zwei Schweizer Geschäftsmänner zu 16 Monaten Haft verurteilt worden. Die beiden müssten zudem eine Geldstrafe von jeweils 2000 Dinaren (1100 Euro) bezahlen, sagte ein Behördenvertreter in Tripolis. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten bestätigte die Meldung am Dienstagabend: Die beiden seit Juli 2008 in Libyen zurückgehaltenen Schweizer seien am Montag in Abwesenheit von einem Gericht in Tripolis wegen angeblicher Visavergehen zu je 16 Monaten Gefängnis verurteilt wurden.

Den beiden werden lediglich die 20 Tage Gefängnis angerechnet, die sie im Juli 2008 bereits hinter Gitter saßen. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend unter Berufung auf informierte Kreise. Sie haben eine Woche Zeit, um Beschwerde gegen das Urteil einzulegen. Ein zweites Verfahren sei noch anhängig, berichtete AFP unter Berufung auf ihre Quelle. Dabei gehe es um unbewilligte wirtschaftliche Tätigkeiten.

Bei den Verurteilten handelt es sich um den Chef der libyschen Niederlassung des Bauunternehmens ABB, Max Göldi, sowie um Rachid Hamdami, der als leitender Angestellter eines mittelständischen Unternehmens aus der Schweiz in Libyen arbeitete. Die Männer werden seit Juli 2008 in dem Land festgehalten. Die Maßnahme gilt als Reaktion auf die kurzzeitige Festnahme von Hannibal Gaddafi, eines Sohnes des libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi, in Genf.

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Autor: afp