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Von afp

Do, 17. Mai 2018

Ausland

Assange ausspioniert — Soros zieht sich zurück

ECUADOR

Assange ausspioniert

Ecuador hat nach Informationen des Guardian ein millionenschweres Überwachungsprogramm für Wikileaks-Gründer Julian Assange in seinem Londoner Botschaftsexil aufgelegt. Die Geheimdienstmission diente ursprünglich dem Schutz des Australiers vor den britischen Behörden, so die britische Zeitung am Mittwoch. Später habe sich das Programm aber gegen Assange gerichtet. Das Verhältnis zwischen Assange und seinen ecuadorianischen Gastgebern verschlechterte sich demnach auch, weil der Wikileaks-Gründer sich Zugang zum internen Netzwerk der Botschaft verschaffte. Der 46-Jährige habe "die offizielle und persönliche Kommunikation der Mitarbeiter" einsehen können. Wikileaks wies diese Anschuldigungen zurück.

UNGARN

Soros zieht sich zurück

Nach Anfeindungen der ungarischen Regierung schließt der US-Milliardär George Soros das Büro seiner Stiftung in Budapest und eröffnet ein neues in Berlin. "Konfrontiert mit einem zunehmend repressiven politischen und juristischen Umfeld in Ungarn, verlegt die Open-Society-Stiftung (OSF) ihre Budapester Aktivitäten und ihr Personal in die deutsche Hauptstadt Berlin", hieß es in einer Mitteilung der Organisation, die am Dienstag in New York veröffentlicht wurde.