Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

21. März 2017

Keine Belege für Spähangriff auf Trump

Ermittlungen des FBI.

WASHINGTON (AFP). Die US-Bundespolizei FBI verfügt über keinerlei Belege für einen vermeintlichen Lauschangriff auf den heutigen Präsidenten Donald Trump durch seinen Vorgänger Barack Obama. FBI-Chef James Comey sagte am Montag bei einer Befragung im Repräsentantenhaus in Washington, er habe "keine Informationen", welche Trumps Anschuldigung unterstützten.

Trump hatte Anfang März den Vorwurf erhoben, Obama habe ihn während des Wahlkampfs im New Yorker Trump Tower abhören lassen. Trump präsentierte jedoch keinerlei Belege, sondern stützte sich nach eigenen Angaben lediglich auf Medienberichte. Comey sagte vor dem Geheimdienstausschuss, seine Behörde habe diese Vorwürfe sorgfältig geprüft. Doch weder das FBI noch andere dem Justizministerium unterstehende Behörden verfügten über Informationen, welche die entsprechenden Twitter-Botschaften des Präsidenten stützten.

Bundespolizei prüft auch Moskau-Verbindungen

Zu Beginn der Anhörung hatte der FBI-Direktor außerdem mitgeteilt, dass die Bundespolizei mögliche Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung prüfe. In den Untersuchungen zu den mutmaßlichen russischen Hackerangriffen während des Wahlkampfs gehe es auch um die "Art von irgendwelchen Verbindungen" zwischen Mitgliedern des Trump-Teams und der russischen Regierung. Dabei werde der Frage nachgegangen, ob es "irgendwelche Koordination" zwischen Trump-Mitarbeitern und den versuchten russischen Einmischungen in den Wahlkampf gegeben habe, sagte Comey.

Werbung


Bislang war nur in den Medien darüber spekuliert worden, dass die seit Monaten laufenden FBI-Untersuchungen zu den mutmaßlichen russischen Hackerangriffen auch die möglichen Verwicklungen des Trump-Teams einbeziehen könnten. Comey sagte, er habe für diese offizielle Bestätigung die Erlaubnis des ihm übergeordneten Justizministeriums erhalten. Alle weiteren Informationen seien als vertraulich eingestuft. Trump hatte kurz vor Beginn der Anhörung erneut bestritten, dass es illegale Absprachen zwischen seinem Team und Moskau gegeben habe.

Autor: afp