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30. Juni 2012

Maurer neuer Präsident bei Hilfsorganisation

Rotes Kreuz mit neuem Chef.

GENF (epd). Der Schweizer Peter Maurer wird neuer Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Maurer (55), zuletzt Staatssekretär im Außenministerium in Bern, tritt seine vierjährige Amtszeit an diesem Sonntag an. Die Versammlung des IKRK hatte Maurer im November 2011 zum Nachfolger von Jakob Kellenberger (67) gewählt. Der Präsident der in Genf beheimateten Organisation stammt traditionell aus der Schweiz. Kellenberger hatte die Hilfsorganisation, die in 80 Ländern von Afghanistan bis Sudan wirkt, seit 2000 geleitet.

Der Historiker Maurer trat 1987 in den diplomatischen Dienst der Schweiz ein und repräsentierte sein Land als Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York. Das IKRK ist eine der größten Hilfsorganisationen der Welt. Im Syrien-Konflikt ist das IKRK die einzige aktive internationale humanitäre Organisation. In Somalia unterhielt das IKRK 2011 die größte Hilfsoperation, gefolgt von Afghanistan und Irak.

Die IKRK-Mitarbeiter versorgen die Opfer von Konflikten und Naturkatastrophen mit medizinischer Hilfe und Lebensmitteln. Zudem inspizieren IKRK-Kontrolleure Gefangenenlager der Konfliktparteien. Die IKRK-Delegationen haben laut Völkerrecht die Aufgabe, die menschenwürdige Behandlung der Gefangenen zu überwachen. Außerdem engagiert sich das Rote Kreuz bei Familienzusammenführung in Kriegen.

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Der Etat des IKRK liegt bei 860 Millionen Euro. Größte Geldgeber für das IKRK waren 2011 die USA, Großbritannien und die Schweiz. Das Deutsche Rote Kreuz arbeitet eng mit dem IKRK zusammen.

Autor: kna