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25. Juli 2012
400 000 Syrer auf der Flucht
Die Folgen des Krieges.
Der syrische Bürgerkrieg rückt näher an Israel heran. Die Armee hat schon länger Vorbereitungen getroffen, falls Flüchtlinge aus Syrien in Richtung der von Israel annektierten Golanhöhen fliehen. Unterhalb des Golan, auf syrischer Seite, liegen drei sunnitische Ortschaften. Sollten die Assad-Truppen noch brutaler gegen die Bewohner dort vorgehen, könnte als einziger Ausweg die Flucht in das verfeindete Israel bleiben. Im Verteidigungsministerium in Tel Aviv heißt es, man wolle in diesem Fall Camps in der demilitarisierten Zone aufschlagen, die von der UN-Beobachtertruppe UNDOF bewacht wird.
Die Nachbarländer Libanon und Jordanien ächzen bereits seit Monaten unter der Massenflucht aus Syrien. Laut UNHCR, der internationalen Flüchtlingshilfe der UNO, hat sich die Zahl der gemeldeten Flüchtlinge seit April verdreifacht. Allein in den Tagen nach dem Bombenattentat in Damaskus, bei dem vier hochrangige Mitglieder des inneren Führungszirkels starben, überquerten mehr als 30 000 Syrer die Grenze in den Libanon. Offiziell sind beim UNHCR aber nur jeweils 36 000 Syrer registriert, die in den Libanon und nach Jordanien geflüchtet sind. Die tatsächlichen Zahlen werden weit höher geschätzt, da viele syrische Flüchtlinge bei Verwandten in den Nachbarstaaten unterschlüpften. In Jordanien etwa sollen es inzwischen über 150 000 Syrer sein.
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Insgesamt sollen sich seit Ausbruch der syrischen Rebellion über 400 000 Flüchtlinge ins Ausland abgesetzt haben, viele auch in die Türkei. Im Irak oder in Zypern soll es ebenfalls syrische Flüchtlinge geben. Hinzu kommt, dass sich etwa eineinhalb Millionen Syrer auf der Flucht innerhalb des Landes befinden.
Autor: Inge Günther



