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14. April 2010 07:54 Uhr

Schwere Verwüstungen

China: Erdbeben fordert mindestens 400 Todesopfer

Bei einem schweren Erdbeben im Nordwesten Chinas sind mindestens 400 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben ereignete sich in der abgelegenen Provinz Qinghai an der Grenze zu Tibet. Noch ist die Lage unübersichtlich.

Das Beben erreichte auf der Richterskala den Wert 7,1. Nach Angaben des chinesischen Staatsfernsehens wurden rund 8000 Menschen verletzt.

Die Zahl der Toten und Verletzten dürfte indes weiter steigen. Viele Opfer würden weiter unter den Trümmern vermutet, berichtete ein Sprecher des Katastrophenzentrale in Yushu, "wir suchen nach Verschütteten."

In den Städten Yushu und Jiegu sind nach Radioberichten zwischen 80 bis 90 Prozent der Häuser zerstört. "Mein Haus zitterte gewaltig, dann stürzte es ein", berichtete der Vize-Nachrichtenchef des Fernsehens von Yushu, Karsum Nyima, der unverletzt davongekommen war. "Die Häuser hier sind meist aus Holz und Lehm gebaut", sagte der Funktionär im Staatsfernsehen. "Fast alle Häuser sind eingestürzt." Er beschrieb die Lage als chaotisch. "Die Menschen sind alle auf den Straßen, stehen vor den Trümmern ihrer Häuser." Viele suchten verzweifelt nach Verwandten.

Die Erdstöße überraschen die Menschen im Schlaf

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"Es wird geschätzt, dass es hohe Opferzahlen gibt, weil das Erdbeben am frühen Morgen passierte und viele der Bewohner noch nicht aufgestanden waren", sagte der Experte des nationalen Erdbebenamtes in Peking, Sun Shihong, der Nachrichtenagentur Xinhua. "Viele sind in eingestürzten Häusern begraben", berichtete ein tibetischer Funktionär. "Es gibt auch viele, die verletzt sind und in Krankenhäusern behandelt werden."

Die Region auf dem tibetischen Hochplateau ist zwar dünn besiedelt, doch lag das Epizentrum nahe der Städte Yushu und Jiegu. Vor dem Beben hatten in den Morgenstunden bereits kleinere Erdstöße der Stärke 4,7 die Region erschüttert und könnten die Bewohner vorher alarmiert haben. Kommunikationsverbindungen ins Erdbebengebiet sind gestört, berichtete die Provinzregierung in der 800 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Xining. Mindestens drei größere Nachbeben wurden registriert.

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Autor: afp/dpa/bz