HINTERGRUND

dpa

Von dpa

Di, 26. August 2014

Ausland

Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten

Irak: Die Miliz Islamischer Staat (IS) hat in vielen Gebieten im Norden und Westen eine Terrorherrschaft errichtet. Mehr als 600 000 Muslime, Christen und Jesiden sind geflohen. Kurdische Truppen und Iraks Armee versuchen, den IS mit US-Hilfe zurückzudrängen.
Syrien: Im Bürgerkrieg hat der IS seit der Eroberung des Militärflughafens von Al-Tabka am Wochenende die Provinz Rakka komplett unter Kontrolle und dominiert damit den Nordosten. Dort hat die Miliz mutmaßlich auch den US-Journalisten James Foley geköpft. Aus dem Bürgerkrieg wird zunehmend ein Krieg zwischen dem Regime und den Islamisten.

Gaza: Israel und die islamistische Palästinensermiliz Hamas liefern sich seit Wochen einen Abnutzungskrieg.
Jemen: Jemens Armee geht hart gegen die 2008 gegründete al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) vor, doch die Lage bleibt unsicher.
Libyen: Islamistische Milizen und nationalistische Kräften, darunter die des Ex-Generals Chalifa Haftar, liefern sich Kämpfe. Am Wochenende eroberten Islamisten den Flughafen der Hauptstadt Tripolis. Das Parlament ist nach Tobruk im Osten des Landes geflohen.
Ägypten: Das vom ehemaligen Armeegeneral Abdel Fattah al-Sisi geführte Regime fährt einen harten Kurs gegen islamistischen Terror. Die Muslimbruderschaft wurde verboten, Tausende Anhänger verhaftet, Hunderte zum Tode verurteilt.
Tunesien: Die Gruppe al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI) versucht, Tunesien wie Marokko, Algerien und andere Länder zu destabilisieren.