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11. August 2012
Helfen Schweizer Banker bei der Steuerflucht?
Eine Spur führt nach Singapur.
DÜSSELDORF (dpa). Steuerfahnder haben Hinweise, wonach Schweizer Banken deutschen Steuersündern helfen, ihre versteckten Anlagen in andere Länder zu retten. Dies bestätigte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) im ZDF. Sein Land hatte zuvor erneut Daten Schweizer Banken zu deutschen Anlegern angekauft. Auf die Frage, ob die Banken Geld deutscher Kunden nach Fernost transferierten, antwortete er: "Die Fahndung hat Hinweise darauf, (...) dass jetzt schon in großem Stil natürlich darüber nachgedacht wird, wie das Geld, das in der Schweiz geparkt ist und das für die Banken eine wichtige Finanzierungsgrundlage ist, (...) erhalten werden kann." Es gebe Ermittlungen gegen Banken und ihre Mitarbeiter, "die ganz offensichtlich ganz systematisch Produkte entwickeln, damit Bürger der BRD sich ihrer Steuerpflicht entziehen können". Laut der Zeitung FTD enthält Datenmaterial aus der Schweizer Bank UBS, das NRW angekauft hat, eine konkrete Spur in die Steueroase Singapur. Die UBS wies jeden Verdacht von sich. Gegner des geplanten deutsch-schweizerischen Steuerabkommens warnen, dass Steuerhinterziehern Zeit bliebe, ihr Schwarzgeld rechtzeitig vor Inkrafttreten Anfang 2013 in andere Länder zu verschieben.
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Autor: Tagesspiegel;



