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27. März 2012

Migron

Gericht ordnet Räumung von Siedlung an

Das Oberste Gericht in Jerusalem hat in einem Aufsehen erregenden Urteil einen Kompromiss der Regierung zur illeglaen Siedlung Migron verworfen. Der Außenposten sei illegal - und müsse geräumt werden

  1. Die illegale Siedlung Migron Foto: AFP

JERUSALEM. Das Oberste Gericht in Jerusalem hat in einem Aufsehen erregenden Urteil einen Kompromiss der israelischen Regierung mit 50 jüdischen Siedlerfamilien aus Migron verworfen. Der Außenposten Migron sei illegal und müsse bis 1. August geräumt werden, hieß es in der richterlichen Entscheidung. Das den Siedlern von Regierungsseite gemachte Zugeständnis, noch dreieinhalb Jahre auf dem von ihnen beanspruchten Hügel im Westjordanland bleiben zu können, bis in der Nähe Ersatzwohnraum fertiggestellt sei, ist damit hinfällig. Auch rügten die Richter, dass die Palästinenser als Landbesitzer bei der Kompromisssuche nicht konsultiert worden seien.

Seit Jahren vermehren sich israelische Siedlungsposten im Westjordanland. Sie sind nicht nur nach internationalem Recht illegal wie alle Siedlungen auf besetztem palästinensischem Gebiet, sondern mangels Bauerlaubnis auch nicht im Einklang mit israelischem Recht. Der frühere Premier Ariel Scharon hatte bereits 2004 dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush ihren Abbau versprochen und im Gegenzug eine amerikanische Bestandsgarantie für die Siedlungsblöcke nahe der Grenze von 1967 erhalten. Räumungsversuche gelangen aber allenfalls halbherzig; meist standen am nächsten Tag neue Wohncontainer in der Landschaft.

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Der älteste von 100 solcher Außenposten ist Migron. Weil er zu allem Überfluss auch noch auf palästinensischem Privatland errichtet wurde, hatte Israels Oberstes Gericht ursprünglich eine Räumung bis Ende März angeordnet. Nur drohten die Siedler, unterstützt von der radikalen "Hügeljugend", sich mit allen Kräften zu widersetzen. Die Regierung Benjamin Netanjahu bekam kalte Füße. Minister Benny Begin erhielt den Auftrag, eine gütliche Einigung auszuhandeln. Heraus kam das Angebot an die Migron-Siedler, zwei Kilometer weiter neue Häuser gebaut zu bekommen, in die sie aber erst 2015 hätten umziehen müssen.

Was einer Belohnung für widerrechtlich vorgehende Siedler gleich kam, hatte vor Gericht keinen Bestand. Zu Verfahrensbeginn 2006, befand es, hätte man diesen Vorschlag noch akzeptieren können, nicht aber nach jahrelanger Prozessverschleppung. "Jeder ist an das Gesetz gebunden und der Moment der Wahrheit ist gekommen." Auf viel Beachtung stieß in Israel dabei, dass der Vorsitzende Richter Ascher Dan Grunis, selbst ein rechtskonservativer Siedler und jüngst zum Gerichtspräsidenten berufen, das regierungskritische Urteil mitfällte.

Premier Netanjahu sagte, man werde die Entscheidung respektieren. Auf einem anderen Blatt steht, wie sie umgesetzt werden kann, ohne eine Konfrontation mit den Siedlern und eine Krise mit den ultrarechten Koalitionären zu riskieren. Schon kursieren Vorschläge, die Migron-Bewohner mit einer neuen Zwischenlösung auf einem benachbarten Hügel anzusiedeln. Nicht nur Jariv Oppenheimer von der Organisation "Frieden Jetzt" warnte, ein solches Projekt sei unvereinbar mit Netanjahus Zusage an die internationale Gemeinschaft, keine weitere Siedlungsgründung zuzulassen. Auch Zipi Livni, die am heutigen Dienstag mit ihrem Rivalen Schaul Mofas um den Kadima-Vorsitz kämpft, wagte ein offenes Wort. Sie halte es für unmoralisch, die Migron-Bewohner in die nächste Siedlung umzupflanzen, die im Falle eines Friedensabkommens mit den Palästinensern zu räumen sei. Die Wahrheit auszusprechen sei unangenehm, aber notwendig. Sie laute: "Kommt heim nach Israel" – ins israelische Kernland.

Autor: Inge Günther


80 Kommentare

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

28. März 2012 - 21:53 Uhr

Hier ein Ausschnitt aus einem NZZ-Artikel der aufzeigt, was da vom Obersten Gericht verhindert wurde:

"Diesmal wurde Wissenschaftsminister Benny Begin, ein der Siedlerbewegung nahestehendes Kabinettsmitglied, beauftragt, eine Lösung auszuarbeiten. Er schlug einen Kompromiss vor, der allerdings jeglichem Rechtsempfinden widerspricht. Die Familien würden vorderhand weiterhin in Migron bleiben, bis in etwa zwei Kilometer Entfernung eine neue Siedlung erstellt würde. Der auserkorene Standort liegt auf sogenanntem Staatsland in Cisjordanien, nicht auf palästinensischem Privateigentum. Nach dem Bau der neuen Heime... und dem Umzug... würden aber die verlassenen Bauten nicht etwa zerstört oder den Besitzern des Grundstückes übergeben, sondern in eine Talmudschule oder eine Armeebasis umgewidmet. ...Insgeheim dürften sie [die Siedler] frohlocken: Statt einer illegalen Siedlung in Cisjordanien würde es fortan deren zwei geben, die zudem von der Regierung sanktioniert wären.

Die vom Wissenschaftsminister ausgehandelte Abmachung wird ... in vielfacher Hinsicht als ausgesprochener Rechtsskandal gewertet. Die Erstellung der neuen Ortschaft wäre die erste staatlich gutgeheissene Gründung einer neuen Siedlung auf besetztem Gebiet seit 1992. Die Siedlungsgründung sowie die Besitznahme palästinensischen Privateigentums kämen einem Verstoss gegen die Roadmap des Nahost-Quartetts gleich, einer Missachtung des Obersten Gerichts des Landes, einer Missachtung internationalen Rechts, einem Bruch der Versprechungen gegenüber der amerikanischen Regierung.

... Das Oberste Gericht muss noch sein Plazet zu der krassen Missachtung des von ihm selber ausgesprochenen Urteils geben. Der neue Präsident des Obersten Gerichtshofs, Ascher Grunis, gilt als konservativer Richter, und Regierung und Siedler hoffen, dass er den faulen Kompromiss mit einem Stichvotum bestätigen werde. Dies dürfte wohl einer der Gründe gewesen sein, wieso Justizminister Yaakov Neeman kürzlich eine Gesetzesänderung durchboxte, die es erlaubte, den 67-jährigen Grunis unter Umgehung der Altersbeschränkung auf den Sessel des Gerichtspräsidenten zu hieven."

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/fauler_kompromiss_um_eine_siedlung_in_cisjordanien_1.15955378.html

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

28. März 2012 - 23:03 Uhr

Ich behaupte mal, dass Frau Livni Recht spricht. Die PA ist sowieso unfähig, das Westjordanland zu kontrollieren.

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Angie Hadad

Registriert seit: 07.06.2010

Kommentare: 414

29. März 2012 - 09:09 Uhr

O.R.
Es sollte doch bitte Gleiches mit Gleichem verglichen werden.

Sich auf der einen Seite fuer gute Integration gewisser Menschengruppen einsetzen, auf der anderen Seite strikt die Meinung vertreten dass Judaea und Samaria judenfrei sein soll.

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1073

29. März 2012 - 09:59 Uhr

FRAU HADAD, wen ordnen Sie unter "bestimmte Menschengruppen" ein ?

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Angie Hadad

Registriert seit: 07.06.2010

Kommentare: 414

29. März 2012 - 11:22 Uhr

Herr Scholl,
Hr. Rosenstock hat bestimmt verstanden was ich meine.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 12:22 Uhr

@Oliver Rosenstock: Gibt es inzwischen auch einen Artikel in der NZZ, in der Herr Szpiro seine wilde Spekulation darüber, dass Herr Grunis den "faulen Kompromiss mit einem Stichvotum bestätigen werde", revidiert? Da Herr Szpiro in dem von Ihnen verlinkten Artikel die "linksliberale Tageszeitung 'Haaretz'" zitiert, hätte er inzwischen dort lesen müssen, was Frau Günther auch in ihrem obigen Artikel erwähnt: Die Entscheidung (den Kompromiss abzulehnen und die Räumung von Migron durchzusetzen) wurde einstimmig von einem dreiköpfigen Richter-Gremium des Obersten Gerichtshofes -Asher Grunis, Mirian Naro und Salim Joubran- getroffen, die anordneten, dass der Außenposten bis 1. August abgerissen werden müsse. ("Sunday's decision was reached unanimously by a panel of three Supreme Court Justices – Asher Grunis, Mirian Naro and Salim Joubran – who ordered the outpost demolished by August 1." - http://www.haaretz.com/news/national/israel-supreme-court-rejects-compromise-deal-on-west-bank-settlement-of-migron-1.420631)

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

29. März 2012 - 14:02 Uhr

Frau Lauser,

Ihrem Wunsch Folge leistend habe ich nach dem neusten NZZ-Artikel zu diesem Thema ausschau gehalten. Hier das Ergebnis:

"Israel stellt Kooperation mit dem Uno-Menschenrechtsrat ein
Regierung erwägt «Strafmassnahmen» gegen die Palästinenser...

Israel hat alle Verbindungen zum Uno-Menschenrechtsrat abgebrochen. Der Rat hatte zuvor beschlossen, die international umstrittene Siedlungspolitik Israels zu untersuchen...

Das Uno-Gremium in Genf hatte am Donnerstag mit 36 Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme der USA und zehn Enthaltungen beschlossen, die Auswirkungen der israelischen Siedlungen auf die Palästinenser im Westjordanland und im arabischen Ostteil Jerusalems zu untersuchen. Israel hatte bereits am Sonntag angekündigt, den Mitgliedern der Untersuchungskommission die Einreise zu verweigern.

Israel erwägt nach Medienberichten auch «Strafmassnahmen» gegen die Palästinenser. Zur Diskussion stehe, erneut Steuerrückzahlungen in Millionenhöhe einzubehalten und nicht an die Autonomiebehörde in Ramallah weiterzuleiten."

Ganzer Artikel: http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/nahost_israel_uno-menschenrechtsrat_1.16103438.html

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1073

29. März 2012 - 15:06 Uhr

Herr Rosenstock, gegen gewisse Grundhaltungen ist kein Kraut gewachsen.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

29. März 2012 - 15:11 Uhr

Frau Lauser,

in der gestrigen internationalen Ausgabe der NZZ befindet sich auf Seite 4 ein Artikel von Hr. Szpiro der sich mit dem Urteil auseinandersetzt. "Urteil gegen jüdische Siedler" lautet die Überschrift. Lleider habe ich ihn online nicht gefunden. Eventuell wird er zeitverzögert eingestellt.

Es wird dort vermerkt, dass der Schein der Rechtsstaatlichkeit gewahrt ist und dass das Gericht der Regierung vorwarf die Umsetzung von Urteilen zu hintertreiben. Weltoffene Kreise in Israel sollen laut Artikel das Urteil loben.

Ferner ist dem Artikel zu entnehmen, dass der Parlamentspräsident der Kneset, Reuven Rivlin, eine Sondersitzung einberufen habe deren Ziel die Novellierung eines Gesetzes sein soll, welches dann "Siedler guten Glaubens völlige Niederlassung in Cisjordanien ohne drohende Evakuierung gewähren soll". Also ein weiterer Versuch das Urteil zu unterwandern.

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theresia lang

Registriert seit: 03.12.2010

Kommentare: 433

29. März 2012 - 15:16 Uhr

Israel sucht Kampfbasis in Aserbaidschan !

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 15:19 Uhr

@Oliver Rosenstock: Weder ist der von Ihnen verlinkte Artikel von Herrn Szpiro, noch wird darin Herrn Szpiros wilde Spekulation revidiert, die er in dem zuerst von Ihnen verlinkten Artikel äußerte.
Was den UNO-Menschenrechtsrat angeht: Angesichts all der wirklichen Menschenrechtsverletzungen insbesondere in islamischen Ländern ist es m. E. eine Absurdität, wenn sich der Menschenrechtsrat nun ausgerechnet mit Israels Siedlungspolitik befassen will, als sei dies DIE Menschenrechtsverletzung schlechthin. Dieses Vorgehen des Menschenrechtsrates ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die wirklich unter Menschenrechtsverletzungen zu leiden haben, die aber leider keine starke arabisch-islamisch-palästinensische Lobby hinter sich haben, insbesondere deshalb, weil viele der Menschenrechtsverletzungen in Mitgliedstaaten des Menschenrechtsrates begangen werden und natürlich keiner dieser Staaten das Augenmerk auf sich selbst richten möchte. Da passt Israel als Sündenbock mal wieder sehr gut ins Bild. Damit lässt sich auch sehr gut ablenken von den Menschenrechtsverletzungen, die die Palästinenser selbst begehen (z. B. Diskriminierung von Frauen, Homosexuellen, Hetze gegen Israel, Erziehung von Kindern zu Gewalt usw.) Dass Israel angesichts solch einer Doppelmoral beim Menschenrechtsrat manchmal zu viel bekommt und sich dann zurückzieht, kann ich sehr gut nachempfinden.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 15:24 Uhr

@Oliver Rosenstock: Zu Ihrem genannten Artikel von Herrn Szpiro gibt es bereits wieder Aktuelles in der von Herrn Szpiro schon zitierten Haaretz, dieses Mal in der Haaretz vom 27.03.2012: Danach gilt es als äußerst unwahrscheinlich, dass das genannte Gesetz überhaupt verabschiedet wird: http://www.haaretz.com/news/national/law-to-legalize-migron-considered-unlikely-1.420879

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 15:25 Uhr

@Herbert Scholl: Sprechen Sie von sich selbst?

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Michael Carey

Registriert seit: 29.03.2012

Kommentare: 6

29. März 2012 - 15:32 Uhr

@ Frau Lang - die israelische Militärbasis auf fremden Territorium ist rein präventiver Natur und keinesfalls als Aggression zu werten. Nein, auch ein israelischer Erstschlag ist ja eigentlich nur ein vorgezogener Zweitschlag...

Würde die erbärmliche Kaste der Politiker doch nur mal auf das Volk und gerade auf die Jugend hören...

http://www.richardsilverstein.com/tikun_olam/wp-content/uploads/2012/03/israel-against-iran-war.jpg

http://www.3quarksdaily.com/.a/6a00d8341c562c53ef016764065530970b-320wi

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Daniel Halberkann  

Daniel Halberkann

Registriert seit: 07.08.2011

Kommentare: 484

29. März 2012 - 16:41 Uhr

""Kommt heim nach Israel" – ins israelische Kernland."
Und selbst dieses "Kernland" befindet sich auf gestohlenem Territorium.

Ist das Urteil des Obersten Gerichtshofes Israels nicht eigentlich übelst antisemitisch, Frau Lauser, Frau Hadad?

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 17:03 Uhr

@Daniel Halberkann: Von wem und wem wurde denn das Kernland gestohlen, Herr Halberkann? Die Juden, die dort bereits seit Generationen Land besaßen und größtenteils auch dort wohnten, kommen ja wohl nicht in Frage. Und die Juden, die von außerhalb kamen, Teile des Landes von arabischen Großgrundbesitzern kauften und besiedelten, kommen m. E. auch nicht als Diebe in Frage. Die Briten, die das Kernland und weitere Gebiete vom Völkerbund als Mandat übertragen bekamen mit der deutlichen Auflage, den Juden Raum zum Siedeln zu geben, kommen vermutlich auch nicht in Frage. Die UNO, die sich 1947 mehrheitlich für den Teilungsplan aussprach, wohl auch nicht. Und Gebiete, die in einem (Verteidigungs-) Krieg erobert werden, gelten meines Wissens auch nicht als gestohlen. Also, von wem und wem wurde das Kernland gestohlen? Und warum sollte das Urteil des Obersten Gerichtshofes „übelst antisemitisch“ sein?

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theresia lang

Registriert seit: 03.12.2010

Kommentare: 433

29. März 2012 - 17:37 Uhr

Frau Lauser, wieso fühlten Sie sich angesprochen??

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Kai Fischer  

Kai Fischer

Registriert seit: 17.09.2009

Kommentare: 1186

29. März 2012 - 17:59 Uhr

"Gebiete, die in einem (Verteidigungs-) Krieg erobert werden, gelten meines Wissens auch nicht als gestohlen."

Was für ein Satz!
Und was für eine perverse Logik, Frau Lauser!

Wer sich verteidigt (!!), soll allen Ernstes auch das Recht haben, sich zusätzlich noch etwas zu nehmen?

Gut, wenn mir demnächst jemand auf dem Bürgersteig den Weg abschneidet, werde ich ihn nicht nur zurückdrängen, sondern ihm auch noch das Smartphone abnehmen. Nach der "Lex Lauser" darf ich das ja ;-)))

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1073

29. März 2012 - 18:02 Uhr

Frau Lauser, wie ist es zu verstehen, dass Israel sich im mehrheitlich schiitischen Aserbaitschan eine Flugbasis sucht?
Gibt es da Probleme zwischen den Schiiten dort und den Schiiten in Iran.??
Und was meint die angrenzende Türkei dazu ?
Sie sind doch bestens informiert !

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Harald Meierhofer  

Harald Meierhofer

Registriert seit: 12.09.2011

Kommentare: 2115

29. März 2012 - 18:12 Uhr

Frau Lauser, Gebiete, die in einem Krieg erobert wurden, gelten als völkerrechtswidrig angeeignet.
Übrigens auch die Golan-Höhen, die Israel faktisch annektiert hat.

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Daniel Halberkann  

Daniel Halberkann

Registriert seit: 07.08.2011

Kommentare: 484

29. März 2012 - 18:13 Uhr

@Frau Lauser
"Und warum sollte das Urteil des Obersten Gerichtshofes „übelst antisemitisch“ sein?"
Kommen Sie mir doch nicht mit diesen billigen rhetorischen Taschenspielertricks. Beantworten Sie die lieber Frage. Wird nicht gerade von Ihnen und Frau Hadad jeder, der die Siedlungspolitik des zionistischen Regimes - Pardon, der einzig demokratischen Regierung des Nahen Ostens natürlich - kritisiert, postwendend des übelsten Antisemitismus' geziehen? Ist also der Oberste Gerichtshof, der diese Siedlungspolitik nun auch höchstrichterlich kritisiert, daher nicht auch übelst antisemitisch?

[ed.]

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 20:02 Uhr

@Theresa Lang: Was genau meinen Sie mit Ihrer Frage? Herr Halberkann, z. B., hat mich direkt angesprochen.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 20:04 Uhr

@Kai Fischer: Ein Krieg, bei dem es um Leben und Tod geht, ist für Sie also vergleichbar mit jemandem, der Sie auf dem Bürgersteig anrempelt. Interessant. Und aus IHREM Vergleich „Krieg = Anrempeln auf dem Bürgersteig“ ziehen Sie den Schluss, ICH wäre der Meinung, wenn jemand Sie auf dem Bürgersteig anrempelt, dürften Sie auch dessen Smartphone nehmen. Noch interessanter. – Mein Glaube, dass nur weibliche Logik hin und wieder etwas sonderbar ist, erhält durch Ihren Beitrag ernsthafte Risse!

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 20:17 Uhr

@Herbert Scholl: Meine neusten Informationen lauten, dass Aserbaidschan bestreitet, Israel Zugang zu einer Luftwaffenbasis an der Grenze zum Iran gewährt zu haben (http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/azerbaijan-denies-granting-israel-access-to-air-bases-on-iran-border-1.421562).

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 20:19 Uhr

@Harald Meierhofer: Zunächst einmal verstießen zuallererst die Angriffskriege, die arabische Staaten gegen Israel geführt haben, gegen die Ziele der UN-Charta (http://www.un.org/depts/german/un_charta/charta.pdf - insbesondere Artikel 1).
Was Ihre Behauptung angeht, dass Gebiete, die in einem Krieg erobert wurden, als völkerrechtswidrig angeeignet gelten, so haben Sie hierfür sicherlich einen Beleg, den Sie hier nennen können. – Am besten Sie legen gleich eine Quelle vor, in der auch geregelt wird, was Sache ist, wenn eine Partie die eroberten Gebiete nach dem Krieg im Austausch gegen Frieden zurückgegeben will (wie Israel es wollte), die Gegenpartie aber nicht bereit ist, die Gebiete im Austausch gegen Frieden zurückzunehmen (so geschehen auf Seiten der Araber)….

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

29. März 2012 - 20:22 Uhr

@Daniel Halberkann: Ich halte das Urteil des Obersten Gerichtshofes nicht für antisemitisch. Darüber hinaus halte ich auch nicht jede Kritik an Israels Siedlungspolitik für antisemitisch.

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

30. März 2012 - 10:03 Uhr

@ Daniel Halberkann: Das Urteil ist auch deswegen nicht antisemitisch, weil das Gericht den Umzug schon zum 01. August ausdrücklich angeordnet hat. Das wurde in dem Artikel nicht erwähnt.

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

30. März 2012 - 14:26 Uhr

Antisemitisch und ziemlich krank sind aktuellst solche Aussagen:

„Die Proteste kündigen die bevorstehende Befreiung der Al-Aksa-Moschee von der schändlichen Besatzung an.“

Auch der sogenannte Land Day hat mit Israelkritik nichts mehr zu tun. Die ist sowieso eine Worterfindung des Westens- im Speziellen einiger Links-und Rechtsextremer. Im Grunde ist das Antisemitismus in Reinstform.

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theresia lang

Registriert seit: 03.12.2010

Kommentare: 433

30. März 2012 - 19:35 Uhr

Einfach mal NZZ: Neue Siedlungspläne im Westjordanland
oder
FT: Israel macht Flugfeld nahe Iran klar
lesen.
Vielleicht fällt dan mancher Kommentar anders aus !

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1073

30. März 2012 - 19:38 Uhr

Oder Spiegel: Israel will Siedlungen massiv ausweiten.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

30. März 2012 - 20:04 Uhr

Israel will Siedlungsbau vorantreiben:

....Die Dokumente widerlegen laut "Haaretz" mehrere Lebenslügen der Regierung in Jerusalem:

■ Die Grenzen der für den Siedlungsbau vorgesehenen Gebiete sind an vielen Stellen mit dem Verlauf der israelischen Sperranlage identisch. Das belege, dass der Bau der Sperrmauer nicht in erster Linie unter Sicherheitsaspekten geplant wurde, sondern dazu dient, die israelischen Siedlungen in besetztem Gebiet zu vergrößern.

■ Auf dem Gebiet, das zukünftig für den Siedlungsbau vorgesehen ist, existieren schon jetzt mehrere Außenposten, in denen sich Siedler in provisorischen Häusern niedergelassen haben. Nach Ansicht des israelischen Siedlungsgegners Dror Etkes belegt dies, dass die Siedler von den Regierungsplänen wussten. Die Regierung sei somit tief in die systematischen Rechtsbrüche der Siedler verstrickt.

Mehr als eine halbe Million Siedler leben inmitten von gut 2,5 Millionen Palästinensern in Ostjerusalem und dem Westjordanland. Gegenwärtig nehmen die Siedlungen eine Fläche von knapp zehn Prozent der West Bank ein. Nach Angaben des Uno-Büros für humanitäre Hilfe in den Palästinensergebieten (Ocha) haben israelische Behörden zudem 35 Prozent der Fläche Ost-Jerusalems für Israels Siedlungsausbau beschlagnahmt.

Nicht nur die Siedlungen selbst sind für Palästinenser tabu, sie dürfen auch mehrere für die Siedler bestimmte Straßen nicht befahren. Nach Ocha-Angaben gab es im September 2011 im Westjordanland 522 Sperren und Kontrollposten der israelischen Streitkräfte.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,824823,00.html

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

30. März 2012 - 20:09 Uhr

Die Karten wurden auf Anfrage des Anti-Siedlungs-Aktivisten Dror Etkes, ehemals „Frieden jetzt“, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Die Karten zählen mehrere Gemeinden auf, die nicht existieren“, so schreibt Ha’aretz, wie „Schlomzion“, „Lev Hashomron“ („Herz Samarias“) und „Mevo Adumim“. Insgesamt seien 569 Parzellen auf etwa 10 Prozent der gesamten Fläche des Westjordanlandes markiert, ein Teil davon auch in den von den Palästinensern verwalteten sogenannten A- und B-Zonen. Etkes vermutet, dass die Zivilverwaltung die fraglichen Landflächen „für eine künftige Nutzung reserviert“.

Israels Festhalten am Ausbau der Siedlungen ist der Hauptgrund für das Stocken des Friedensprozesses.

Quelle: http://www.taz.de/Israel-Palaestina-Konflikt/!90684/

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

31. März 2012 - 20:45 Uhr

Abenteuerliche Märchenstunde! Der Friedensprozess stockt doch schon seit Jahren. Hauptgrund ist das Absprechen des Existenzrechts Israels. .

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

31. März 2012 - 23:37 Uhr

@Paul Heier um 20:45 Uhr: Herr Heier, ich teile Ihre Aussage. Der Spiegel-Artikel, der von Herrn Rosenstock verlinkt wurde (der taz-Artikel kann unter dem angegebenen Link nicht aufgerufen werden), bezieht sich wohl auf diesen Ha’aretz-Artikel: http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/israel-defense-ministry-plan-earmarks-10-percent-of-west-bank-for-settlement-expansion-1.421589. Dieser Ha’aretz-Artikel beinhaltet im Zusammenhang mit dem angeblichen israelischen Plan für Siedlungserweiterung nur einmal das Wort „proof“ (= Beweis), wobei dieser „Beweis“ in Wirklichkeit nicht auf Fakten sondern auf einer Vermutung des „Anti-Siedlungs-Aktivisten“ Dror Etkes beruht. Ansonsten findet man in dem Ha’aretz-Artikel übermäßig häufig Worte wie „vermutlich“, „nahelegen“, „andeuten“. Das heißt, der Autor des Ha’aretz-Artikels baut seine Geschichte auf Vermutungen und keineswegs auf Belegen auf. Und der Autor des Spiegel-Artikels übernimmt diese Vermutungen einfach und stellt sie als „Geheimplan“ der israelischen Regierung vor. Die journalistische Ethik lässt m. E. sowohl im Ha’aretz- als auch im Spiegel-Artikel zu wünschen übrig, weil Nachrichten, die auf reinen Vermutungen basieren, zur Meinungsmache genutzt werden. Im Ha’aretz-Artikel kommt wenigstens auch noch „die andere Seite“ (sprich: Vertreter der israelischen Zivilverwaltung) zu Wort, wenn auch nur kurz.
Der Spiegel-Autor schafft es jedoch nicht, auch diesen Absatz aus dem Ha’aretz-Artikel zu übernehmen. Stattdessen beginnt er, weitere Märchen aufzutischen, z. B. das Märchen, dass israelische Siedlungen für Palästinenser tabu seien. Hat der Autor noch nie davon gehört, dass es zahlreiche palästinensische Arbeitskräfte in israelischen Siedlungen gibt? Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass die palästinensische Autonomiebehörde den Palästinensern das Arbeiten in den israelischen Siedlungen verbieten wollte, dieses Vorhaben dann jedoch wieder bleiben ließ (http://www.haaretz.com/print-edition/news/pa-lightens-ban-on-working-in-settlements-to-ease-palestinian-unemployment-1.333439).

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

01. April 2012 - 08:47 Uhr

Frau Lauser,

den taz-Artikel finden Sie u.o.g. URL, die Sie nur in den Browser kopieren müssen oder Sie nutzen diese Link: http://goo.gl/KASaZ

Lesenswert: http://www.haaretz.com/print-edition/opinion/un-probe-must-take-west-bank-out-of-israeli-hands-1.421844

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resi menke

Registriert seit: 12.03.2012

Kommentare: 46

01. April 2012 - 09:28 Uhr

Herr Rosenstock, bald leben in der Zone C nur noch die Nachkommen Isaak's
die Nachkommen Ismael's müssen sich eine neue Heimat suchen
Abraham ist erschüttert.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

01. April 2012 - 09:59 Uhr

Frau Menke,

wie systematisch Israel vorgeht, kann man anhand einer kurzen aber sehenswerten Arte-Dokumentation zum israelischen Schutzzaun sehen. http://www.youtube.com/watch?v=Qftw4AmCUXs

Der Schutzzaun bzw. -mauer steht auf palästinesischem Gelände, hält sich nicht an die Grenzen sondern schneidet tief in palästinensische Gebiet ein und schließt manchen Palaästinenser von seinen Landsleuten ab. Die Osloer Verträge werden hier bewusst gebrochen.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

01. April 2012 - 11:47 Uhr

Wer neben den Fakten, über die der oben verlinkete 10minütige Bericht informiert, noch die Auswirkungen des Grenzzaunes sehen möchte, soll sich diese Arte-Dokumentation (45 Min.) ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=oVKXV1WgSlE&feature=relmfu

Die beiden Filme helfen sich selber eine Meinung über die israelische Intention bezüglich der Palästinensergebiete zu bilden.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

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01. April 2012 - 16:53 Uhr

@Oliver Rosenstock um 08:47 Uhr: Der taz-Artikel hat den gleichen Tenor wie der Spiegel-Artikel, d. h. er basiert auf reinen Vermutungen, die mit Fakten nichts zu tun haben. Trotzdem wird aus diesen Vermutungen eine Nachricht konzipiert und Meinungsmache gegen Israel betrieben. Wie schon gesagt: die journalistische Ethik (Stichwort Pressekodex des Deutschen Presserates: http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex.html bzw. Declaration of Principles der International Federation of Journalists: http://www.ifj.org/assets/docs/060/151/2bcb53c-c641f97.doc) lässt bei diesen Artikeln sehr zu wünschen übrig. Übrigens: Aktuell ganz oben auf der Seite der International Federation of Journalists steht heute ein Aufruf zur Freilassung eines palästinensischen Journalisten, der von der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) verhaftet wurde, weil er seine Quelle für einen Bericht über die Korruption innerhalb der PA nicht nennen wollte: http://www.ifj.org/en/articles/ifj-calls-for-release-of-palestinian-journalist-held-over-protection-of-sources. Aber von solchen Vorkommnissen hört man hierzulande in der Regel nichts. Die tatsächlichen Unrechtmäßigkeiten der Palästinenser scheinen nicht von großem Interesse zu sein. Man stürzt sich lieber auf angebliche Unrechtmäßigkeiten Israels und wenn man derer keine Schlagzeilengemäße findet, verfasst man eben eine Nachricht bestehend aus Vermutungen und vermischt diese dann noch –wie es z. B. Frau Knaul tut- mit dem ewigen Mantra, der Siedlungsbau allein sei schuld daran, dass es mit dem Friedensprozess nicht vorwärts gehe. Als ob es keinen palästinensischen Terror, keine palästinensische Hetze gegen Israel, keine palästinensische Erziehung zum Hass auf Israel und keine palästinensische Sturheit bzw. Unbeweglichkeit gäbe. Marwan Barghouti sitzt –wie Frau Knaul schreibt- wegen Terroranschlägen in Haft. Wegen Leuten wie ihm, der für zahlreiche tote israelische Zivilisten verantwortlich ist, musste der Sicherheitszaun erst gebaut werden. Aber Sie und andere beschweren sich nicht über das Morden unschuldiger israelischer Zivilisten durch Herrn Barghouti und seinesgleichen, für Sie und andere ist allein der angeblich unrechtmäßige Bau eines Sicherheitszauns von Relevanz. Meine Meinung über die angebliche juristische Gerechtigkeit und Unvoreingenommenheit von Juristen muss ich angesichts Ihrer einseitigen Aussagen auch noch mal überdenken….

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Andrea Lauser

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01. April 2012 - 16:54 Uhr

@Resi Menke: Abraham ist erschüttert? Haben Sie parapsychologische Fähigkeiten oder woher wollen Sie das wissen?

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Andrea Lauser

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01. April 2012 - 17:05 Uhr

@Oliver Rosenstock um 09:59: Die Arte-Dokumentation ist bereits aus dem Jahr 2004. Die im Bericht erwähnte geplante Fertigstellung im Jahr 2005 (ca. Minute 6:50) konnte nicht verwirklicht werden, u. a. deshalb nicht, weil vom Bau Betroffene beim Obersten Gerichtshof in Jerusalem Einspruch erheben können und noch zahlreiche Klagen offen stehen. Infolge der Klagen wurde der Verlauf des Zauns zigmal geändert. (Eine Übersicht über die Jahre 2003-2007 befindet sich –leider nur auf Englisch- hier: http://www.securityfence.mod.gov.il/pages/eng/news.htm#news49.)
Es ist auch nicht alles richtig, was in der Arte-Dokumentation berichtet wird. Zum Teil widerspricht sich die Dokumentation sogar selbst. An einem Punkt wird z. B. gesagt, die „Sperranlage“ verlaufe „ausschließlich auf palästinensischem Gebiet“ (etwa bei Minute 4:15), die Karte allerdings, die kurz vor dieser Aussage zu sehen ist, zeigt, dass ein Teil des Sicherheitszauns auch entlang der „Grünen Linie“ verläuft. (Im Übrigen ist die „Grüne Linie“ KEINE Grenze (wie Sie sagen), sondern eine Waffenstillstandslinie, was völkerrechtlich einen Unterschied darstellt.)
Kurz nach der Aussage, die „Sperranlage“ verlaufe „ausschließlich auf palästinensischem Gebiet" wird etwa bei Minute 4:50 anhand eines dargestellten Beispiels erwähnt, dass der Zaun „im Norden des Westjordanlandes (…) der grünen Linie“ folgt.
Es ist auch falsch, dass die Palästinenser, die sozusagen „vor“ dem Sicherheitszaun leben, „nicht mehr ins eigene Westjordanland“ dürfen und deshalb „in einer Art rechtsfreien Zone“ leben, wie es der Bericht etwa bei Minute 5:30 behauptet. Der o. g. Link zeigt in einem „Fakten-und-Zahlen“-Bericht vom 13.8.2003 u. a. Folgendes auf:
- Die erste Stufe des Sicherheitszauns, 140 km, wurde am 31. Juli 2003 abgeschlossen.
- 123 km befinden sich im Gebiet von Salem-Elkana und 17,8 km in den nördlichen und südlichen Teilen von Jerusalem.
- Nur 8 km von 140 km bestehen aus Beton-Segmenten, um direktes Schießen zu verhindern.
- 41 Landwirtschaftstore sind entlang der Route vorhanden, um palästinensischen Bauern den Zugang zu ihren Ländereien zu ermöglichen.
- 9 Übergänge für Fußgänger und Fahrzeuge werden bestehende Checkpoints ersetzen.
- 4 Checkpoints für den Transfer von Gütern werden errichtet, ähnlich dem Karni Checkpoint. Ein 5. Checkpoint wird errichtet, wenn das gesamte Projekt abgeschlossen ist.
- Die Kriminalitätsrate (Raub, Diebstahl) entlang der Route nahm um 30% ab.
(Mehr dazu siehe auch hier auf Englisch: http://www.seamzone.mod.gov.il/pages/eng/Humanitarian.htm)
Es gibt also Zugänge zu den Palästinensergebieten. Und in einer "Art rechtsfreien Zone" leben die Menschen auch nicht (siehe hierzu z. B. auch die Möglichkeiten der betroffenen Palästinenser, vor dem Obersten Gerichtshof in Jerusalem zu klagen).

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

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01. April 2012 - 17:09 Uhr

@Oliver Rosenstock um 11:47 Uhr: Wenn man sich die ersten Minuten dieser von Ihnen verlinkten Dokumentation anschaut, so scheint auch sie aus den Anfängen des Baus des Sicherheitszauns zu stammen. (Weiter habe ich sie nicht angeschaut, weil mir einfach die Zeit dazu fehlt. Und ein direkter Hinweis darauf, aus welchem Jahr sie stammt, war im Abspann zu finden, da dieser nicht bis zum Ende lief.)
Deshalb verweise ich auf meine vorherigen Beiträge und insbesondere noch mal auf diese Feststellung: Sie und andere beschweren sich nicht über das Morden unschuldiger israelischer Zivilisten durch Herrn Barghouti und seinesgleichen, für Sie und andere ist allein der angeblich unrechtmäßige Bau eines Sicherheitszauns zur Verhinderung weiterer Morde von Relevanz. Meine Meinung über die angebliche juristische Gerechtigkeit und Unvoreingenommenheit von Juristen muss ich angesichts Ihrer einseitigen Aussagen auch noch mal überdenken….

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Michael Carey

Registriert seit: 29.03.2012

Kommentare: 6

01. April 2012 - 17:13 Uhr

@ Frau Lauser...formaljuristisch haben Sie vielleicht Recht aber ich denke, dass die betroffenen Menschen wenig mit derartigen Rhetorikspielchen anfangen können.
Das hindert den Friedensprozess, diese technokratischen Wortklaubereien sowie das Pochen auf Paragraphen.
Frieden benötigt keine Paragraphen, Frieden benötigt nur den Willen dazu
Have a nice Sunday

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

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01. April 2012 - 17:42 Uhr

Frau Lauser,

Sie sollten die Dokumentation wenigsten anschauen bevor Sie Einseitigkeit unterstellen.

Die Dokumentation thematisiert das Leid auf beiden Seiten, so auch die Ermordung von 5 israelischen Zivilisten eines sehr gemäßigten und aufgeschlossenen Kibbuz im Grenzgebiet während der Dreharbeiten. Man erfährt auch etwas über die Gewaltspirale und wie solche Morde das Denken und Fühlen der Betroffenen beeinflusst. Also, anschauen und dann mosern.

Bei der Dokumentation von Inigo Gilmore handelt es sich um eine Gemeinschaftsproduktion von ARTE / ZDF / BBC aus dem Jahre 2003.

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

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01. April 2012 - 17:47 Uhr

Herr Rosenstock, geben wir's doch auf. Gegen die Attitüden einer Frau Lauser
ist kein Kraut gewachsen.

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Joachim Pape

Registriert seit: 04.12.2009

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01. April 2012 - 18:22 Uhr

Herr Scholl,
haben Sie es jetzt auch endlich geschnallt??

Ich schaue mir das Schauspiel schon seit Wochen nur noch aus der Ferne an. Ist aber trotzdem immer wieder lustig, wie leicht sich eingefleischte Kommentatoren im Netz einer Frau L. fangen lassen.

SM-Kommentatoren?

Einen schönen Sonntag noch den Herren.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

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01. April 2012 - 18:35 Uhr

Herr Scholl und Herr Pape,

es ist keineswegs meine Intention Frau Lauser von irgendetwas zu überzeugen. Von S/M kann also keine Rede sein; allenfalls von etwas Neckerei.

Ich bin mir sicher, dass mitlesende Dritte sich Ihre eigene Meinung bilden können. Für diese mitlesenden Dritte liefere ich gerne ein paar Informationen in Abrundung zu den Berichten von Frau Günther.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

01. April 2012 - 19:57 Uhr

@Michael Carey: „Frieden benötigt keine Paragraphen, Frieden benötigt nur den Willen dazu“. – Es wäre ja schön, wenn Ihre buchstäbliche „Sonntagsrede“ so einfach funktionieren würde. Und unter streitenden Nachbarn z. B. hier in Freiburg kann sie vielleicht auch funktionieren (wobei der nachbarliche Friede hierzulande auch oft genug mit juristischen Paragraphen geregelt werden muss). Für streitende Völker braucht es m. E. in der Regel aber eben doch Paragraphen, die gewisse Dinge wie z. B. den Grenzverlauf, die Sicherheitsinteressen usw. regeln.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

01. April 2012 - 20:02 Uhr

@Oliver Rosenstock um 17:42: Die kurze Dokumentation hatte ich gesehen und darauf bezog ich mich. Für die lange Dokumentation hatte/habe ich -wie gesagt- schlichtweg nicht die Zeit. Wenn sie aber in der Tat ausgewogen ist und beide Seiten darstellt, so freut’s mich. Danke auch noch für den Hinweis, dass die lange Dokumentation aus dem Jahr 2003 ist. Interessieren würde mich allerdings mehr, wie es heute aussieht, weil vieles aus dem Jahr 2003 eben nicht mehr aktuell ist (wie z. B. der damalige geplante Verlauf des Sicherheitszauns oder der Terminplan zur Fertigstellung).

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

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01. April 2012 - 20:06 Uhr

@Herbert Scholl: Sie wollen schon aufgeben?? Etwas mehr Standvermögen hätte ich von der Männerriege hier schon erwartet!!

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

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01. April 2012 - 20:10 Uhr

@Joachim Pape: Wenn Sie so viel Spaß haben, sollte sich die BZ-Redaktion überlegen, Vergnügungssteuer von Ihnen zu verlangen! ;-)

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

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01. April 2012 - 20:12 Uhr

@Oliver Rosenstock um 18:35: „Für diese mitlesenden Dritte liefere ich gerne ein paar Informationen“ – Sieh an, da haben wir ja tatsächlich mal die gleiche Intention! :-)

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

01. April 2012 - 20:27 Uhr

Frau Lauser,

der gemeinsamen Intention folgend, ergänze ich die einige Jahre alten Dokumentationen um ein paar aktuelle Details zu den Grenzverläufen:

Gaza:
Die Sperranalage verläuft entlang der grünen Linie, weswegen sie weniger kritikwürdig ist als jene im Westjordanland. Ägypten unterhölt an seinem Grenzverlauf zu Gaza eine ähnliche Anlage. Israel hat aber erklärt, dass es einen 200 bis 300 m breiten Sicherheitsstreifen auf palästinensischer Seite gäbe, der nicht betreten werden dürfte. Von dieser Sicherheitszone sind über 30% der landwirtschaftlichen Fläche des Gazastreifen betroffen und über 100.000 Einwohner. Die genau Anzahl der bis heute durch Soldaten umgebrachten Menschen entzieht sich meiner Kenntnis. Es werden um die 200 sein. Darunter Iman Hams, ein 13jähriges Mädchen deren Name ebenso bekannt sein sollte wie der von Gilad Shalit. Hier die unglaubliche Geschichte ihrer Ermordung: http://goo.gl/pVL3L

Westjordanland:
Die Sperranlange verläuft lediglich zu rund 20% auf der grünen Linie. Die übrigen 80% verlaufen auf palästinensischem Gebiet. Der Verlauf des kompletten Zauns würde bei Fertigstellung über 15% des palästinensischen Gebietes Israel zuschlagen. Es werden palästinensische Dörfer geteilt, Dörfer von Äckern und Wasser abgeschnitten. Die Sperranlage wurde von der UN und dem internationalen Gerichtshof verurteilt.

Seit der Erichtung der Anlage sind die Selbstmordanschläge zurückgegangen, doch ist dies nicht einfach auf die Sperranlage zurück zu führen, da zeitgleich auch die zweite Intifada beendet wurde.

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Joachim Pape

Registriert seit: 04.12.2009

Kommentare: 638

01. April 2012 - 20:43 Uhr

Herr Rosenstock,

beschreiben Sie Grenzanlagen eines Landes, das Anspruch erhebt als zivilisiert bezeichnet zu werden? Und das im Jahre 2012??

Ich bin schockiert!!

Und das nicht nur weil ich 30 Jahre im Grenzgebiet der ehemaligen DDR zur BRD überlebte. Eigentlich müsste ich diese Jahre im Vergleich zu Ihren Schilderungen jetzt im nachhinein als Urlaub betrachten.

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

01. April 2012 - 21:44 Uhr

@Frau Lauser: 31. März 2012 - 23:37 Uhr

Ja, absolute Übereinstimmung. Und dennoch gibt es immer wieder Leute, die auf diese Lügen reinfallen.

Herr Rosenstock: Es gibt keine Apartheid in Israel! Es ist nur ein Vorwand, den Staat Israel zu delegitimieren. Sie wurde definiert als "gesellschaftliche Politik der Rassentrennung und Diskriminierung, die von der weißen Minderheitsregierung in Südafrika zwischen 1948 und 1994
durchgesetzt wurde." Oberstes Ziel war eine Politik der “Trennung und politischen wie ökonomischen Diskriminierung.

Folgende Maßnahmen wurden ergriffen: Die schwarze Mehrheit der Bevölkerung wurde abgetrennt und diskriminiert und es wurde ihnen das Recht zur Teilnahme an Landeswahlen und zur Teilhabe an der Regierung verwehrt.

Es wurden Beziehungen zwischen Weiße und Nichtweiße verboten.

"Erzwungene physische Trennung zwischen den Ethnien durch Errichtung verschiedener Wohngebiete für verschiedene Ethnien."

"Verbot von Facharbeit für Schwarze in städtischen Gebieten außer in den für Beschäftigung Schwarzer vorgesehenen Bereichen."

"Verbot der Teilnahme an Landeswahlen für Farbige."
"Kein Streikrecht für Schwarze." Geschweige denn ein Demonstrationsrecht.

"„Ministerium für Schwarzenbildung“. ...Ziel sei es, Schwarzafrikaner von einer Bildung abzuhalten, die sie dazu bringen würde, Stellungen anzustreben, die ihnen in der Gesellschaft nicht gestattet seien. Schwarze Studenten wurden von den wesentlichen weißen Universitäten verbannt."

"... in allen Gemeinschaftseinrichtungen wie Restaurants, Schwimmbädern und öffentlichen Verkehrsmitteln....„Nur für Weiße“ und „Nur für Nicht-Weiße“-Schilder wurden aufgestellt, um diese Gesetzgebung durchzusetzen.

Soviel zum Thema Apartheid. In Israel trifft aber auch gar nix von den Punkten zu.

Israel steht unter all der ständigen kulturellen Spannungen, die für die jeweiligen verschiedenen Ethnien typisch sind. Sie sind untereinander nicht getrennt! Die Mauer im Westjordanland gibt es nur deswegen, weil die jüdischen Siedler der permanenten Bedrohung ausgesetzt sind. Das Argument einer Ghettoisierung der dort lebenden Palästinenser ist ein Vorwand der PA, der Fatah und der Hamas, um sich als Opfer gegenüber Israel darzustellen. Ziel ist die Anstachelung zur Gewalt und Hass. Am meisten leiden darunter friedliebende palästiensischen Bürger.

Frau Lauser. Sie schreiben: "Hat der Autor noch nie davon gehört, dass es zahlreiche palästinensische Arbeitskräfte in israelischen Siedlungen gibt?" Das frage ich mich auch. Die allermeisten Palästinenser sind doch froh, eine Arbeit zu haben und ihre Familie zu ernähren. Sie erkennen, dass die PA bzw. Fatah nicht für ihr Wohl sorgen kann. Von der Hamas brauchen wir erst gar nicht reden.

"Es ist noch gar nicht allzu lange her, dass die palästinensische Autonomiebehörde den Palästinensern das Arbeiten in den israelischen Siedlungen verbieten wollte, dieses Vorhaben dann jedoch wieder bleiben ließ" Um dann von der PA zu behaupten: Israel ist für die steigende Arbeitslosigkeit im Westjordanland beteiligt. Schade, dass sie das verboten hat. Die Welt hätte dann ihre Dummheit erkannt.

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theresia lang

Registriert seit: 03.12.2010

Kommentare: 433

01. April 2012 - 21:54 Uhr

Frau Lauser und Herr Heier im " Zweier mit Steuermann".
Fragt sich nur, wer der Steuermann ist.
;-))

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resi menke

Registriert seit: 12.03.2012

Kommentare: 46

01. April 2012 - 22:07 Uhr

Hagar und Ismael aus Abrahams Haus in die Wüste schicken, ist das die
Lösung von heute ??

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

01. April 2012 - 22:22 Uhr

Herr Heier,

eine Diskussion um die Verwendung des Begriffs Apartheid zur Beschreibung der Lebensumstände der Palästinenser hatten wir neulich einmal, doch nicht in diesem Diskussionsstrang.

Egal. Ich bin indifferent was die Bezeichnung Apartheid für die Beschreibung der Lebensumstände der Palästinenser betrifft. Als politisch motivierter Begriff hat er m.E. sein Bedeutung um sich Gehör zu verschaffen auch wenn es kein Begriff meiner Wahl ist. Inhaltlich haben Sie aber natürlich recht.

Wie immer man es aber nennen mag, die Palästinenser erfahren täglich eine Ungleichbehandlung existentiellen Ausmaßes. Frau Günther hat neulich einen Eindruck davon vermittelt: http://www.badische-zeitung.de/ausland-1/palaestinenser-fuerchten-um-haeuser-und-solaranlagen--56101493.html

Für heute verabschiede ich mich aus der Diskussion und wünsche einen schönen Abend. Ach, Herr Heier, verzichten Sie doch auf die überflüssigen Generalbehauptungen wie die Dummheit der Autonomiebehörde. Würde ich soetwas in Bezug auf "die Israelis" verwenden, würde mir Frau Lauser zu Recht Antisemitismus vorwerfen.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

02. April 2012 - 00:03 Uhr

@Joachim Pape: Hier ist noch etwas, über das Sie schockiert sein können: Eine europäische Sperranlage auf umstrittenem Gebiet in Marokko: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778304,00.html Und diese Sperranlage dient nicht einmal dem Schutz vor Terroristen, die versuchen, Europäer zu ermorden, sondern sie dient lediglich dazu, afrikanische Flüchtlinge daran zu hindern, nach einem besseren Leben in Europa zu suchen. - Und der „zivilisierte“ Kontinent Europa versucht, die Flüchtlinge mit dem Bau einer Riesensperranlage auf umstrittenem Gebiet daran zu hindern, ein besseres Leben in Europa führen zu können! Sie sollen lieber weiterhin ihr karges Leben in Afrika führen!

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

02. April 2012 - 06:22 Uhr

@Oliver Rosenstock am 1.4. um 20:27 Uhr: Ich vermisse die Quellen für Ihre Zahlen-Angaben. Wie auch immer: Die Bodennutzung des Gazastreifens besteht aus 29% anbaufähigem Land und 21% Dauerkultur (http://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/gz.html). Somit sind also 50% des Bodens des Gazastreifens (mögliche) landwirtschaftliche Fläche. Der Sicherheitsstreifen entlang der Grünen Linie beträgt ca. 15 km² (51 km Länge der Grünen Linie x 300 m Sicherheitszone). Der Gazastreifen hat insgesamt eine Fläche von 360 km², 50% (mögliche) landwirtschaftliche Fläche erstrecken sich also über 180 km² (die Hälfte von 360 km²). Selbst wenn sich entlang der Grünen Linie ausschließlich (mögliche) landwirtschaftliche Fläche erstrecken würde, entsprächen 15 km² Sicherheitszone nicht 30% sondern lediglich ca. 8% landwirtschaftlicher Fläche, die durch die Sicherheitszone verloren gingen. Abgesehen davon gäbe es eine Möglichkeit, auch diese 8% Land zu nutzen: die Beendigung der gegen Israel gerichteten gewalttätigen Angriffe durch die Palästinenser. Dann wäre die Sicherheitszone nicht nötig.
Was den traurigen Tod von Iman Hams angeht, so gibt es z. B. hier zwei Berichte, die zeigen, dass gegen den israelischen Soldaten, der auf das Mädchen geschossen hat, juristisch vorgegangen wurde: http://www.haaretz.com/print-edition/news/key-witness-i-lied-in-confirm-kill-case-1.149501; http://www.haaretz.com/print-edition/news/inquiry-faults-probe-of-gaza-girl-s-killing-1.180458 In Sachen Entführung Gilad Shalit habe ich nichts dergleichen gehört. Oder wissen Sie etwas davon, ob irgendeiner seiner Entführer und Folterknechte vor einem palästinensischen Gericht angeklagt wurde?
Ein paar Infos zum Sicherheitszaun im Westjordanland: http://www.seamzone.mod.gov.il/pages/eng/default.htm - Die endgültige Grenzziehung zwischen Israel und einem palästinensischen Staat wird/kann/soll in einem Friedensvertrag geregelt werden. Israel hat den Palästinensern bereits angeboten, bestehende Siedlungsblöcke im Westjordanland ins israelische Kernland zu übernehmen und dafür Land, das derzeit zum israelischen Kernland gehört, an die Palästinenser zu übergeben.
Übrigens: Die Intifada dauerte noch lange Zeit an, nachdem mit dem Bau des Sicherheitszauns begonnen worden war. Im Allgemeinen wird gesagt, dass die Zweite Intifada 2005 endete (http://www.mideastweb.org/Middle-East-Encyclopedia/second_intifada.htm). Der Sicherheitszaunbau begann im Jahr 2002 (http://www.securityfence.mod.gov.il/pages/eng/purpose.htm).

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Sandra Maier

Registriert seit: 20.08.2011

Kommentare: 92

02. April 2012 - 13:58 Uhr

Wenn ich das Foto der Häuser in dieser illegalen Siedlung so sehe, erwecken doch diese geschmackvollen Bauten den Eindruck, daß man dort gerne lebt... (ironisch).
Es ist kein Schaden, wenn diese trostlose Idylle jüdischem - sorry - israelischem Baugeschmacks verschwindet, da ich mir kaum vorstellen kann, daß die Mehrheit der Menschheit sich in solchem kalten, toten Ambiente wohlfühlen würde geschweige dort gerne leben würden. Mich wundert es, daß da überhaupt Menschen leben.

Durch Zufall bin ich auf eine sehr interessantes Interview mit Frau Evelyn Hecht-Galinski, der Tochter des ersten Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland Heinz Galinski, gestoßen. Sie besitzt viel Weitblick, ist aufgeklärt und vor allem hat sie meines Erachtens nach, das Herz am richtigen Fleck. Ich bewundere ihren Mut die Missstände so offen anzusprechen und die Menschen aufzuklären. Sie kennt die isralische Propaganda-Maschine wie kein anderer Mensch, blickt hinter die Kulissen und vor allem geht sie ihren eigenen Weg - den Weg des Herzens und der Menschlichkeit. Frau Hecht-Galinski zolle ich für ihre Arbeit meinen tiefen Respekt.

http://www.news4press.com/EVELYN-HECHT-GALINSKI-ISRAEL-DARF-ALLESN_647683.html

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1073

02. April 2012 - 14:42 Uhr

Hier muss ich mich doch nochmal einklinken.
Es wäre schade nicht zu erfahren, was Frau Lauser von den Ausführungen von Frau Hecht-Galinski hält!

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Michael Carey

Registriert seit: 29.03.2012

Kommentare: 6

02. April 2012 - 14:59 Uhr

@ Herr Scholl, Frau Hecht-Galinski ist den angeblichen Freunden Israels (die ja auch als einzige die Wahrheit im Nahen Osten kennen) schon lange ein Dorn im Auge.
Selbst der unerträglich dumme Berufspolemiker H.M. Broder hat schon gegen diese Frau gehetzt.
Wenn man der Tochter des ehem. Zentralratsvorsitzenden offen Antisemitismus vorwirft, muss die eigene Verzweiflung schon gewaltig sein

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

02. April 2012 - 18:01 Uhr

@ Theresia Lang: Netter Versuch. Keiner von uns beiden! :-)

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

02. April 2012 - 20:19 Uhr

Frau Lauser,

ich hätte mich mit der Feststellung begnügen können, dass es auf beiden Seiten junge Menschen gibt deren Leben bzw. Tod ein Symbol des täglich erlitten Leids ist, doch selbst bei einer solchen Feststellung möchten Sie die israelische Seite noch besser aussehen lassen, weil der israelische Soldat vor einem Gericht stand wohingen dies bezüglich Schilads Peiniger unklar ist.

Sie sollten dann aber die ganze Geschichte erzählen. Der Offizier war für die Eröffnung des Feuers auf Iman, welche in Schuluniform auf ihrem Weg zur Schule war, verantwortlich. Er war auch dafür verantwortlich, dass auf das angeschossene Mädchen weiter geschossen wurde als diese sich in Sicherheit bringen wollte. Schlussendlich hat er selber aus nächster Nähe sein Magazin in den Körper des Mädchen geschossen, einschliesslich zweier Schüsse in den Kopf. Das Gericht sprach den Soldaten frei, der danach befördert wurde.

Was Gilads Peiniger anbelangt, so sollten diese der Strafverfolgung zugeführt werden, doch ich bin mir leider sicher dass beide Seiten dazu nicht beitragen werden.

Voraussetzung wäre natürlich, dass diese nicht bereits in den israelischen Vergeltungsmaßnahmen ums Leben gekommen sind. Denn es ist ja möglich, dass zwischen den dutzenden Toten Palästinensern die etwa die Operation Herbstwolke verursachte nicht nur Unschuldige waren.

Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass Israel die Schuldigen bereits vor Jahren verschleppt hat ohne dies öffentlich zu machen, wie dies auch bei den in den Fall involvierten Mahawash al-Qadi geschehen war.

Wie dem auch sei, es wäre wünschenswert wenn Gilads Peiniger vor ein ordentliches Gericht gestellt würden.

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

02. April 2012 - 20:28 Uhr

@ Oliver Rosenstock: Sie können dafür ja auch den Begriff Torheit nehmen.

"die Palästinenser erfahren täglich eine Ungleichbehandlung existentiellen Ausmaßes." Fragt sich nur, welches staatliche Organ hier die Kontrolle hat und somit für die Ungerechtigkeit im Westjordanland verantwortlich ist. Wo doch Jerusalem prächtig wächst und gedeiht?! Wohl kaum wegen der Agrressivität der Feinde Israels. Es ist doch die ungerechte Verwaltung der PA, die die Geißel der Hamas und der Fatah ist.

Ich möchte nochmal die Hintergründe um das Thema Apartheid erörtern. Eine wichtige Person ist dabei, wie schon von Frau Lauser erwähnt: Marwan Barghouti. In Augen der Palästinenser eine Art Nelson Mandela. Nun, der hatte Anfangs friedliche Absichten im Kampf gegen das Apartheids-Regime. Herr Barghouti hatte dagegen noch nie friedliche Absichten gegen Israel und sein Volk gehabt. Aktuellst hat er sich beim "Globalen Marsch.." Streit gesucht, um sich als vermeintlicher Bürgerrechtler zu erheben. Er, der sich nun wie ein trotziger Junge benimmt, fordert aufgrund der völlig gerechtfertigten Siedlungspolitik alle Verhandlungen mit Israel abzubrechen. Am Meisten würden unter dem Abbruch die Palästinenser leiden.

Barghoutis ist ein wirklicher Skandal. Seine Aussage „Wenn sich die Zahl der Siedler verdoppelt“... erinnert mich an Nazi-Propaganda. Auch der Vorwurf der vermeintlichen Judaisierung Jerusalems gilt nicht, da die ewige Stadt seit 3000 Jahren dem israelischen Volk gehört. Außerdem wächst dort die Zahl der Palästinenser seit Jahrzehnten. Seit "1967 von 26 Prozent auf 35 Prozent."

Ein weiteres negatives Beispiel anti-israelischer Hetze liefert mal wieder Abbas, "dass das Narrativ der jüdischen Geschichte nicht belegbar sei, besonders die Existenz dessen, „was [das jüdische Volk) einen Tempel nennt.“ Es ist sogar der zweite jüdische Tempel!

Interessante Aussagen liefert der israelische Botschafter der Vereinten Nationen:

"Die Wahrheit ist, dass Jerusalem unter israelischer Hoheit einen bisher ungekannten Wohlstand genießt und allen Einwohnern erstmals gleiche Rechte gewährt. Seit ihrer Vereinigung durch Israel 1967 gedeiht die Stadt dank der Werte von Toleranz und Freiheit.
Zum ersten Mal seit Jahrhunderten sind alle heiligen Stätten, die zuvor gesperrt waren, offen für den Gottesdienst aller Menschen – ein Prinzip, das im israelischen Recht verankert ist.

Der „Globale Marsch“ gefährdet nicht nur Leben und Eigentum, sondern auch die Aussicht auf Frieden. Mit dem Versuch, die Verbindung des jüdischen Volkes zu dem Land auszulöschen, das schon vor Jahrtausenden seine Heimat war, zerstören die arabischen Führer jede Grundlage für eine zukünftige Koexistenz. Leider sind diese destruktiven Botschaften fester Bestandteil der Lehre in ihren Moscheen, Schulen und Medien. Im ganzen Nahen Osten wird der Keim der Intoleranz bereits in der nächsten Generation gepflanzt.

Der Versuch, die Geschichte zu ändern, wird zu nichts anderem führen als zu weiteren Konflikten und Gewalt. Jerusalems verwinkelte Straßen und hügelige Anhöhen sind die Heimat der heiligsten Erinnerungen des Judentums und der Grundstein unserer blühenden Demokratie. Diese heilige Stadt ist, war immer und wird immer das Herz des jüdischen Glaubens sein.

So lange wie die arabische Welt in einer Orwellschen Illusion der verzerrten Vergangenheit zurückbleibt, wird das Versprechen einer friedlichen Zukunft zwischen Israelis und Palästinensern ein ferner Traum bleiben."

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

02. April 2012 - 20:51 Uhr

@Resi Menke am 1.4. um 22:07 Uhr: Bedeutet Ihr Kommentar, dass Abraham doch nicht erschüttert ist?....

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

02. April 2012 - 20:52 Uhr

@Paul Heier um 18:01 Uhr: Sehe ich genauso! :-)

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

02. April 2012 - 20:55 Uhr

@Oliver Rosenstock: Sie selbst waren es, der den Vergleich zwischen Iman Hams und Gilad Shalit aufbrachte. Mir selbst wäre es nicht in den Sinn gekommen, einen solchen Vergleich zu ziehen. Da Sie aber nun mal den Vergleich aufbrachten, bin ich der Meinung, man sollte ihn bis zu Ende denken, und dazu gehört auch, wie die jeweilige Seite mit den für die Taten Verantwortlichen umging. Die israelische Seite hat sie vor Gericht gebracht. Die palästinensische Seite lobt die Kidnapper anstatt sie vor Gericht zu stellen (http://palwatch.org/main.aspx?fi=157&doc_id=5799). So wie Sie die Geschichte von Iman Hams darstellen, ist es die „palästinensische Version“, um es mal so auszudrücken. Dieser Nachrichtenartikel http://www.haaretz.com/print-edition/news/key-witness-i-lied-in-confirm-kill-case-1.149501 zeigt eine andere Version des Geschehens, nämlich diese, dass das Mädchen unerlaubt eine Sperrzone betrat und dass die Soldaten auf Grund der Entfernung nicht erkennen konnten, dass es sich um ein Schulmädchen handelte, sondern sie dachten, es sei ein palästinensischer Militanter. Deshalb schossen sie. Der Soldat, der angeblich noch aus nächster Nähe geschossen haben soll, um den Tod des Mädchens zu bestätigen, bestritt, dies getan zu haben. Bei der Zeugenbefragung anderer Soldaten kam schließlich heraus, dass der Soldat unter anderen Soldaten z. T. unbeliebt war und man dachte, ihn durch Falschaussagen loswerden zu können. Deshalb wurde zunächst der Schuss aus nächster Nähe „bezeugt“. Kein schöner Zug.
Ihre Spekulationen bezüglich der verantwortlichen Hintermänner für die Entführung von Shalit entbehren jeglicher Fakten. Solche Spekulationen sind m. E. eines Juristen nicht würdig.

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

02. April 2012 - 21:10 Uhr

Frau Lauser,

persönliches Leid ist immer individuelles Leid, weswegen es sich Verglichen entzieht. Ich habe die beiden Namen deswegen nicht des Vergleiches wegen angeführt, sondern als Sinnbilder / Stellvertreter für viele Namenlose.

Worin soll meine Spekulation gelegen haben. Ich habe klar festgehalten, dass die Schuldigen angeklagt gehören, wenn dies nicht bereits tot sind oder bereits heimlich verurteilt wurden, wie in der Vergangenheit schon geschehen. Beides Möglichkeiten aber keine Spekulation.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

02. April 2012 - 21:21 Uhr

@Sandra Maier, Herbert Scholl und Michael Carey: Warum definiert man Frau Hecht-Galinski eigentlich immer als „Tochter des ersten Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland“? Warum kann sie nicht für sich selbst stehen? Was hat Frau Hecht-Galinskis aggressive, die Atmosphäre vergiftende und unversöhnliche „Israelkritik“, die auf jeder Menge Fiktion basiert, mit Mut und Menschlichkeit zu tun? Warum wird ihr für ihre rabiaten Verbal-Attacken auf Israel und Freunde Israels Respekt gezollt? Warum soll die Tochter eines früheren Präsidenten des Zentralrates der Juden nicht antisemitisch sein können?

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

02. April 2012 - 21:27 Uhr

@Oliver Rosenstock um 21:10 Uhr: Danke für Ihre Ausführungen zum besseren Verständnis dessen, was Sie meinten.

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Reinhold Satiger

Registriert seit: 12.05.2011

Kommentare: 62

02. April 2012 - 22:05 Uhr

[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

02. April 2012 - 22:09 Uhr

Herr Heier,

"Die Wahrheit ist, dass Jerusalem unter israelischer Hoheit einen bisher ungekannten Wohlstand genießt und allen Einwohnern erstmals gleiche Rechte gewährt. Seit ihrer Vereinigung durch Israel 1967 gedeiht die Stadt dank der Werte von Toleranz und Freiheit"

Die Ausage von Ron Prosor ist bestenfalls zynisch. Es gibt kein Recht im Unrecht.

Jerusalem ist noch immer teilweise widerrechtlich annektiert und auch das marokkanische Viertel erzählt eine Geschichte von Ungleichheit. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden etwa 400 Einwohner widerrechtlich vertrieben und ihre Häuser abgerissen damit es mehr Platz vor der Klagemauer gibt.

========

Da ich befürchte, dass wir die anderen Kommentatoren bereits seit Tagen mit unseren Postings zum Thema Israel nerven, werde ich mich mit diesem Beitrag aus der Diskussion verabschieden. Ich bin mir aber sicher, dass es bald erneut einen zur Diskussion anregenden Artikel von Frau Günther geben wird. Wünsche einen schönen Abend.

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Reinhold Satiger

Registriert seit: 12.05.2011

Kommentare: 62

02. April 2012 - 23:03 Uhr

[ed. - Bezug auf gelöschten Beitrag]

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

02. April 2012 - 23:14 Uhr

Herr Rosenstock,

"Es gibt kein Recht im Unrecht." Recht lässt sich auch durch Terror nicht beseitigen. Und vermeintliches Unrecht durch Terror erst recht nicht beseitigen.

"Jerusalem ist noch immer teilweise widerrechtlich annektiert". In der betreffenden Resolution 242 wird weder Jerusalem explizit erwähnt noch wurde Ostjerusalem besetzt. Demnach gilt die Aussage: Ostjerusalem wurde verwaltungstechnisch von Israel integriert.

"wir die anderen Kommentatoren bereits seit Tagen mit unseren Postings zum Thema Israel nerven," Ich schäme mich keineswegs für meine Liebe zu Israel. Da brauchen Sie sich keine Gedanken machen!

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Paul Heier

Registriert seit: 02.08.2010

Kommentare: 1209

03. April 2012 - 17:54 Uhr

Beim Thema Einschränkungen für Palästinenser macht die PA mal wieder negativ von sich reden:

"Wer in den palästinensischen Autonomiegebieten öffentlich Kritik an der politischen Führung übt, muss mit Verhaftung rechnen - nicht nur im von der Hamas regierten Gazastreifen, sondern auch im Westjordanland. Das zeigt der Fall einer 37-jährigen Hochschullehrerin. Ismat Abdul-Chalek hatte jüngst den palästinischen Präsidenten Mahmud Abbas auf Facebook kritisiert. Nun wurde sie festgenommen.

Die alleinerziehende Mutter zweiter Kinder hatte auf ihrer Facebook-Seite Abbas zum Rücktritt aufgefordert und ihn als Verräter bezeichnet. Kurz darauf wurde sie von palästinensischen Sicherheitskräften festgenommen. Vertreter der palästinensischen Menschenrechtsgruppe "Al-Hak" teilten der Tageszeitung "Yediot Aharonot" zufolge mit, der Frau werde die Beleidigung von Präsident Abbas vorgeworfen.

Die Verhaftung der Lehrerin sei der jüngste Fall in einer Reihe von zunehmender Intoleranz gegenüber Kritik an der politischen Führung. Das soziale Netzwerk Facebook werde verstärkt überwacht, so die Menschenrechtler weiter.

Beleidigungen des Präsidenten oder anderer hochrangiger Regierungsvertreter gelten laut dem Bericht in den Autonomiegebieten als Verbrechen. "Solche Bezeichnungen gehen über die Meinungsfreiheit hinaus", kommentierte der palästinensische Generalstaatsanwalt Ahmed al-Mughani die Äußerungen Abdul-Chaleks."

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theresia lang

Registriert seit: 03.12.2010

Kommentare: 433

03. April 2012 - 18:03 Uhr

""Israel rechnet mit nur 300 Toten bei Iran-Krieg "
So eine Schlagzeile in anderen Medien.

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Andrea Lauser

Registriert seit: 31.05.2010

Kommentare: 1218

03. April 2012 - 19:14 Uhr

Interessante Sichtweise:
"Der Bau palästinensischer Siedlungen im israelischen Kerngebiet gilt als ein Haupthindernis für die demografische Sicherung Israels als jüdischer Staat. Rund anderthalb Millionen Palästinenser leben inmitten von etwa 6 Millionen Juden. Nach Angaben des israelischen Zentralbüros für Statistik lebten Ende 2009 in Israel 7,865 Millionen Menschen, davon 1,535 Millionen Palästinenser. (...) Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International behauptet, dass 90.000 Palästinenser, überwiegend Beduinen, in Galiläa und im Negew in 176 „nicht anerkannten“ Siedlungen leben. Die Friedensorganisation Peace Now und andere fordern vom Staat Israel, diese illegalen «Vorposten» zu legalisieren und an die Infrastruktur wie Wasser, Strom und Straßen anzuschließen. (...) Laut OCHA hat knapp ein Drittel aller Palästinenser im Ostteil der Stadt Jerusalem keine anerkannte Baugenehmigung. Mindestens 86.500 palästinensische Bewohner haben daher illegal auf Grundstücken gebaut, die nicht auf ihren Namen eingetragen sind. (...) Im Westjordanland sind die autonomen palästinensischen Städte für Juden tabu. Nach OCHA-Angaben gab es im September 2011 im Westjordanland 522 Sperren und Kontrollposten der israelischen Streitkräfte. Hinzu kommen von der UNO-Organisation nicht gezählte Sperren und Kontrollposten der palästinensischen Streitkräfte. Wegen der Sperren und dem Verbot, palästinensische Städte und Ortschaften zu durchfahren (wie in den Osloer Verträgen von Arafat gefordert) müssen 280.000 jüdische Israelis aus 176 Orten mit großen Umwegen und Warteschlangen an den Straßensperren rechnen."
Vollständiger Text hier: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/dpa1/

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Oliver Rosenstock

Registriert seit: 01.11.2009

Kommentare: 1763

24. April 2012 - 22:01 Uhr

Es geht weiter: "Israels Regierung erklärt Siedlungen für legal.

Die israelische Regierung hat mehrere jüdische Siedlungen im Westjordanland nachträglich genehmigt. Auch die Zwangsräumung weiterer Häuser auf palästinensischem Territorium will Premier Netanjahu verhindern...

Netanjahu will zudem die Zwangsräumung von fünf illegal errichteten Häusern im Westjordanland verhindern. Israels höchster Gerichtshof hatte entschieden, dass die Gebäude in dem Außenposten Ulpana, in denen 30 Familien wohnen, bis Dienstag zu räumen seien, weil das Grundstück, auf dem sie stehen, im Privatbesitz eines Palästinensers sei.

Die Regierung suche nach legalen Möglichkeiten, die Zwangsräumung zu verhindern, sagte Netanjahu. Obwohl das Verfahren schon jahrelang läuft, hieß es zur Begründung, es werde mehr Zeit für eine Lösung des Problems benötigt. Einige Kabinettsmitglieder hatten mit dem Sturz der Regierung gedroht, sollten die Gebäude abgerissen werden."

Ganzer Artikel: http://goo.gl/iWyoG

So agiert kein Staat der Aussöhnung mit seinen Nachbarn möchte. Das sieht vielmehr nach einer gezielten Provokation aus, nachdem man noch vor einer Woche den Friedenswillen bekräftigt hat. Diese Einschätzung wird von anderen geteilt:

"Die israelische Organisation Peace Now kritisierte die jüngste Entscheidung des Ministerkomitees. Der Beschluss zeige, dass es die "wahre Politik" der Regierung sei, "neue Kolonien zu errichten und sich nicht auf den Frieden zuzubewegen", erklärte eine Vertreterin von Peace Now...."

Quelle: http://goo.gl/gD4l3

Die Radikalen sitzen nicht nur auf Seiten der Palästinenser. Wer Personen wie den rechtsradikalen Außenminister Liebermann in seinen Reihen hat muss sich nicht wundern, wenn die Regierung Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gefährdet.

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